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  • 2018
  • 02.11.
  • 2018.02.11.

Lange nichts von den Verlagsbienen gelesen …

Verlagsbienen

Fotos: Saskia Schneider

Sonnenschein und 16 Grad und das Ende Oktober. Bei so schönem Wetter ist an den Fluglöchern der Verlagsbienenvölker noch einiges los.

Ja, es gibt sie noch – die Bienenvölker auf dem Dach des Verlagsgebäudes. Weil es aber schon so lange keine neuen Einträge mehr in diesem Blog gab, begannen sich einige Leser Sorgen zu machen. Hiermit sei versichert, dass – auch wenn Sie nichts auf diesem Blog lesen – die Völker gepflegt und versorgt werden. Nur für den Blogeintrag reicht die Zeit meist nicht mehr im Redaktionsalltag und gerne vergisst man dann auch Fotos zu machen.

Zum jetzigen Stand: Momentan betreuen wir vier Bienenvölker. Die Honigernte viel in diesem Jahr nicht gerade üppig aus und die Völker waren kaum in Schwarmstimmung. Ein Volk hatte einen starken Varroabefall, den wir dank Ameisensäurebehandlung aber wieder in den Griff bekommen konnten.

(Bild: Die Fluglöcher haben wir bis jetzt immer mit zurechtgeschnittenen Schaumstoffstücken (zum Teil aus Küchenschwämmen entstanden) verengt, die sich aber immer mal wieder lösten und hinausfielen.)

Am 11. Oktober habe ich die Völker durchgesehen und aufgefüttert. Mein Plan war, an diesem Tag auch die alten, dunklen Waben in der untersten Zarge zu entfernen. Dafür hatte ich die ausgeschleuderten Honigräume nach der letzten Honigernte ohne Absperrgitter auf die Völker aufgesetzt, in der Hoffnung die Bienen würden mit dem Brutnest nach oben ziehen. Leider war dies nicht der Fall. Die Waben waren ausgeschleckt und in ein paar von ihnen wurde ein bisschen Honig eingelagert. Ansonsten war nichts passiert. Daher habe ich mich entschlossen, die Dunklen Waben erst bei der nächsten Frühjahrsdurchsicht heraus zu sortieren. Es war zwar schönstes Wetter, aber ich wollte nicht unnötig Chaos in den unteren Brutraum bringen. Bei der Durchsicht an diesem Tag viel zudem auf, dass fast alle Völker noch sehr große Brutnester hatten.


(Bild: Nun haben wir die Schaumstoffstücke durch halbierte Rohrisolierungen ersetzt, die noch als Verpackungsmaterial übrig geblieben waren. Sie eignen sich fantastisch zur Fluglochverengung.)

Heute – fast drei Wochen später – war ich nochmal nach den Verlagsbienen schauen. Bei zwei Völkern war das Flugloch weit offen und die Schaumstoffstücke, die ich zur Verengung hineingestopft hatte, lagen bunt verstreut auf dem Boden. Dies war in den letzten Wochen leider schon öfter passiert. Zum Glück hatten wir noch Verpackungsmaterial von unserer Fotoausstellung letztes Jahr aufgehoben. Es stellte sich heraus, dass sich die langen Schaumstoffwülste, die die Kanten der Bilder beim Transport schützen sollten, und eigentlich Rohrisolierungen sind, hervorragend als Fluglochverengung eignen. Halbiert und der Länge nach ins Flugloch gestopft, sitzen sie viel fester als der zurechtgeschnittene Schaumstoff. Anschließend habe ich die Futterwannen entfernt. Das Flüssigfutter wurde gut angenommen, nur bei zwei Völkern blieb noch ein kleiner Rest im Behälter übrig.

Momentan fliegen unsere Bienen noch, wenn die Sonne hervorkommt. Am Dienstag hatte es sogar fast 20 °C in Berlin! Ich bezweifle jedoch, dass die Sammlerinnen außer ein wenig Pollen noch etwas finden. In der Umgebung ist nahezu alles verblüht. Daher werde ich den Futterstand weiter im Auge behalten und hoffen, dass die Temperaturen weiter sinken, damit der Verbrauch im Volk sinkt und unsere Verlagsbienen mit ausreichend Vorräten über den Winter kommen.
Saskia Schneider

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