6 Tipps fürs Bienen Füttern

24. Juli 2019

Das Einfüttern der Bienen nach der letzten Honigernte des Jahres steht in diesem Jahr sehr früh an. Was man dabei beachten sollte, um Räuberei zu vermeiden und die Mengen richtig einzuschätzen, zeigen diese sechs Tipps.

1. Tageszeit: Füttern Sie immer abends. Warten Sie bis es am Flugloch ruhiger wird, so kann Räuberei verhindert werden. Arbeiten Sie, ohne zu kleckern, und spülen Sie Tropfen mit einer Gießkanne weg.

2. Zeitpunkt: Bei Wirtschaftsvölkern sollten Sie mit der Einfütterung zwei Wochen nach dem letzten Trachtende beginnen, in vielen Gebieten ist das Ende Juli. Es folgen die Varroabehandlung und danach die größere Portion Futter, etwa Mitte September, spätestens im Oktober. Optimal sind Temperaturen von 15-20 °C. Ableger werden später gefüttert, da sie länger brüten und das Brutnest bei zu früher Fütterung mit Vorräten einengen.

3. Behälter: Verwenden Sie geeignete Futterbehälter und Schwimmhilfen. Solange es warm genug ist, nehmen Bienen das Futter aus aufgesetzten Futterzargen ab. Bieten Sie den Bienen immer kleine Stege an, von denen aus sie das Futter erreichen können. Das können Tannenzapfen oder Korken sein, noch besser sind Zweige und Blätter, die bis auf den Grund des Futterbehälters reichen.

4. Menge:Planen Sie großzügig – ein Wirtschaftsvolk sollte wenigstens 20 bis 23 kg Futter haben, ein Ableger braucht etwa 15 kg.

5. Vorhandene Honigvorräte: Berechnen Sie ein, was das Volk schon auf Lager hat: Wiegen Sie eine leere Beute mit allen Kleinteilen und rechnen Sie drei Kilogramm für Wachs, Brut und Bienen hinzu. Nun wiegen Sie Ihre Beuten mithilfe einer Zugwaage: Die Differenz ist der im Volk vorhandene Futtervorrat. Alternativ arbeiten Sie nach der Liebefelder Schätzmethode: Ein gefülltes Achtel einer Wabe im Deutsch Normalmaß wiegt 111 g, bei Zander 125 g und bei Dadant 176 g.

6. Der Standort:Lernen Sie, Ihren Standort einzuschätzen. Füttern Sie anfangs etwas mehr, notieren Sie, wie viel Sie pro Volk gefüttert haben und was im Frühjahr übrig bleibt. So entwickeln Sie über die Jahre ein besseres Gefühl für die benötigten Mengen.

Lesen Sie hier, was Sie in der aktuellen Ausgabe des Bienenjournal-Hefts erwartet:

» Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

TOP-THEMEN im Juli-Heft

1. Der Bienengarten im Kloster

Pater Kilian hat als passionierter Pflanzensammler und Imker im Kloster Gerleve ein irdisches Paradies für Mensch und Tier geschaffen. Für die Bienen pflanzt er neben heimischen Pflanzen auch Exoten in seinen Garten – aber nicht wahllos. Eine Reportage.

2. Inflation und Imkerei

Die Inflationsrate liegt auf Rekordniveau. Wer Bienen hält, ist sogar noch stärker betroffen, da die Kosten für manche Verbrauchsgüter und Ausrüstungsgegenstände überproportional steigen. Lesen Sie hier, in welchen Produktgruppen man mit besonders stark erhöhten Preisen rechnen muss.

3. Chronische Bienenparalyse

Das Chronische-Bienenparalyse-Virus trat 2019 und 2020 vermehrt auf. Im vergangenen Jahr erwischte es die Völker des Brandenburger Imkers Ralf Matulat: eine verzweifelte Situation, auch weil Informationen zum Umgang mit der Krankheit rar sind. Im DBJ beschreibt er seine Erfahrung, um den Austausch über CBPV zu fördern.

4. Räuberei

An manchen Ihrer Völker herrscht plötzlich ein hektischer Flugbetrieb? Dann haben Sie es womöglich mit Räuberei zu tun. Wir geben Tipps zur Vorbeugung und Behandlung des Problems.

Neugierig geworden? Hier einen Blick ins Heft werfen


Themen:
Pop Up Jubiläumsangebote

BJ Pop Up App