Schlagwort: Winterverlust

Bienen kaufen

Bienen kaufen: Diese Wege gibt es

Wer seine Imkerei vergrößern möchte und dabei nicht auf die Vermehrung der eigenen Bienenvölker setzt, kann neue Bienen kaufen – Wirtschaftsvölker, Ableger oder auch Bienenköniginnen. Aber wo, wie und zu welchen Kosten?

Ob Neuimker, der sein erstes Bienenvolk sucht, Imker, die den Bestand vergrößern wollen oder diejenigen, die im Winter Verluste hinnehmen mussten und nun ihre Imkerei wieder aufbauen wollen: Bienenvölker werden online und offline rege gehandelt. Wer Bienen kaufen möchte, sollte allerdings einiges beachten.

Gesundheitszeugnis: Wichtig beim Kauf von Bienenvölkern

Bienen kaufen – bitte nie ohne Gesundheitszeugnis. Das raten nicht nur erfahrene Imker, sondern auch die Bieneninstitute und jeder Amtstierarzt. Dabei steht das Verschleppen von Bienenkrankheiten im Mittelpunkt, genauso wie das von Schädlingen von einem Bienenstandort zum nächsten. Bienenkrankheiten gibt es einige, wobei nicht alle als Tierseuche gelten wie etwa die Amerikanische Faulbrut, auf deren Sporen Proben zur Erstellung eines Gesundheitszeugnis vorrangig untersucht werden. Dennoch gilt: die Bestätigung, dass eine Futterkranzprobe frei ist von Amerikanischer Faulbrut, ist noch kein vollständiges Gesundheitszeugnis.

Wichtiger Unterschied: Für ein Gesundheitszeugnis nimmt der zuständige Amtstierarzt eine Futterkranzprobe als neutrale Person und nicht der Imker bzw. Besitzer der Bienenvölker, der diese verkaufen möchte. In manchen Landkreisen übernimmt dies der Bienenseuchensachverständige des Imkervereins in dessen Auftrag.…

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Winterverluste bei Imkern Foto: AdobeStock_RHJ
12. Mai 2020

Umfrageergebnisse: Winterverluste bei Im...

Dr. Christoph Otten vom Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen ist für die Umfrage zur Ermittlung der Winterverluste der Bienenvölker in Deutschland zuständig. Kürzlich sind die Ergebnisse der Onlineumfrage für den Winter 2019/20 erschienen. Die Auswertung zeigt: Die Winterverluste bei Imkern in Deutschland liegen durchschnittlich etwa bei 15 %. Das sind 1,5 % mehr Verluste als im letzten Jahr. Doch das liegt noch im normalen Rahmen, wie Otten im Interview erzählt.

Herr Otten, Sie haben die Ergebnisse der Umfrage des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen zu Winterverlusten bei Bienenvölkern im vergangenen Winter veröffentlicht. Gelten die Ergebnisse für ganz Deutschland?

Otten: Ja. Wir machen diese Umfrage online seit 21 Jahren, und mittlerweile beteiligen sich fast 12.000 Imker aus Deutschland mit Daten für über 150.000 Bienenvölker. Das sind immerhin mehr als zehn Prozent aller Bienenvölker in Deutschland. Die Imker stammen aus allen Regionen Deutschlands. Die meisten kommen aus Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen, aber auch aus den anderen Regionen machen immer mehr Imker mit, insbesondere aus den ostdeutschen Bundesländern. Das festigt die Aussagekraft, aber es dürften gern noch etwas mehr werden.

Winterverluste bei Imkern: Quotient aus eingewinterten und überlebenden Völkern

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Tote Bienen. Wie hoch waren ihre Winterverluste? Foto: Sabine Rübensaat
08. August 2019

Bienenvölker Winterverluste 2018/2019

Knapp 15 Prozent der Bienenvölker haben den vergangenen Winter in Deutschland nicht überlebt. Das ergab die jährliche Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei Mayen. Das zeigen die Ergebnisse, wenn man die Jahre zuvor und die Regionen vergleicht.

Mitgemacht bei der Frühjahrsumfrage 2018/2019 haben mehr als 11.000 Imker aus allen Regionen Deutschlands; sie haben zusammen mehr als 152.000 Bienenvölker eingewintert. Der Winterverlust lag nach Angaben der Bienenforscher aus Mayen im Schnitt bei 14,9 Prozent je Imkerei und bei 13,8 Prozent, wenn man die Verluste aus den Regionen zusammenzählt. Insgesamt mussten demnach 51 Prozent der Imker, die sich an der Umfrage beteiligt haben, Verluste an mindestens einem Bienenvolk hinnehmen.

Im Vergleich zu den Jahren zuvor zeigt sich, dass der vergangene Winter zwar zu weniger Verlusten geführt hat, die Bienenforscher werten die Ergebnisse dennoch wieder als „Verluste im mittleren Bereich“. Sowohl im Winter 2017/2018 als auch 2016/2017 lagen die Werte im Schnitt bei rund 18 Prozent. Eine Schwankungsbreite von 10 bis 25 Prozent wird als „nicht außergewöhnlich“ gewertet.

Winterverluste im Vergleich der Bundesländer

Die Verluste verteilen sich dabei allerdings diesmal eher ungleichmäßig auf die Bundesländer. Wenige Verluste verzeichneten dabei unter anderem Länder wie Brandenburg (12 Prozent) und Niedersachsen (13,3 Prozent), aber auch die Städte Hamburg (13,1 Prozent) und Berlin (14 Prozent).…

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