Bienenvölker Winterverluste 2018/2019

08. August 2019

Knapp 15 Prozent der Bienenvölker haben den vergangenen Winter in Deutschland nicht überlebt. Das ergab die jährliche Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei Mayen. Das zeigen die Ergebnisse, wenn man die Jahre zuvor und die Regionen vergleicht.

Mitgemacht bei der Frühjahrsumfrage 2018/2019 haben mehr als 11.000 Imker aus allen Regionen Deutschlands; sie haben zusammen mehr als 152.000 Bienenvölker eingewintert. Der Winterverlust lag nach Angaben der Bienenforscher aus Mayen im Schnitt bei 14,9 Prozent je Imkerei und bei 13,8 Prozent, wenn man die Verluste aus den Regionen zusammenzählt. Insgesamt mussten demnach 51 Prozent der Imker, die sich an der Umfrage beteiligt haben, Verluste an mindestens einem Bienenvolk hinnehmen.

Im Vergleich zu den Jahren zuvor zeigt sich, dass der vergangene Winter zwar zu weniger Verlusten geführt hat, die Bienenforscher werten die Ergebnisse dennoch wieder als “Verluste im mittleren Bereich”. Sowohl im Winter 2017/2018 als auch 2016/2017 lagen die Werte im Schnitt bei rund 18 Prozent. Eine Schwankungsbreite von 10 bis 25 Prozent wird als “nicht außergewöhnlich” gewertet.

Winterverluste im Vergleich der Bundesländer

Die Verluste verteilen sich dabei allerdings diesmal eher ungleichmäßig auf die Bundesländer. Wenige Verluste verzeichneten dabei unter anderem Länder wie Brandenburg (12 Prozent) und Niedersachsen (13,3 Prozent), aber auch die Städte Hamburg (13,1 Prozent) und Berlin (14 Prozent). Überdurchschnittlich hoch lagen die Werte dagegen in Niederbayern und Thüringen.

Die genauen Daten können beim Fachzentrum online nachgelesen werden

Autor: jtw

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Das Verdampfen von Oxalsäure – korrekt heißt es eigentlich: Sublimieren von Oxalsäuredihydrat – ist in Deutschland als Varroabehandlung nicht zugelassen. Dennoch greifen schätzungsweise 30 % der Imker zu dieser Behandlungsform. Unser Redakteur Sebastian Spiewok wollte das Thema nicht weiter unter den Teppich kehren und ging der Frage nach, weshalb Imker überhaupt zu dieser illegalen Behandlung greifen und ob sie nicht aus dieser Illegalität geholt werden können.

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2. Eigene Mittelwände

In Thüringen haben sich Imker eines Ortes zusammengetan, um Mittelwände aus eigenem Wachs herzustellen. In der neuen Ausgabe des Bienen-Journals erzählen sie ihren Weg zum eigenen Wachskreislauf – von den Vorüberlegungen bis hin zu ihrer Lösung. Sowohl die Imker als auch deren Bienen waren mit dem Ergebnis zufrieden.

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Honig gehört zu den Lebensmitteln, die am häufigsten gefälscht werden. Im Laufe der Zeit haben sich die Fälschungsmethoden derart verändert, dass neue Methoden entwickelt werden mussten, um die Verfälschungen aufzuspüren. Doch diese neuen Methoden werden zum Teil noch torpediert. Wir geben Ihnen eine Übersicht über die aktuelle Situation und die bekanntesten aufgeflogenen Fälle in den letzten Jahren. Mit diesem Beitrag schließen wir vorerst unsere viel beachtete Reihe zum Thema Honig ab. Sie startete im dbj 12/2019 mit einem Bericht über die geplante ISO-Norm für Honig und lief weiter im dbj 1/2020 mit Beiträgen über die Herkunftsdeklaration von Honigen und einer Übersicht über den Honigmarkt.

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