Schlagwort: Pestizide

Agrarwende jetzt: Protestaktion vor dem Reichstag Foto: Sebastian Spiewok
23. Januar 2022

Agrarwende jetzt! Protestaktion vor dem ...

Die jährliche Demonstration von „Wir haben es satt“ fiel aus, doch das Bündnis „Wir haben es satt“ machte mit einer Protestaktion vor dem Berliner Reichstag auf seine Forderungen zur Agragwende aufmerksam.

Zur Mittagsstunde formten 150 Strohballen am Berliner Reichstagsufer den klaren Aufruf an die Bundesregierung: „Agrarwende jetzt!“. 70 Meter lang und 4,5 Meter hoch ist der Schriftzug. Zuvor waren bereits rund 25 Traktoren aus dem Berliner Umland zum Bundeslandwirtschaftsministerium gefahren, um Bundesagrarminister Cem Özdemir und seinen Staatsministerinnen eine Protestnote des Bündnisses „Wir haben es satt!“ zu übergeben. Es war das erste Mal, dass die gesamte Ministeriumsspitze eine Wir-haben-es-satt-Demonstration empfing. Das Wir-haben-es-satt-Bündnis besteht aus rund 60 landwirtschaftlichen und anderen Trägerorganisationen und wird von zahlreichen weiteren Organisationen unterstützt. Es bezeichnet sich selbst als eine der größten Protestbewegungen in Europa.

Wir haben es satt: Staffellauch statt Demonstration

Ausgabe 6/2022

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Teilverbot Neonicotinoide - Foto: stock.adobe.com/Jan M.
10. Mai 2021

EuGH: Teilverbot für Neonicotinoide best...

Der Europäische Gerichtshof hat das Teilverbot der Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam bestätigt. Bereits 2018 hatte das Gericht der Europäischen Union das Verbot als gültig erklärt. Daraufhin war der Chemiekonzern Bayer in Berufung gegangen.

Das Teilverbot der drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam wurde vergangene Woche am 6. Mai 2021 vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in letzter Instanz bestätigt. Damit geht ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen EU-Kommission und dem Bayer-Konzern zu Ende.

Bereits 2013 Teilverbot für Neonicotinoide

Schon im Jahr 2013 erließ die EU-Kommission erste Auflagen für den Einsatz der drei Wirkstoffe. Dagegen hatten die Herstellerfirmen Bayer und Syngenta geklagt – ohne Erfolg. 2018 folgte das Urteil des Gerichtes der Europäischen Union in erster Instanz. Während sich Syngenta damit abfand, reichten die Bayer CropScience AG und Bayer AG erneut Klage ein.

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Bienensterben Russland AdobeStock/stefano
01. August 2020

Erneut massenweises Bienensterben in Rus...

Drei Bezirke in Sibirien meldeten ein massenweises Sterben von Bienenvölkern. In Verdacht steht eine Bienenvergiftung durch Pestizideinsatz.

Im Südwesten Sibiriens, im Bezirk Belovsky im Oblast Kemerowo, sind 145 Bienenvölker eingegangen. Fälle sind auch aus weiteren Bezirken in Kemerowo bekannt. Die Region Altai sowie das Gebiet Nowosibirsk, die an Kemerowo grenzen, meldeten ebenfalls ein massenweises Bienensterben. Die genaue Anzahl ist jedoch noch unbekannt. In Kemerowo wird der Verlust auf mehr als eine Million Rubel (rund 12.000 Euro) geschätzt.

Das zuständige Landwirtschaftsministerium in Kemerowo hat zugesagt, zusammen mit einem Expertenteam die Ursache für das Bienensterben zu finden. In Verdacht stehen Pestizide und Chemikalien zur Unkrautbekämpfung. Ein Sprecher des Ministeriums teilte der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit, das Datum sowie Uhrzeit der Behandlung der Felder, die Zahl der registrierten Imker und die Anzahl der toten Bienenvölker genau ermitteln zu wollen.

Imker aus der Region Tula würden derweil davon ausgehen, dass das Insektizid Fipronil Schuld am Tod der Bienenvölker habe. Der Einsatz von Fipronil ist seit August 2018 in der EU verboten. In Russland würde das Pestizid jedoch weiterhin legal von Landwirten genutzt und auf Rapsfeldern ausgebracht, vor allem, weil es besonders günstig sei. 

Massenweises Bienensterben: Nicht das erste Mal

Bereits im vergangenen Jahr berichteten russische Imker über massenweises Bienensterben.…

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600 tote Bienenvölker
20. Juni 2020

Kroatien: 600 tote Bienenvölker aus 20 I...

Am 9. Juni meldeten Imker und Imkerinnen aus dem Norden Kroatiens den Tod hunderter Bienenvölker. Grund sei der Einsatz von Pestiziden. Die betroffenen Imkereien erhalten pro Volk eine Entschädigung.

In der kroatischen Gespanschaft Medimurje an der Grenze zu Ungarn haben 20 Imkereien insgesamt 600 eingegangene Bienenvölker gemeldet. Der zuständige Präfekt hat daher eine Naturkatastrophe in der betroffenen Region erklärt. Die Imker vermuten Pestizide im Kartoffel- oder Rapsanbau als Ursache und erzählen, dass es in den Jahren zuvor bereits Bienenvergiftungen gegeben habe. Die Blicke richten sich vor allem auf das Mittel Nurelle D, das die Wirkstoffe Cypermethrin und Chlorpyrifos enthält und unter anderem im Kartoffelanbau eingesetzt wird.

600 tote Bienenvölker: Untersuchungen folgen

Die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen stehen aber noch aus. Neben Bienen- werden zudem Honigproben untersucht, um die Verkehrsfähigkeit des Produkts zu testen. Auch die Polizei ermittelt in dem Fall, und die Verwaltung hat den Imkern ihre Unterstützung zugesichert. Als Entschädigung sollen die Imker rund 200 Euro pro geschädigtes Volk erhalten, doch die Imker weisen darauf hin, dass der ökologische Schaden viel größer sei.

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Im Video holt einer der betroffenen Imker den Boden aus seiner Beute: Einige Bienen krabbeln noch umher, die meisten sind bereits tot.

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Imker News Pestizide

Imker-News: Immer noch zu viele Pestizid...

Bienen mögen Erdbeeren sowie Gärten, Wiesen und Äcker ohne Pestizide. Die EU-Länder wollen eine bessere Kennzeichnung für Importhonig. Und die Forschung hat entdeckt, dass Bienen einst Fleischfresser waren. Das und mehr News lieferten die vergangenen Tage.

Eimer voll Glyphosat-belastetem Honig landeten im Januar auf den Stufen vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Der Bio-Imker Sebastian Seusing wollte damit – gemeinsam mit vielen Unterstützern – seinen Protest dagegen ausdrücken, dass noch immer riesige Mengen des Unkrautvernichtungsmittels auf deutschen Äckern landen und auch die Bienen schädigen. Nun einen Monat später macht sich Enttäuschung breit.

Glyphosat-Honig vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium.

Zwar hat das Ministerium eine Stellungnahme veröffentlicht und spricht darin von Einzelfällen an belastetem Honig. Zudem steht schon im Koalitionsvertrag von Union und SPD, dass der Einsatz von Glyphosat auf deutschen Äckern reduziert werden soll. Den Unterstützern des Bündnisses zum Schutz der Bienen, die hinter der Aktion vor dem BMEL stehen, ist dies aber bei Weitem nicht genug. Sie sprechen statt von Einzelfällen davon, dass Bienen heutzutage fast schon zwangsläufig mit Glyphosat in Berührung kommen müssen.

„Bei der bestehenden flächendeckenden Bienenhaltung in Deutschland ist davon auszugehen, dass jegliche blühenden Pflanzenbestände von Honigbienen und wilden bestäubenden Insekten beflogen werden. Das bedeutet auch: Wo Glyphosat in blühende Pflanzen gespritzt wird, wird es von Bienen und anderen Bestäubern im Flugradius aufgenommen.…

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Traktor Bienengiftiger Wirkstoff zugelassen
21. August 2019

Bienengiftiger Wirkstoff zugelassen: BUN...

18 Pflanzenschutzmittel haben im Februar dieses Jahres eine Neuzulassung für den deutschen Markt bekommen  darunter auch das Insektizid Alfatac 10 EC mit dem Wirkstoff alpha-Cypermethrin. Es gilt als bienengefährlich und schädigend für verschiedenste Nutzinsekten und Wildbienen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Klage gegen die Zulassung eingereicht.

Damit Alfatac 10 EC so wenig wie möglich angewendet wird, hat der Naturschutzverband einen Eilantrag beim zuständigen Verwaltungsgericht Braunschweig eingereicht. Das Ziel: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) soll die Zulassung des Mittels, die es erst vor einigen Wochen befristet, bis zum Jahresende erteilt hat, zurückziehen.

Auflagen des Umweltbundesamts nicht einzuhalten

Mit Blick auf das Artensterben hält es der BUND für mehr als unverantwortlich, ein bienengefährliches Pestizid zuzulassen. Er hält die erteilte Zulassung für rechtswidrig. Auflagen des Umweltbundesamts, das der Zulassung eigentlich zustimmen muss, können nicht eingehalten werden. So hatte die Behörde als Ausgleich für die Zulassung gefordert, dass Landwirte, wenn sie das Mittel anwenden, auf mindestens zehn Prozent ihrer Betriebsflächen ökologische Ausgleichsflächen schaffen müssen mit Ackerrandstreifen oder Brachen, die den Insekten Nahrung und Nistplätze bieten.

Bienensterben: Wildbienen besonders bedroht

Da die Landwirte die Bepflanzung ihrer Flächen aber ein Jahr im Voraus planen und zwischen dem Zeitpunkt der Zulassung und des Ablaufs der Frist bis 31.…

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Glyphosat Ausstieg
04. Juli 2019

Glyphosat Ausstieg in Deutschland 2023?

Nachdem Österreichs Parlament ein umfassendes Verbot für Glyphosat beschlossen hat, startet eine neue Diskussion, wann ein Ausstieg aus der Nutzung des Totalherbizids in Deutschland greifen könnte. Bundesumweltministerin Svenja Schulze pocht auf das Jahr 2023. Erst dann erlaubt es die EU.

Österreich zeigt sich mutig und hat den Glyphosat-Ausstieg beschlossen. Ob dieses Verbot wirksam werden kann, muss sich allerdings noch zeigen. Denn nur in Ausnahmefällen dürfen die EU-Staaten von der gemeinsamen Pflanzenschutzverordnung abweichen und diese erlaubt den Einsatz von Glyphosat noch mindestens bis Ende 2022.

Österreichs Glyphosat Ausstieg gibt Rückenwind für deutsche Strategie

Bundesumweltministerin Svenja Schulze möchte nun, dass sich Deutschland schon mal darauf vorbereitet, den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters ab 2023 zu beenden. Ein nationales Verbot soll dann direkt gelten. Zwar hat sich die deutsche Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag auf einen Glyphosat-Ausstieg verständigt, allerdings ohne konkreten Zeitplan. Auf diesen möchte sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auch weiterhin nicht festlegen lassen – stattdessen nur auf eine Minderungsstrategie ohne festes Ausstiegsdatum.

Wie genau diese aussehen soll, will die Bundeskanzlerin im September bekannt geben. So kündigte sie verschiedenen Medienberichten zufolge nach dem Bekanntwerden des Beschlusses in Österreich an, dass die Bundesregierung dann ein Konzept zum Umgang mit Glyphosat präsentieren will. Sie sprach allerdings von einer „Strategie zum schnellen Ausstieg“.…

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Biene auf Blüte Aktionsprogramm Insektenschutz
24. Juni 2018

„Aktionsprogramm Insektenschutz“...

Die Bundesumweltministerin will ihr „Aktionsprogramm Insektenschutz“ schon im April ins Bundeskabinett einbringen und damit den Schutz der Insekten gesetzlich festschreiben. Doch Zweifel werden laut, ob das durchsetzbar ist.

Das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ ist ambitioniert angelegt und soll bestenfalls ein eigenes Insektenschutzgesetz bilden. Das sind zumindest die Pläne von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Medienberichten zufolge will sie damit den Insektenschutz in Deutschland gesetzlich festschreiben.

Das Programm umfasst unter anderem die Wiederherstellung von Lebensräumen für Insekten und die Stärkung von Schutzgebieten, die Minderung der Anwendung von Pestiziden und Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer sowie die Reduktion der Lichtverschmutzung. „Außerdem soll das Aktionsprogramm dazu beitragen, bestehende Wissenslücken über das Insektensterben zu schließen und ein bundesweit einheitliches Insektenmonitoring einzuführen“, teilt das Bundesumweltministerium mit.

100 Millionen Euro für den Insektenschutz

Im Herbst vergangenes Jahres hat Schulze Details des Aktionsprogramms vorlegt. Sie will es im April ins Bundeskabinett einbringen. Noch 2019 sollen erste Maßnahmen umgesetzt werden. Ausgestattet sein soll es insgesamt mit 100 Millionen Euro. Davon sollen 25 Millionen Euro in Forschung und Monitoring fließen.

Das Programm muss allerdings mit dem Agrarministerium abgestimmt werden. Deshalb sehen einige Oppositionspolitiker für das Gesetzesvorhaben keine guten Chancen bzw. die Gefahr, dass die Pläne einem Kompromiss zum Opfer fallen werden, die keine deutlichen Änderungen mit sich bringen.…

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Neonicotinoide Verbot
16. März 2018

Neonicotinoide Verbot – Bundestag lehnt ...

Eine Mehrheit der Parteien im Bundestag hat einen Antrag der Grünen für ein Freilandverbot für Neonicotinoide abgelehnt. Die Bundesregierung will die neue Abstimmung in der EU abwarten.

Erst kürzlich hat die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa die Bienengefährlichkeit der drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam bestätigt. Noch im März wollen die EU-Mitgliedsländer eine Entscheidung über eine weitere Nutzung der Pestizide treffen – auch über ein Komplettverbot der Neonicotiniode wird diskutiert. Die Grünen im Bundestag haben nun versucht, schon jetzt eine nationale Lösung zu finden und einen Antrag in den Bundestag eingebracht für ein Freilandverbot für Neonicotinoide in Deutschland.

Diesen Antrag hat der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag nun jedoch am Mittwochvormittag abgelehnt. Eine Mehrheit der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, AfD und FDP hat gegen das Verbot gestimmt. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen waren dafür.

Neonicotinoide Verbot – Deutschland soll auf EU-Ebene für Freilandverbot stimmen

Mit dem Antrag hatten die Abgeordneten der Grünen die Bundesregierung aufgefordert, den Vorschlag der EU-Kommission für ein Verbots der Freilandanwendung von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam auf EU-Ebene zu unterstützen. Doch die Bundesregierung möchte lieber abwarten, wie die Abstimmung zwischen den EU-Mitgliedsländern abläuft und der Entscheidung nicht vorgreifen.

Die Union erklärte zwar, dass sie sich einem Freilandverbot nicht verschließen werde, wenn dieses durch EU-Vorgaben kommt.…

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