Schlagwort: Bienengift

Bienen Stich

Bienen in Verteidigung: Das hilft gegen ...

Der Stich einer Biene kann unangenehme Folgen haben: Schmerz, Schwellung, Juckreiz. Doch was lindert die Beschwerden, die durch einen Bienenstich verursacht werden? Helfen Hausmittel? Eine Dermatologin gibt Tipps.

Ein Bienenstich ist schmerzhaft, oft schmerzhafter als der einer Wespe. „Das liegt an der deutlich größeren Giftmenge, die eine Biene beim Stechen abgibt“, sagt Dr. Julia Pickert, Fachärztin für Dermatologie am Universitätsklinikum Marburg und Funktionsoberärztin für die Abteilung für Allergologie. Außerdem hat der Bienenstachel einen Widerhaken, der in der Haut steckenbleibt. Die Biene sticht nicht um anzugreifen, sondern ausschließlich zur Verteidigung. Mit dem Stich opfert sie ihr Leben, denn dabei reißt der gesamte Stachelapparat samt Giftblase ab. Für einige Sekunden pumpt er dann weiter Gift in die Einstichstelle. „Deshalb sollte man den Stachel mit allem, was daran hängt, auch so schnell wie möglich entfernen“, rät die Ärztin zur Linderung der Beschwerden.

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Notfallzulassung für Neonicotinoid auf Zuckerrübenäcker.
27. Januar 2021

Neonicotinoid auf Zuckerrübenäckern: Gef...

Landwirte dürfen Zuckerrübensaatgut, das mit dem Neonicotinoid Thiamethoxam behandelt ist, in diesem Anbaujahr auf Äcker ausbringen. Obwohl das Beizmittel sehr giftig ist, bekommt der Wirkstoff eine Notfallzulassung. Thiamethoxam ist als bienengefährlich eingestuft.

Blattläuse übertragen sogenannte Vergilbungsviren auf die jungen Pflänzchen der Zuckerrüben und lassen diese verwelken. So können die Pflanzen nicht wachsen. Da sich die Viren stark ausbreiten und die Züchtung von Rübensorten, die resistent gegen die Viruserkrankungen sind, noch nicht praxistauglich ist, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mehreren Bundesländern eine Notfallzulassung für gebeiztes Saatgut erlassen. Die Zulassung gilt nur für dieses Anbaujahr bei Zuckerrüben.

Neonicotinoid: Hoch toxisch für die Bienen

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Imker immun gegen Corona? Foto: AdobeStock/The physicist

Imker immun gegen Corona? – Hypothese au...

Eine chinesische Studie zeigte Ende April, dass kein Imker in der Provinz Hubei COVID-19-Symptome aufwies. Die Hypothese, Imker seien aufgrund einer Toleranz gegenüber Bienengift immun gegen Corona, konnte nun von deutschen Ärzten widerlegt werden.

Ende April sorgte eine Studie aus China in der Zeitschrift Toxicon für Furore. Demnach hatten sich unter 5.115 interviewten Imkern und 121 Apitherapie-Patienten aus der Provinz Hubei und deren Hauptstadt Wuhan keine mit COVID-19-Symptomen befunden, obwohl einige engen Kontakt zu Infizierten hatten. Daraus schlossen die chinesischen Wissenschaftler, die die Umfrage durchführten, dass Imker durch den Einfluss von Bienengift immun gegen Corona sein könnten.

Imker immun gegen Corona? Aus Zweifel entsteht Befragungsbogen in Deutschland

Die deutschen Ärzte Karsten Münstedt, Dr. Heidrun Männle und Prof. Dr. Jutta Hübner nahmen die Studie zum Anlass, um eigene Forschung zum Thema zu betreiben. Sie entwickelten in Kooperation mit der Universität Jena einen Fragebogen für die deutsche Imkerschaft. Während der fast dreimonatigen Laufzeit der Umfrage hatten sich 342 Imker rückgemeldet, wobei nur 234 Formulare ausgewertet werden konnten. Es wurden demografische Daten wie Alter, Geschlecht, chronische Krankheiten und die Länge des Imkerdaseins abgefragt. Weiterhin mussten die Imker Aufschluss geben über die Gesamtzahl der erhaltenen Bienenstiche und der Zahl der Bienenstiche im Jahr 2020.…

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Bienengift gegen Brustkrebs AdobeStock_guy
15. September 2020

Bienengift gegen Brustkrebs? Neue Erkenn...

Ein australisches Forscherteam hat die Wirkung von Bienengift auf verschiedene Arten von Brustkrebs untersucht. Beim dreifach negativen Brustkrebs, einer sehr aggressiven Tumorart, war das Ergebnis erfolgsversprechend.

Tumorzellen abtöten, ohne gesunden Zellen zu schaden: Das gelang einem australischen Forscherteam im Labor mithilfe von Bienengift. Erfolge wurden sowohl bei dreifach negativem Brustkrebs als auch bei Brustkrebszellen erzielt, die mit HER2 angereichert wurden, also HER2-positiv sind. Der HER2-Rezeptor schickt Signale an den Zellkern, die dazu führen, dass sich Krebszellen schneller teilen und vermehren.

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Bienengift gegen COVID 19 Foto: AdobeStock_mirkograul

Hilft Bienengift gegen COVID-19?

Der Mediziner Karsten Münstedt hat mit Kollegen einen Fragebogen erarbeitet, um zu erforschen, ob Bienengift gegen COVID-19 wirkt. Anhaltspunkte dafür liefert ihm eine Studie aus China. Imker aus Deutschland sind zur Teilnahme aufgerufen.

Bienengift gegen COVID-19: Erkranken Imker seltener?

Ende April 2020 erschien in der Zeitschrift Toxicon der Bericht über eine Studie aus China, die zeigte, dass kein Imker bislang an COVID-19 erkrankt ist, auch nicht in der am stärksten betroffenen Provinz Wuhan. Insgesamt wurden in dieser Studie 5.115 Imker interviewt (723 in Wuhan). Auch 121 Patienten von Apitherapiezentren wurden analysiert. Obwohl einige Personen engen Kontakt zu infizierten Personen hatten, ist niemand an COVID-19 erkrankt. Über diese Ergebnisse berichten die deutschen Ärzte Prof. Dr. Karsten Münstedt, Dr. Heidrun Männle und Prof. Dr. Jutta Hübner und wollen sie zur Grundlage einer eigenen Forschung nehmen.

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Stich allergische Reaktion
12. Juni 2018

Imker stirbt nach Bienenstichen

Obwohl Imker eigentlich an das Bienengift gewöhnt sind, kann eine allergische Reaktion als Folge von Bienenstichen schlimme Folgen haben. Ein Imker aus Bremen verstarb daran.

Diagnose Bienengiftallergie

Die Diagnose Bienengiftallergie muss nicht das Ende der Imkerlaufbahn bedeuten, dennoch sollte man dann äußerst vorsichtig sein. Schlimmstenfalls führen ein oder mehrere Bienenstiche zu einem allergischen Schock – inklusive komplettem Kreislaufversagen. Ein tragischer Vorfall bringt nun die Bremer Polizei dazu, darauf hinzuweisen, dass man sich zur Vorbeugung von einem allergologisch geschulten Facharzt untersuchen lassen kann. „Dieser stellt durch Tests fest, ob eine Insektengift-Allergie vorliegt und kann ein Allergie-Notfallset verschreiben. Es enthält mehrere Medikamente, die allergische Reaktionen im Falle eines Bienen- oder Wespenstichs lindern sowie Blutdruck und Kreislauf stabilisieren“, teilt sie in einer offiziellen Presseerklärung mit.

Trauriger Anlass

Der Anlass ist ein trauriger, denn am vergangenen Wochenende verstarb in Bremen ein 70 Jahre alter Imker, der nach mehreren Bienenstichen eine starke allergische Reaktion erlebt hatte. Ob bekannt war, dass er allergisch gegen Bienengift ist, ist unklar. Laut Polizei kontrollierte er seine Bienen, die an diesem Tag äußerst aggressiv wirkten, jedoch ohne Schutzkleidung und wurde dabei mehrmals gestochen. Er erlitt daraufhin einen allergischen Schock. Die verständigte Notärztin konnte nur noch den Tod feststellen.

Derartige Reaktionen auf Bienenstiche sind dennoch eine Ausnahme.…

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Bienen nach dem Stich sofort rausziehen

Bienenstich Allergie: Und nun?

Bienengift kann starke allergische Reaktionen auslösen. Die meisten Imker kennen die anschwellenden Hautstellen und den Juckreiz nur zu gut. Doch ist das schon ein Zeichen für eine Allergie? Wie kann man sich schützen und muss die Diagnose Bienengiftallergie das Ende der Imkerlaufbahn bedeuten? Fünf Fragen an Prof. Dr. Karsten Münstedt, Gynäkologe, Imker und Wissenschaftler, der sich mit der Materie beschäftigt hat.

Karsten Münstedt setzt sich sowohl in seiner medizinischen Praxis als auch in seiner Freizeit – als aktiver Imker – mit Themen rund um die Imkerei und die Bienen auseinander. Als Gynäkologe untersucht er unter anderem die Wirkung von Bienenprodukten beispielsweise auf Beschwerden in den Wechseljahren.

Doch er hat auch eine Umfrage unter 80 Imkern durchgeführt, die die Diagnose Bienengiftallergie bekommen hatten und ihr Hobby dennoch weiter betreiben. Sie hatten sich für eine Desensibilisierung entschieden und die meisten von ihnen hatten keine weiteren Probleme, wenn sie wieder einmal gestochen wurden.

Wir haben Karsten Münstedt zu seinen grundsätzlichen Erfahrungen mit dem Thema Bienengiftallergie befragt.

1. Wie viele Menschen hierzulande sind von einer Bienengiftallergie betroffen? Trifft es besonders viele Imker?

Erstmal muss sagen, dass viel mehr Menschen von Wespen als von Bienen gestochen werden und dass es deshalb auch viel mehr allergische Reaktionen auf Wespenstiche gibt als auf Bienenstiche.…

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Bienenstich Schmerzen
10. November 2016

So schmerzhaft ist ein Bienenstich

Im Vergleich mit anderen Insektenstichen liegt der Stich der Honigbiene bei der Schmerzintensität nur im Mittelfeld. Untersucht hat dies der Insektenforscher Justin O. Schmidt. Zu seinen Selbstversuchen hat er ein Buch herausgebracht.

Ganz oben auf dem Schmerztreppchen der Skala von Justin O. Schmidt rangiert die Tropische Riesenameise, Paraponera clavata. Sie wird im Deutschen auch „24-Stundenameise“ genannt, weil die höllischen Schmerzen ihres Stiches erst nach Ablauf dieser Zeitspanne nachlassen. So schlimm ist dies bei einem Stich der Honigbiene nicht.

Schmidt wurde von über 150 Insektenarten gestochen und hat 78 davon in seine Schmerzskala aufgenommen (Schmidt Sting Pain Index). Diese reicht von „0“ für folgenfreie Stiche bis „4“ für äußerst schmerzhafte Begegnungen. Der Bienenstich bekommt bei Schmidt eine 2 – also Mittelfeld.

Wie Justin O. Schmidt vorging, um die Stiche zu „sammeln“, was er dabei erlebt hat und wie der wirklich zustande kam, erzählt er nun in seinem Buch „The Sting of the Wild“, das in diesem Jahr veröffentlicht wurde.

Besonders schmerzhaft: Ein Bienenstich in die Nase

Und Schmidt hat auch schon Nachahmer gefunden bzw. Nachfolger seiner Insektenstichforschung. So hat der US-amerikanische Student Michael Smith die Schmerzintensität von Bienenstichen an verschiedenen Körperteilen untersucht. Dabei nahm er insgesamt 25 Körperstellen in Angriff, drei an einem Tag.…

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