Imkern im Januar – was ist zu tun?

27. Dezember 2019

Grundsätzlich sollte im Januar Ruhe am Bienenstand herrschen. So beschränkt sich das Imkern im Januar auf allgemeine Kontrollen: Sind Sturmschäden aufgetreten, schlagen Äste gegen die Beuten und stören damit die Winterruhe? Sitzen die Mäusekeile alle noch richtig? Gegebenenfalls befreie ich nach starken Schneefällen die Fluglöcher von Schnee.

Imkern im Januar: Diese Aufgaben stehen an

Natürlich kommt im Januar trotzdem keine Langeweile bei Imkern auf – es gibt immer etwas zu tun. So können wir Rähmchen vorbereiten, Einwabenkästen reinigen und mit Mittelwänden bestücken. Wir können alte Etiketten von Honiggläsern entfernen, Reparaturen und Reinigungen an den Ausrüstungsgegenständen vonehmen oder die Mittelwandgießform auf Betriebstemperatur halten. Auch das Imkern im Januar hält einige Aufgaben bereit.

Nicht zu vergessen sind die von den Landesverbänden organisierten Schulungsveranstaltungen, Vorträge und Imkertage im Januar. Hier können wir uns weiterbilden, neue Betriebsweisen und Behandlungsmethoden kennenlernen und – das finde ich persönlich auch ganz wichtig – am Rande dieser Veranstaltungen unsere Erfahrungen mit anderen Imkern austauschen.

Jetzt findet man zudem Zeit, die Aufzeichnungen aus dem Vorjahr gewissenhaft durchzugehen. So können Imker Rückschlüsse für die künftige Betriebsweise ziehen und diese verbessern. Ich probiere immer wieder an ein bis zwei Völkern Neuerungen aus. Wenn sie sich bewährt haben, übertrage ich sie auf alle Bienenvölker.

Imkern im Januar: Welcher Beutendeckel ist der beste?

Zurzeit probiere ich die Verwendung von diffusionsoffenen, mit Naturschafwolle gedämmten Beutendeckeln an zwei Völkern aus. Das soll die Feuchtigkeitsregulierung möglicherweise positiv beeinflussen. In den Hinterbehandlungsbeuten meiner Anfangszeit hatte ich Honigfeuchten von 14 bis 15 Prozent. Solche Werte sind mit den Standardmagazinen leider nicht zu realisieren. Hier kann ich nur etwa 17 bis 18 Prozent erreichen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt …

Stefan Bormann

Lesen Sie hier, was Sie in der aktuellen Ausgabe des Bienenjournal-Hefts erwartet:

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TOP-THEMEN im Dezember-Heft

1. Met von den Krischers

In Deutschland wird vergleichsweise wenig Met getrunken. Der Honigwein, der im Hause Krischer hergestellt wird, landet auf vielen Mittelalter- und Weihnachtsmärkten. Imkerinnen und Imker können ihren Honig von dem Unternehmen zu Met umarbeiten lassen. Wie das funktioniert, erfahren Sie in der Dezember-Ausgabe des dbj.

2. Jagd auf Vespa velutina

Die Nester der asiatischen Hornisse sind oft nicht leicht zu finden. Wespenberater Reiner Jahn macht sie mithilfe besenderter Hornissen ausfindig.

3. Geschenktipps

Suchen Sie noch nach Geschenken für Weihnachten? Wir haben für Sie neu erschienene Bücher rezensiert und verraten Ihnen unsere persönlichen Geschenketipps.

4. Beutenständer im Vergleich

Jetzt im Winter ist Zeit, um grundlegende Dinge in der Imkerei zu überdenken. Was liegt näher, als beim Beutenständer anzufangen? Wir haben die verbreitetsten Beutenböcke miteinander verglichen.

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