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Oktober – Honigqualität sichern

14.09.2015

© Sabine Rübensaat

Lebensmittelhygiene beachten


Honig als Lebensmittel muss so gewonnen, bearbeitet und gelagert werden, dass eine hohe Produktqualität gesichert wird. Honig hoher Qualität zeichnet sich durch einen geringen Wassergehalt, eine hohe Enzymaktivität aus und ist frei von Rückständen, Verunreinigungen, Fremdgeruch und -geschmack. Allzu leicht kann dieser Anspruch auf dem Weg von der Wabe zum Kunden zunichte gemacht werden. Schadnager sowie Haustiere können mit Haaren, ihrem Speichel oder gar Exkrementen den Honig verunreinigen. Er nimmt leicht Gerüche auf, Ölheizungskessel, Rasenmäher und Farbdosen machen sich deutlich bemerkbar. Zudem zieht Honig Wasser an, was die Gärungsgefahr ansteigen lässt. Wärme und Licht schädigen wertvolle Inhaltstoffe. Für die Gewinnung, Pflege, Abfüllung, Etikettierung und Lagerung von Honig sind ein oder besser mehrere geschlossene Räume sinnvoll, die folgenden Anforderungen genügen müssen: sauber, trocken, geruchsfrei und bienendicht, ausreichend groß und hell, für die Lagerung aber kühl und abdunkelbar, selbstverständlich frei von Schädlingen und leicht zu reinigen.

Unabdingbar sind für das Honiglager ein Thermometer und ein Hygrometer, um zu hohe Temperaturen  (über 15 °C) und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (über 55 %) ermitteln und abstellen zu können. Selbst in trocken erscheinenden Kellern ist die Luftfeuchte oft zu hoch. Ein Kellerraum sollte mit der schweren Fracht leicht erreichbar sein. Notfalls hilft ein Aufzug oder Treppenlift. Nur Kleinstmengen lassen sich auf Dauer in Honigeimern oder -gläsern über die Treppe transportieren.

Zwei Jahresernten sollte das Lager bei guter Übersichtlichkeit aufnehmen können. Eimer sind handlicher als Hobbocks, lassen sich bei Bedarf schneller antauen und können paarweise übereinanderstehen, kandiert auch in drei Etagen. Um dabei Verformungen zu vermeiden, legt man Hartfaser- oder Sperrholzplatten zwischen die Schichten. Regale sind zwar teuer, aber platzsparend, sie lassen sich nachrüsten.

Die Ausstattung des Schleuderraumes soll möglichst sparsam sein, um den Reinigungsaufwand zu minimieren. Dennoch ist sie vor Beginn der Baumaßnahme gut zu planen und auf den zukünftigen Völkerbestand abzustimmen. Nutzen Sie Erfahrungen erfolgreicher Imkereien, denn man muss an vieles denken: Neben hygienischen Anforderungen muss die Technik optimal bedient werden können; Elektro-, Wasser- und Heizungsanschlüsse sind entsprechend zu positionieren; Zugänge müssen für die einzubringende Technik ausreichend breit und für Transportkarren ohne Hindernisse befahrbar sein.

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