Schlagwort: Landwirtschaft

Rückstandsfreier Frühtrachthonig - Foto: Sabine Rübensaat

Rückstandsfreier Frühtrachthonig – so ge...

Imker Heinrich Kersten berichtet darüber, wie der Frühtrachthonig aus der Region Verden im Jahr 2020 trotz Rapsblütenbehandlung mit einem Fungizid rückstandsfrei blieb.

Eine Untersuchung von einem Glas Frühtrachthonig im letzten Jahr hat gezeigt: Inmitten aktiver Landwirtschaft kann Honig frei von Pestizidrückständen bleiben. Der Honig, den ich ans Bremer Qualitätsprüfungslabor QSI schickte, wurde auf 695 Pestizid-Parameter getestet. Das Ergebnis: Trotz Rapsblütenbehandlung mit dem Fungizid CANTUS Gold im Jahr 2020 konnten keine Rückstände nachgewiesen werden – oder sie lagen unterhalb der Berichtsgrenze.

Rückstandsfreier Frühtrachthonig: Wie haben wir das geschafft?

Ausgabe 5/2022

DBJ Ausgabe 5/2022

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  • Imkerei und Landwirtschaft
  • Krieg in der Ukraine
  • Zuchtbeilage

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Notfallzulassung für Neonicotinoid auf Zuckerrübenäcker.
27. Januar 2021

Neonicotinoid auf Zuckerrübenäckern: Gef...

Landwirte dürfen Zuckerrübensaatgut, das mit dem Neonicotinoid Thiamethoxam behandelt ist, in diesem Anbaujahr auf Äcker ausbringen. Obwohl das Beizmittel sehr giftig ist, bekommt der Wirkstoff eine Notfallzulassung. Thiamethoxam ist als bienengefährlich eingestuft.

Blattläuse übertragen sogenannte Vergilbungsviren auf die jungen Pflänzchen der Zuckerrüben und lassen diese verwelken. So können die Pflanzen nicht wachsen. Da sich die Viren stark ausbreiten und die Züchtung von Rübensorten, die resistent gegen die Viruserkrankungen sind, noch nicht praxistauglich ist, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mehreren Bundesländern eine Notfallzulassung für gebeiztes Saatgut erlassen. Die Zulassung gilt nur für dieses Anbaujahr bei Zuckerrüben.

Neonicotinoid: Hoch toxisch für die Bienen

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Frühtracht für Bienen
05. Mai 2020

Frühtracht für Bienen unter Druck

Ein Kommentar von Silke Beckedorf, Chefredakteurin des Bienen-Journals, zum Titelthema der Ausgabe 05/2020.

Raps ist für Imker die wichtigste Bienenweide im Frühjahr. Gleichzeitig haben Imker Sorge, dass Landwirte spritzen. Die Frühtracht für Bienen steht unter Druck. Der Rapsanbau geht seit Jahren kontinuierlich zurück – und hinterlässt eine Lücke für die sich im Aufbau befindlichen Bienenvölker.

Wenn es um Raps geht, bleiben Imker eigentlich nie neutral. Zu wichtig ist die landwirtschaftliche Tracht im Frühjahr. Der Rapsanbau ist in den letzten Jahren massiv zurückgegangen. Das betrifft Imker direkt, denn der Großteil aller Frühjahrshonige in Deutschland enthält zu einem hohen Anteil Raps.  Andererseits sorgen sich viele Imker, dass ihre Bienen durch den Pflanzenschutz im Raps geschädigt werden könnten. Das führt vielfach zu einer etwas schizophrenen Situation: Die Imker wollen Raps – und verteufeln den Landwirt.

Frühtracht für Bienen: Veränderungen im Rapsanbau

Frühtracht für Bienen unter Druck: Rapsglanzkäfer
Rapsglanzkäfer an einer Rapsblüte. Der Käfer frisst den Pollen, den Stempel und die Fruchtknoten der Blüten, was zu Schäden in der Landwirtschaft führen kann. Rapsglanzkäfer werden mit Insektiziden bekämpft. Foto: Sabine Rübensaat

Die Gründe dafür, dass sich der Anteil gelb blühender Flächen in der Agrarlandschaft von 2013 zu 2019 um ein Drittel reduziert hatte, reichen von Problemen auf dem Weltmarkt (Bioenergiepflanzen aus Übersee machen dem Rapsöl Konkurrenz), über die Klimaveränderung (trockene Böden zur Aussaat im Herbst führten 2018 zum Umbruch großer Flächen) bis hin zur Unzufriedenheit mit den Ernteergebnissen.…

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Landwirtschaft und Bienen

Landwirtschaft und Bienen: So entstehen ...

Doreen Riske führt in Mecklenburg-Vorpommern einen konventionell arbeitenden Landwirtschaftsbetrieb, in dem sich auch Bienen wohlfühlen. Landwirtschaft und Bienen – wie geht das zusammen? Holen Sie sich hier Anregungen, worüber Sie mit Ihrem benachbarten Landwirt reden könnten!

Beim Raps haben wir in diesem Frühjahr ganz auf Spritzung verzichtet“, sagt Doreen Riske. „Das traust du dich? Ich könnte nicht mehr schlafen!“, habe ein Kollege gesagt. Nun blickt die 48-jährige Landwirtin aus Mecklenburg-Vorpommern auf die Ölfrucht, die mit dicken Halmen auf dem Feld steht. „Hier sind ein paar Schoten abgefressen“, sagt sie und zupft an einer Pflanze, „Aber ich glaube, das wäre genauso, wenn wir gespritzt hätten.“

2.400 Hektar bewirtschaftet Riske gemeinsam mit zwei Kollegen. Die Flächen gehören zur Agrar GbR Groß Kiesow in der Nähe von Greifswald. Der Betrieb arbeitet konventionell, und dennoch ist er in vielerlei Hinsicht besonders. Landwirtschaft und Bienen schließen sich hier nicht aus. Geschäftsführerin Riske ist nicht nur Agraringenieurin, sondern auch Biologin, und sie blickt mit für eine Landwirtin ungewöhnlicher Empathie auf die Insektenwelt, die sich auf ihren Ackerflächen tummelt. Auf ihren Flächen forschen Studenten der Universitäten Greifswald und Ulm, gerade hat ein Wildbienenexperte dort eine Art entdeckt, die zuvor noch nie in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet wurde. Konventionelle Landwirtschaft und solcher Artenreichtum – wie geht das zusammen?…

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