Schlagwort: Wachsverfälschung

Analysezertifikate für Bienenwachs sagen nicht immer etwas über die Echtheit aus.
15. Januar 2021

Bienenwachs-Analyse: Was Zertifikate aus...

Wer Mittelwände kauft, erhält dabei immer häufiger auch ein Zertifikat über die Bienenwachs-Analyse, das die Echtheit belegen soll. Doch Vorsicht: Einige Zertifikate sind leere Werbeversprechen. Dabei spielt der Kohlenwasserstoffgehalt eine besondere Rolle. Doch was sagt dieser genau aus?

Jetzt das Bienen-Journal lesen

aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

Weiterlesen >>
Mittelwände
11. Oktober 2019

Wachspetition in nächster Runde

Der Petitionsausschuss des Bundestages hat beschlossen, die „Wachspetition“ von Imker Markus Gann an das Bundeslandwirtschaftsministerium zu überweisen.

Gann hatte die Petition bereits 2017 eingereicht. Er war von Mittelwänden betroffen, die mit Stearin verfälscht worden waren.

Wachspetition fordert gesetzliche Definition von Bienenwachs

Die Unterstützer der Petition fordern eine gesetzliche Definition von Bienenwachs. Die Bundesregierung hatte auf Anfrage des Ausschusses ausgeführt, dass zunächst die wissenschaftlichen und analytischen Grundlagen des Problems geklärt werden müssten, bevor gesetzliche Regelungen getroffen werden könnten.

Der Ausschuss hielt die Petition für geeignet, in die Anforderungen für die Forschungsmaßnahmen einbezogen zu werden.

spie

Weiterlesen >>
wachs kostenguenstig untersuchen lassen
26. März 2018

Wachs kostengünstig untersuchen lassen

Das Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf bietet ab April ein kostengünstiges Verfahren zur Wachsvoruntersuchung an.

Die Infrarotspektroskopie (IR) gilt als ein schnelles Verfahren für Qualitätsprüfungen mit einem weiten Einsatzbereich, unter anderem in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie der Forschung. Im Länderinstitut für Bienenkunde (LIB) kommt die IR bereits seit mehr als 15 Jahren in der Honiganalytik zur Anwendung.

Im November 2016 konnten wir durch Unterstützung des Landes Brandenburg mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ein neues IR-Gerät anschaffen, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Durch eine temperierbare Messeinheit ist es damit auch möglich, Wachsproben direkt zu untersuchen. Bei der IR sind weder eine zeitaufwendige Probenvorbereitung noch der Einsatz von Chemikalien erforderlich.

So läuft die Wachsvoruntersuchung ab

Dank finanzieller Unterstützung durch den Deutschen Imkerbund konnte im Sommer 2017 mit der Erarbeitung eines routinemäßigen Verfahrens zur Voruntersuchung von Wachsproben auf Verfälschungen am LIB begonnen werden. Dazu mussten zunächst umfangreiche Vorarbeiten zur Kalibrierung des Gerätes („Eichung für Wachs“) durchgeführt werden.

Bei der IR werden durch die Messung von Proben Spektren im Bereich des mittleren Infrarotlichtes erstellt und miteinander verglichen. Dazu wird eine repräsentative Menge Wachs geschmolzen, homogenisiert und anschließend in flüssigem Zustand analysiert. Der Vorgang wird für jede Probe fünfmal wiederholt.…

Weiterlesen >>
wachsproben zeigen rueckstaende
08. Februar 2018

Wachsproben zeigen Rückstände

Forscher von der Universität im italienischen Teramo haben Wachsproben untersucht und dabei verschiedenste Rückstände gefunden: synthetische Varroazide, Mittel aus der Landwirtschaft und sogar Insektizide wie DDT.

Lumiposa: Wie gefährlich ist es für Bienen?

In einer Untersuchung von 178 Wachsproben in Italien zeigte sich bei einer Bestimmungsgrenze von 0,01 mg/kg, dass 74 Prozent der Proben mit mindestens einem Wirkstoff belastet waren. Wie in früheren Studien aus anderen Ländern waren Rückstände aus synthetischen Varroaziden am häufigsten vertreten. Daneben zeigten sich Rückstände aus der Landwirtschaft – darunter auch Substanzen, die für Bienen giftig sind.

Rückstandsmengen aus der Landwirtschaft „vernachlässigbar“

Dennoch stufen die Forscher von der Universität in Teramo die Rückstandsmengen von Mitteln, die aktuell in der Landwirtschaft verwendet werden, als vernachlässigbar ein. Allerdings berichten sie auch über signifikante Rückstände von Insektiziden wie DDT, die in Europa schon seit Dekaden nicht mehr eingesetzt werden. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese durch den Import von Wachs aus Afrika in den Kreislauf gelangten, wo solche Mittel noch verwendet werden. Es sei ein großes Problem, diese Substanzen wieder aus dem Kreislauf zu entfernen.

Die Forscher fordern daher, zukünftig Qualitätsparameter für Bienenwachs in der Imkerei aufzustellen und dessen Qualität durch Kontrollen zu sichern. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Science of the Total Environment.…

Weiterlesen >>
wachsblöcke günstige wachsanalysen für imker
28. September 2017

Wachsanalyse – Künftig günstig für Imker...

Damit Imker künftig ihr Wachs kostengünstig kontrollieren lassen können, soll auf Initiative von Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.), am Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf eine entsprechende Möglichkeit eingerichtet werden.

Das Institut hat für andere Analysen eine Maschine zur Infrarotspektroskopie geschafft. Dieses Gerät kann auch für einfache und kostengünstige Wachsanalysen eingesetzt werden. Es benötigt jedoch eine Datenbank – eine sogenannte Bibliothek – und eine Kalibrierung mit den Substanzen, die zur Verfälschung eingesetzt werden. Das Erstellen dieser Bibliothek wird nun durch den D.I.B. mit 32.000 Euro gefördert.

„Das wird etwa ein Jahr in Anspruch nehmen“, berichtet Maske. „Die Imker sollen dann für rund 20 bis 30 Euro ihr Wachs untersuchen lassen können, wobei die Möglichkeit allen Imkern in Deutschland offenstehen soll.

Lesen Sie auch: Naturwabenbau Diese Vorteile bringt es mit sich

Durch kostengünstige Wachsanalyse Druck auf den Handel erhöhen

Es wäre eine erste Analyse. Fallen Verfälschungen auf, kann der Imker überlegen, ob er das Wachs für Kerzen verwendet oder ob er sich ein gerichtsfestes Gutachten für eine Klage einholt.“ Solche kostengünstigen Untersuchungen würden zum einen den Druck auf den Handel erhöhen, die Ware genauer zu überprüfen, denn im Verdachtsfall schrecken den Imker dann keine hohen Analysekosten mehr ab.

Zum anderen könnte dies auch die Abgabe von Wachs an Umarbeiter fördern, da die Imker nun ihrerseits die Qualität ihres Wachses leichter nachweisen können.…

Weiterlesen >>
mittelwände mit bienenwachs im test
18. August 2017

Mittelwände aus Bienenwachs oder doch Ve...

Das dbj hat in Deutschland angebotene Mittelwände untersuchen lassen. Doch wie erkennt man Verfälschungen und kann man Zertifikaten trauen? Antworten auf diese und andere Fragen zu den noch immer bestehenden Problemen beim Bienenwachseinkauf gibt es hier.

Redakteur Dr. Sebastian Spiewok hat sich mit den aktuellen Entwicklungen im Wachsskandal auseinandergesetzt, hat die Ergebnisse des dbj-Mittelwandtests zusammengefasst und erklärt hier in fünf Fragen und Antworten, was man beim Mittelwand-Einkauf beachten muss.

1. Im Mittelwandtest fanden sich Proben aus verfälschten Bienenwachs. Kann man solche Verfälschungen eventuell bereits beim Einkauf erkennen?

Nein. Man denkt da erst einmal an Farbe und Geruch, aber das Spektrum ist so weit, dass die Mittelwände aus versetztem Bienenwachs nicht weiter auffallen. Als Beispiel haben wir den Geruch angegeben. Die einen verfälschten Mittelwände rochen normal, die anderen empfand die Testperson als stinkend. Aber auch unter den unverfälschten Mittelwänden waren Proben dabei, die unangenehm rochen. Wirklich Sicherheit gibt einem nur eine Analyse. Auf Stearin im Wachs scheint noch der Thie-Test einen Hinweis zu geben.

2. Wie kann man dann sichergehen, Mittelwände aus gutem Bienenwachs einzukaufen?

Wer Qualitätsware möchte, muss auch entsprechende Produkte einkaufen. Wichtig ist jedoch, sich die Qualität nachweisen zu lassen. Das kann beispielsweise anhand eines Zertifikats geschehen. Viele Hersteller legen solche Zertifikate bereits bei.…

Weiterlesen >>
Süß- und Sauerkirsche © Bienen-Journal
25. Juli 2017

Stearin in Mittelwänden schädigt Bienenb...

Seit zwei Jahren bereiten mit Stearin versetzte Mittelwände Imkern in Deutschland und anderen Ländern Probleme. Nun zeigen Feldstudien in Belgien, dass Stearin alleine ausreicht, um die Bienenbrut zu schädigen.

Die Versuche wurden mit weitgehend rückstandsfreiem afrikanischen Wachs durchgeführt, das mit 15 bis 35 Prozent Stearin versetzt wurde. Schon bei 15 Prozent Stearinzusatz beobachteten die Forscher, dass im Schnitt die Hälfte der Brut abstarb. Sie vermuten zudem, dass eine Kombination von Stearin mit weiteren Rückständen, wie sie in manchen Mittelwänden vorkommen, zu noch höheren Verlusten führt.

Das dbj bereitet zurzeit mehrere Beiträge zum Thema Wachs vor. Lesen Sie hier: Wachsanalyse – Künftig günstig für Imker?

Weiterlesen >>
Projekt Deutschland summt
04. April 2017

Wachsskandal: Wie Sie die Qualität siche...

Die Honigproduktion stellt höchste Ansprüche an Qualität und Sicherheit der Geräte und Materialien, die in einer Imkerei zum Einsatz kommen. Leider werden die Versprechen der Hersteller und Anbieter jedoch nicht immer eingehalten und fehlerhafte Produkte ausgeliefert. Ein Beispiel hierfür sind die Mittelwände aus gestrecktem und teils hochgradig belastetem Wachs, die verschiedenen Imkereien zurzeit zu schaffen machen. Der Mangel wurde anfangs weder vom Handel noch von den Imkern bemerkt. In der Folge brachen Völker zusammen, und die Imker verloren ihre Honigernten.

Durch den Wachsskandal trat ein seit Langem bekanntes Problem erneut offen zutage: Für Bienenwachs gibt es im Imkereisektor keine gesetzliche Definition – ganz im Gegensatz zum Lebensmittel- und Pharmabereich. Zudem wurde deutlich, dass im Handel häufig wichtige Teile eines Qualitätsmanagements wie die Rückverfolgbarkeit einzelner Mittelwandchargen fehlen.

Seither fordern immer mehr Imker klare Vorgaben, Definitionen und Leitlinien für das Recyceln und Verarbeiten von Bienenwachs. Nur so kann für die Mittelwandimkerei eine gleichbleibende Wachsqualität gewährleistet werden, die die Basis für gesunde Völker bildet. Auch der Präsident des Deutschen Imkerbundes, Peter Maske, hat sich für ein Wachs-Qualitätsmanagement ausgesprochen.

Doch was kann und muss ein solches Qualitätsmanagement bei der Wachsverarbeitung überhaupt leisten? In welchen Fällen sollte es angewendet werden? Diesen Fragen möchten wir hier nachgehen und Vorschläge für ein entsprechendes Managementsystem unterbreiten.…

Weiterlesen >>
bienenwachs literaturliste

Unerforschtes Bienenwachs? Literaturlist...

Immer wieder heißt es, über Bienenwachs sei wenig bekannt. Die genaue Zusammensetzung sei nicht gut erforscht. Angesichts der Tatsache, dass Bienenwachs aus über 300 verschiedenen Substanzen bestehen soll, mag diese Darstellung vielleicht stimmen.

In Bezug auf die wesentlichen Bestandteile des Wachses, auf die es bei einer Wachsverfälschung ankommt, ist diese Aussage jedoch falsch. Hier ist Bienenwachs sehr gut erforscht. Um dies darzulegen, haben wir hier eine unvollständige Auflistung von wissenschaftlichen Publikationen über Bienenwachs zusammengestellt.

Bienenwachs ist gut definiert

Diese Publikationen zeigen, dass es eine gewisse Variabilität in der natürlichen Zusammensetzung des Bienenwachses gibt. Sie zeigen aber auch, dass sich diese Variabilität in Grenzen hält. Das gilt vor allem, wenn man nur Wachs europäischer Bienenrassen berücksichtigt. Dies wurde uns auch in Gesprächen mit Mitarbeitern von Analyselaboren bestätigt. Bienenwachs ist also entgegen landläufiger Aussagen relativ gut definiert.

Nach Ansicht eines von uns befragten Rechtsanwaltes sollten diese wissenschaftlichen Veröffentlichungen zudem ausreichen, um auch ohne bestehenden Standard als Kunde Mittelwände aus gepanschtem Wachs beanstanden zu können. Er verweist zudem darauf, dass es sich bei dem Bienenwachs, das für Herstellung von Mittelwänden verwendet wird, nach allgemeiner Auffassung um reines Bienenwachs handelt.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Beschaffenheit von Bienenwachs:

  • Aichholz and Lorbeer 1999, Investigation of combwax of honeybees with high-temperature gas chromatography and high-temperature gas chromatography– chemical ionization mass spectrometry I.

Weiterlesen >>
Bienenwabe wachsanalyse selbst in auftrag geben
31. Januar 2017

Wachsanalyse selbst in Auftrag geben

Imker, die sich Sorgen um die Qualität von zugekauftem Wachs machen, können dieses auf eigene Rechnung untersuchen lassen. Bayerischen Imkern bezahlt dies das Landwirtschaftsministerium.

Der Wachsskandal sorgt weiterhin für Unruhe bei all denjenigen, die keinen eigenen Wachskreislauf haben und so auf den Zukauf von Mittelwänden angewiesen sind. Vor allem diejenigen, die in den vergangenen Jahren Wachs gekauft haben, dessen Qualität sie nun möglicherweise anzweifeln, brauchen Klarheit, ob das Wachs rückstandsfrei ist oder nicht. Sicherheit geben Wachsanalysen, die man selbst in Auftrag gibt.

Wachsanalyse für bayerische Imker kostenlos

Imker aus ganz Deutschland können Ihr Wachs auf eigene Kosten in einer Reihe von Laboren untersuchen lassen, wobei es einige Unterschiede bei den Laboren gibt. So unterscheiden sich sowohl die Preise als auch das Dienstleistungsspektrum.

In Bayern gibt es für die Wachsanalysen nun eine Förderung durch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Dieses übernimmt seit dem 1. Januar 2017 für bayerische Imker die Kosten für die Untersuchungen hinsichtlich Beimischungen und Verfälschungen zu 100 Prozent. Weitere Infos dazu gibt der Tiergesundheitsdienst Bayern unter tgd-bayern.de.

Hier eine Auswahl von Laboren, bei denen Imker Wachsanalysen machen lassen können:

Weiterlesen >>
Mittelwände verfälschtes wachs anzeige erstatten
21. Januar 2017

Verfälschtes Wachs: So erstatten Sie Anz...

Wer Mittelwände aus gepanschtem Bienenwachs gekauft hat, kann Anzeige gegen den Hersteller erstatten. Doch wie läuft das in der Praxis ab?

Die Redaktion des Deutschen Bienen-Journals erreichte folgende Leserfrage. Hermann Auffenberg, Obmann für Rechtsangelegenheiten im Landesverband Westfälische und Lippische Imker e. V., beantwortet sie.

B. A. aus Bayern: Ich bin von Mittelwänden aus gepanschtem Bienenwachs betroffen. Zurzeit wird von verschiedenen Seiten her dazu geraten, gegen den Hersteller Anzeige zu erstatten. Ich weiß von anderen betroffenen Imkern, die keine Anzeige erstatten wollen, weil sie Kosten und anderes Ungemach fürchten. Da ich so etwas noch nie gemacht habe, habe ich ein paar grundlegende Fragen: Benötigt man einen Anwalt, wenn man einen Hersteller bei der Polizei anzeigen will und es nur darum geht, dass der Staat ihm das Handwerk legt? Wenn ja, mit welchen Kosten muss man rechnen, wenn man keine Rechtsschutzversicherung hat? Worauf sollte man bei solch einer Anzeige achten?

Bienen vergiftet: Obstbauer muss ins Gefängnis

Anzeige gegen Wachsfälscher: Das ist zu beachten

Antwort: Beim Verdacht des Vorliegens einer Straftat kann der Geschädigte selbst bei der örtlichen Polizei oder der örtlichen Staatsanwaltschaft schriftlich eine Strafanzeige machen und einen Strafantrag wegen aller möglichen in Betracht kommenden Delikte stellen. Hierzu benötigt er keinen Rechtsanwalt und es entstehen ihm auch keine Kosten, sodass bei unserer Rechtsschutzversicherung nicht um Kostenschutzzusage nachgefragt werden muss.…

Weiterlesen >>
Projekt Deutschland summt
12. Dezember 2016

Wachsskandal: Was Imker jetzt tun können

Die aktuellen Fälle von verfälschtem Bienenwachs machen vielen Imkern Sorgen. Mehrere Tonnen der Mittelwände sind im Umlauf, die Bienen schaden können. Dbj-Redakteur Dr. Sebastian Spiewok erklärt die Lage und was jetzt zu tun ist.

1. Wie sieht die aktuelle Situation aus?

Spiewok: Wie im Dezemberheft bereits berichtet, ermitteln Staatsanwaltschaften zurzeit gegen zwei Mittelwandhersteller in Deutschland. Möglicherweise gibt es weitere mutmaßliche Quellen von mangelhaften Mittelwänden, aber da ist die bisherige Informationslage eher dünn. Inzwischen liegt eine Rückstandsanalyse der Mittelwände von Markus Gann vor. Die gefundenen Rückstände sind wahrscheinlich die Ursache für das Absterben der Brut. Allerdings wurden die Auswirkungen solcher Rückstände auf die Bienen nie eingehender untersucht, sodass genaue Aussagen schwierig sind.

2. Woher stammt das verfälschte Wachs, und was kann jetzt gegen die Fälschungen getan werden?

Spiewok: Das Wachs, das mit Stearin gestreckt wurde, stammt wahrscheinlich aus China. Die Herkunft des Wachses, das mit Paraffin verfälscht wurde, ist nicht bekannt. Manch einer denkt, dass man erst die genaue Herkunft wissen müsse, um etwas tun zu können. Das sehe ich nicht so. Man wird eh nie etwas gegen Panscher ausrichten können, die in China sitzen. Wichtig ist, dass sich hier in Deutschland oder in der EU etwas tut, um zukünftig die Gefahr, dass solche Fälle auftreten, einzuschränken und geschädigten Imkern dann einen sicheren rechtlichen Rahmen zu geben.…

Weiterlesen >>

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Mit unserem Newsletter sind Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Gratis Checkliste

In unserer Checkliste zum Herunterladen erfahren Sie, was aktuell zu beachten und tun ist, übersichtlich und strukturiert gefüllt mit Fachinformationen und -hintergründe.

Fachinformationen

Mit dem Bienen-Journal bleiben Sie immer auf dem neusten Stand. Auch Imker mit langjähriger Berufserfahrung kommen auf Ihre Kosten.

Grundlagen

Wichtig für uns ist es, neben den Fachinformationen, Grundlagen zu vermitteln, die für die Imkerei von essenzieller Bedeutung sind.

Abonnieren →
wachsskandal-aktuelle-lage

Unklar wie Wachs: Wachsskandal aktuelle ...

Die aktuellen Probleme mit verunreinigten Mittelwänden haben zu einer großen Verunsicherung unter den Imkern geführt. Wir wollen helfen, einige Fragen zu klären.

Wie sieht die aktuelle Lage aus?

Es gibt zurzeit unterschiedliche Fälle von gestrecktem Bienenwachs in Deutschland. Unseren Recherchen zufolge waren oder sind Mittelwände im Umlauf, die rund 25 % Stearin enthalten. Die Bienen sollen diese Mittelwände, soweit es geht, meiden. Brüten sie darauf, sollen in manchen Fällen bis zu 90 % der Larven absterben, wodurch sich die Völker nicht entwickeln. Zudem sind die Waben instabil. Mindestens eine Lieferung war zusätzlich stark mit Pestiziden belastet. Ein Hersteller dieser Mittelwände wird zudem beschuldigt, bei der Umarbeitung von Eigenwachs das gelieferte Wachs mit Fremdwachs vermischt zu haben. Zum anderen waren oder sind Mittelwände im Handel, die rund 90 % Paraffin enthalten. Diese Waben sollen sehr instabil sein und im Honigraum zusammenbrechen. Die Bienen sollen auf den Mittelwänden nur ungern brüten.

Welche Hersteller sind betroffen?

Die Staatsanwaltschaften ermitteln in Deutschland zurzeit in zwei Fällen. Es ist nicht auszuschließen, dass es noch andere mutmaßliche Quellen gibt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurden inzwischen sieben Strafanzeigen gegen die Firma Gold Imkerei in Aulendorf gestellt. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen bestätigte zudem ein Verfahren gegen die Firma Dehner Bienen, ansässig in Blaufelden-Billingsbach.…

Weiterlesen >>
Pop Up Jubiläumsangebote

BJ Pop Up App