Schlagwort: Bioland

Tierwohl in der Imkerei

Was bedeutet Tierwohl in der Imkerei?

Bei Schweinen, Rindern oder Geflügel ist die Frage nach dem Tierwohl schon lange Teil der Bio-Kontrolle. Bioland nimmt nun als erster Bio-Anbauverband die Frage nach der artgerechten Haltung von Bienen mit dazu. Doch was bedeutet Tierwohl in der Imkerei? Welche Kriterien gehören dazu? Und wie kontrollieren die Prüfstellen das? Fragen und Antworten zum Tierwohl in der Imkerei.

Der Begriff Tierwohl steht schon lange in der Debatte. Oft werden Forderungen zu verbesserten Haltungsbedingungen von Nutztieren, freiwilligen und staatliche Labeln und mehr Rücksicht auf die Tiere laut. Bislang ging es in der Diskussion eher um Schweine, Rinder und Geflügel, kaum um Bienen. Der Bioland-Verband hat das nun geändert: Er startet in diesem Jahr mit Tierwohlkontrollen in Imkereien. Was steckt dahinter?

Tierwohl: Bioland legt Kriterienkatalog für Imker vor

Begonnen hat alles mit der Gründung einer Tierwohl-AG bei Bioland in den Jahren 2013/2014. Zu dieser AG gehören heute auch die Bio-Verbände Naturland, Biokreis und Gäa. Gemeinsam haben sie Vorgaben für die einzelnen Nutztierarten entwickelt und eine entsprechende Definition für das Tierwohl erarbeitet. Diese detaillierten Vorgaben und die damit zusammenhängenden strengen Kontrollen sollen den Verbrauchern, denen Tierwohl wichtig ist, beim Einkauf eine Entscheidungsgrundlage bieten.

Ausgabe 6/2022

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Ackerbohnenhonig Foto: stock.adobe.com/michal812
27. Mai 2021

Ackerbohnenhonig: Selten und besonders

Nicht mehr viele Landwirte bauen Ackerbohnen an. So sind die Felder rar, an denen Imker ihre Bienen aufstellen können, um Ackerbohnenhonig zu ernten. Die Imkerei Honiglandschaften hat dennoch damit Erfolg. Fragen und Antworten zu diesem besonderen Honig.

Ursula Lensing beschreibt den Geschmack von Ackerbohnenhonig mit Begriffen wie „komplex“ und „langanhaltend süß in Verbindung mit einer fein-herben Note“. Ackerbohnenhonig ist karamellfarben, cremig und rar. Nicht jedes Jahr kann ihn die Imkerin ernten. Sie betreibt gemeinsam mit ihrem Partner Steffen Watzke die Bioland-Imkerei Honiglandschaften im bayerischen Affing. Nur, wenn der Wald nicht honigt und die Bienen von den Feldern mit blühenden Ackerbohnen weglockt, gibt es den besonderen Sortenhonig.

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Monatshinweise März 2016

März – Futter kontrollieren

Volksentwicklung je nach Wetter

Ist der März warm, dann blühen in der zweiten Märzwoche die Krokusse und die Königin geht kräftig in Brut. Die Bienenvölker gewinnen kontinuierlich an Stärke und bringen Anfang Mai schon Honig aus der Obstblüte. So war es 2014.

Ist der Monat hingegen winterlich und kalt, kommt das Frühjahr meist ganz plötzlich. Die Bienen hinken dann in ihrer Entwicklung drei bis vier Wochen hinter der Vegetation her. Diesen Fall hatten wir 2011 und 2013.

Zwei Drittel des im Spätsommer von den Bienen aus Zuckerwasser hergestellten Futters verbrauchen die Bienen im Frühjahr. Wir kontrollieren im März den Futtervorrat bei unseren Bienen. Dazu heben wir die Beuten von hinten an. Inzwischen haben wir ein gutes Gefühl dafür, welche Völker noch etwas Futter brauchen. Eine Federwaage wie andere Imker benötigen wir dazu nicht. Die Leichtgewichte schaue ich mir dann doch etwas genauer an.

Falls noch zwei komplett verdeckelte Futterwaben vorhanden sind, belasse ich es dabei. Ich hänge keine Waben aus schwereren Völkern zu. Das bringt mir zu viel Unruhe an den Stand.

Ich markiere die leichten Beuten und setze ihnen in einer Leerzarge ein mit Zuckerwasser (im Verhältnis 1:1) gefülltes und mit einem durchlöcherten Deckel versehenes Gurkenglas direkt über der Wintertraube auf.…

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