Schlagwort: Schwarmzeit

Bienenschwarm

Bienenschwarm: Zehn Fragen und Antworten

Wenn ein Bienenschwarm auszieht, ist das faszinierend anzusehen. Das Einfangen birgt allerdings auch Gefahren. Aber warum schwärmen Bienen überhaupt aus? Wann genau ist Schwarmzeit? Und wie und warum verhindern Imker das Schwärmen? Zehn Fragen und Antworten zum Bienenschwarm.

Was ist ein Bienenschwarm?

Wenn das Wetter passt, kann es sein, dass es in Gärten und Parks, auf Dächern und Balkonen, auf Streuobstwiesen und an Waldrändern im Mai und Juni vor allem in der Mittagszeit ordentlich brummt und summt. Dann ist die Luft plötzlich voller Bienen – erst weiter verstreut und dann als große Wolke gesammelt nahe eines Bienenstocks. Hier hat ein Bienenschwarm sein Ursprungsvolk verlassen. Das Volk hat sich geteilt, und der Schwarm ist mit seiner alten Königin ausgeschwärmt.

Ein Bienenschwarm ist die natürliche Form der Vermehrung von Honigbienenvölkern. Problematisch ist allerdings die Tatsache, dass viele Bienenschwärme auf eine Welt treffen, in der sie kaum neue Nistmöglichkeiten finden, wie Baumhöhlen oder Hohlräume in Gebäuden, in denen sie leben können. Zudem bedroht die Varroa ihr Überleben in freier Wildbahn.

Warum schwärmen Bienen?

Jetzt das Bienen-Journal lesen

DBJ Ausgabe 12/2022

Aktuelle Ausgabe

Weiterlesen >>
völkerführung schwarmzeit

Schwarmzeit im Mai – Das führt zu Schwar...

Im Mai kann die Sonne zwar schon sommerliche Temperaturen entwickeln, im Laufe des Monats müssen wir aber immer wieder kalte Tage, die „Eisheiligen“ genannt, hinnehmen. Die Bienen zeigen in diesem Monat, zu welchen enormen Leistungen sie bei guter Pflege in der Lage sind.

Da bei uns im Sauerland kaum intensive Landwirtschaft betrieben wird, ist der Tisch für die Bienen das ganze Jahr über reichlich gedeckt. Durch das gute Nektar- und Pollenangebot streben die Völker ihrem Entwicklungshöhepunkt entgegen. Wenn bei meinen Völkern die Tracht aus dem Löwenzahn und der Obstblüte in vollem Gange ist, müssen die Bienen die Möglichkeit haben, den eingetragenen Nektar abzulagern. Da inzwischen alle Völker auf zwei Brut- und einer oder zwei Honigraumzargen sitzen, gibt es hierfür genügend Platz. Nur in Ausnahmejahren kann es vorkommen, dass das Brutnest verhonigt.

So entsteht Schwarmstimmung

Die Legeleistung gesunder Königinnen ist enorm. Bis zu 2.000 Eier legen sie täglich, aus denen drei Wochen später Jungbienen schlüpfen. Nun wird der freie Platz im Volk schnell knapp. Immer mehr junge Pflegebienen stehen vor verdeckelten Brutzellen und werden ihren Futtersaft nicht mehr los. Aber auch die vielen Baubienen finden nach dem Ausbau der Mittelwände und des Baurahmens keine ausreichende Tätigkeit mehr. Das führt zur Schwarmstimmung. Greift der Imker nicht ein, zieht das Volk Jungköniginnen auf und schwärmt.…

Weiterlesen >>
völkerführung schwarmzeit

Völkerführung zur Schwarmzeit – Monat Ma...

„Ein Schwarm im Mai ein Fuder Heu. Kein Schwarm im Mai, der Fuder zwei!“ Die Völkerführung während der Schwarmzeit gehört zur hohen Schule der Bienenhaltung. Mit Maßnahmen zur Vorbeugung und Verhinderung will ich die Völker vom Schwärmen abhalten, und zwar ohne dass ihre Leistungsfähigkeit dadurch gemindert wird.

Um Schwärme zu verhindern, gibt es eine Vielzahl von Rezepten: Zwischenbodenableger, Brutdistanzierung, Doppelvolk-Betriebsweise in verschiedenen Varianten, die sogenannte Purzelbaum-Imkerei und diverse Schröpfungsmethoden (Saugling, Brutling, Treibling, Fegling, Flugling). Ich habe mich nach deren gründlicher Überprüfung dafür entschieden, einmal früh, das heißt gegen Ende April/Anfang Mai, und sanft – durch die Entnahme von ein oder zwei Brutbrettern mit ansitzenden Bienen – zu schröpfen.

Schwarmkontrolle alle sieben Tage

Während der Schwarmzeit von Ende April bis Anfang Juli führe ich konsequent alle sieben Tage Schwarmkontrollen durch. Dabei setze ich zwei Baurahmen zeitlich versetzt ein. Bei zwei von drei Schwarmkontrollen entnehme ich verdeckelte Drohnenbrut. Das wirkt schwarmvorbeugend und verlangsamt den Anstieg des Varroabefalls. Wer die Drohnenbrut nicht als Varroafalle nutzt, hat im Spätsommer mindestens doppelt so viele Milben und erntet weniger Wachs.

Die Wirtschaftsvölker kontrolliere ich im Mai und Juni regelmäßig alle sieben Tage auf Schwarmstimmung. Bei der Kippkontrolle kann ich von Larven besetzte Schwarmzellen sehr leicht erkennen. Mit einer Lesebrille auf der Nase und einer LED-Taschenlampe in der Hand bleiben auch bestiftete Weiselbecher nicht unentdeckt.…

Weiterlesen >>