Imkern im Januar: Bienenstände kontrollieren

06. Januar 2021

Im Januar gibt es für Imker nicht besonders viel zu tun. Wichtig ist jetzt: Planen der neuen Bienensaison und die Bienenstände kontrollieren. Gibt es Sturmschäden? Wie hoch ist die Varroabelastung?

Im Januar plane ich die nächste Saison und überlege mir, mit wie vielen Wirtschaftsvölkern ich in den Frühling starten möchte. Entsprechend kann ich Völker abgeben. Es werden Beutenteile repariert, neu angestrichen, aussortiert oder neu angeschafft und Mittelwände eingelötet.

Varroakontrolle im Januar

Ausgabe 02/2021

DBJ 2/2021

Top-Themen:

  • Honigverfälschungen
  • Neue E-Learning-Plattform
  • Bienenvielfalt

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Insgesamt ist an den Bienenvölkern jetzt nicht viel zu tun. Die Winterbehandlung, eine Restentmilbung im brutfreien Volk mit 3,5%iger Oxalsäuredihydrat-Lösung, ist bereits erfolgt. Als letztmöglicher Behandlungstermin gilt nach guter imkerlicher Praxis der 31. Dezember.

Der Unterboden meiner Beuten ist nach unten offen und nur mit einem Lüftungsgitter versehen. Den Bodenschieber für die Varroakontrolle habe ich zurzeit nicht eingelegt. Die Bienen sitzen in der Beute in einer engen Traube, meistens an einem Rand. Je kälter es ist, desto enger sitzen sie zusammen.

Bienenstände kontrollieren vor allem außerhalb

Im Beuteninneren, außerhalb der Bienentraube, herrscht Außentemperatur. Das warme Einpacken der Beute halte ich für überflüssig und sogar für schädlich: Es begünstigt unter Umständen die Schimmelbildung an den Randwaben.

Ich führe regelmäßige Standkontrollen bei den Bienenständen außerhalb des eigenen Gartens durch, um Sturmschäden, Vandalismus oder andere Unglücksfälle rechtzeitig zu erkennen. Sitzt das Mäusegitter noch richtig? Auch Spechte können erhebliche Schäden verursachen. Da hilft nur ein Netz, das über die Beuten gespannt wird, oder ein Käfig aus engem Maschendraht für jede einzelne Beute.

Horst Schäfer

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