Dadant

26. April 2021

Bei Dadant handelt es sich um ein Rähmchen- und Beutenmaß. Charakteristisch ist die Verwendung nur eines hohen Brutraumes. Entwickelt wurde das Dadantmaß von Charles Dadant. Der Benediktiner Mönch Bruder Adam übernahm es als Maß für seine Buckfastbienen, weil es aus seiner Sicht für deren Entwicklung am besten geeignet ist.

Erfindung und Größe

Charles Dadant entwickelte die Dadant Beute. Sein Sohn Camille Pierre Dadant modifizierte diese. Sie wird als Dadant modifiziert bezeichnet. Daneben gibt es zudem auch Dadant Blatt vom Schweizer Johann Blatt. Er änderte das Rähmchenmaß auf 435 x 300 mm. Charles Dadant begann mit der Entwicklung der Dadantbeute ungefähr ab 1863.

Die Rähmchen bei Dadant Blatt sind mit 448 x 285 mm sehr hoch und breit. Dadurch benötigt es keinen zweiten Brutraum. Auch das Abheben des oberen Brutraumes zur Durchsicht des unteren entfällt oder die Kippkontrolle. Stattdessen müssen die Rähmchen herausgezogen werden. Aufgrund ihrer Größe sind sie nicht immer leicht zu handhaben. Dafür sind die Ohren größer und besser zu greifen.

Dadant in der Anwendung

Dadant - Dadantbeute. Foto: Sabine Rübensaat

Abgebildet ist eine Dadant-Beute mit einem Brutraum und zwei Honigräumen. Foto: Sabine Rübensaat

Da es nur einen Brutraum gibt, kann der Imker die Brutwaben bei der Verwendung dieser Beute nicht im Rotationsverfahren auswechseln. Dabei würde der Imker einen der Bruträume mit Altwaben entfernen und ihn durch frische Mittelwände ersetzen. Im Folgejahr tauscht er den anderen Brutraum. Bei dieser Beute tauscht der Imker die Waben nach und nach über die Brutperiode zwischen Frühling und Herbst.

Die Honigräume des Dadant-Maßes enthalten kürzere Waben, um unter anderem Sortenhonige besser ernten zu können. Bei Dadant modifiziert betragen sie 448 x 141 mm. Bei Dadant Blatt 435 x 160 mm. Damit ist auch die Zarge des Honigraums flacher. Teilweise verwenden die Imker breitere Waben Diese Dickwaben haben den Nachteil, dass sie tendenziell zu einem höheren Wassergehalt des Honigs führen. Zum Einfüttern verwenden Buckfastimker teilweise den Adamfütterer. Die Futterzarge erlaubt es lediglich wenigen Bienen zur Zeit an das Zuckerwasser zu gelangen.

Ziel der Dadant-Beute

Die Beute bietet der Königin im Brutraum viel Platz zum Bestiften der Waben. Das Ziel sind starke Völker mit viel Brut und einer hohen Ertragsleistung. Durch den Adamfütterer sollen die Bienen über längere Zeit das Futter aufnehmen und dieses direkt in Bienenmasse umsetzen. Insgesamt geht es um eine höhere Effizienz in der Imkerei und eine wesensgemäße Bienenhaltung. Die Haltung der Bienen ohne Unterbrechung der Wabenfläche durch Rähmchen kommt dem natürlichen Aufbau der Bienenbehausung näher.

Verwendung in Deutschland

Nach der Umfrage des DBJ aus dem Jahr 2017 verwenden 12 Prozent der Imker in Deutschland die Dadantbeute. 2013 waren es noch sechs Prozent. Es handelt sich wahrscheinlich vor allem um Jungimker die mit diesem Beutentyp anfangen und darin einen größeren Bezug zur wesensgemäßen Imkerei sehen. Bei der Umfrage war eine Mehrfachnennung des Beutensystems möglich.

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