Bieneninstitut im Notbetrieb wegen Corona

28. März 2020

Das Institut für Bienenschutz des Julius-Kühn-Instituts arbeitet aufgrund der Corona-Krise zurzeit nur im Notbetrieb. Wie in anderen Instituten arbeiten viele Mitarbeiter im Homeoffice, einige Personen sitzen an Einzelarbeitsplätzen. Bieneninstitut im Notbetrieb – was heißt das für Proben zu Bienenvergiftungen?

Corona-Epidemie: Untersuchungen wegen Bienenvergiftungen aufschieben

Zum Institut gehört auch die Untersuchungsstelle von Bienenvergiftungen. Aufgrund der aktuellen Situation bittet das Institut darum, dass Imker zurzeit keine Proben zuschicken, und diese zu Hause zunächst eingefroren zu lagern. Andernfalls sollte man das Institut in jedem Fall vor einer Einsendung unbedingt kontaktieren.

Ausgabe 8/2020

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Grundsätzlich nimmt das Institut auch weiter Proben an, aber die Bearbeitung verzögert sich durch die aktuelle Situation und lässt sich durch vorherige Rücksprache besser organisieren. Kontaktmöglichkeiten zur Untersuchungsstelle von Bienenvergiftungen finden Sie hier.>>>

Bienenvergiftungen untersuchen lassen

Grundsätzlich können Imker bei begründetem Verdacht auf einen Schaden an den Bienen durch Pflanzenschutzmittel Bienen- und Pflanzenproben zur Analyse an die Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen des Instituts für Bienenschutz im JKI senden. Die Untersuchungen sind für betroffene Imker kostenlos. Der Nachweis einer Vergiftung ist nach Angabe des Instituts Grundlage für die Schadensregulierung mit der Imker-Versicherung. Das regelt § 57 (2) 11 des Pflanzenschutzgesetzes. Die Untersuchungsstelle gibt es bereits seit den 1970-er Jahren. Durchschnittlich etwa 150 Bienenschäden mit dem Verdacht auf Vergiftung durch Pflanzenschutzmittel werden dort jedes Jahr gemeldet.

Normalerweise benötigen die biologischen Untersuchungen zwei bis vier Wochen, die chemische Untersuchung einschließlich der abschließenden Beurteilung der Untersuchungsergebnisse vier bis sechs Wochen. Bei hohem Probenaufkommen oder in Ausnahmesituationen wie derzeit während der Corona-Epidemie können sich die Bearbeitungszeiten allerdings verlängern. Wie die Untersuchungen auf Bienenvergiftungen genau ablaufen, können Sie hier nachlesen.>>>

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