Verlagsbienen: Durchsicht und Wabentausch

08. Juni 2020

An diesem Freitag hatten wir zunächst die Befürchtung, es würde zu kalt und windig sein, um nach unseren Bienen zu schauen. Glücklicherweise kam am frühen Nachmittag doch noch die Sonne raus und die Temperaturen stiegen auf knapp 16 °C. Leider frischte auch der Wind etwas auf. Die Durchsicht gestalteten wir daher so langsam wie nötig und so schnell wie möglich. Auch dieses Mal hielt sich die Schwarmstimmung unserer Immen in Grenzen.

Ausgabe 10/2021

DBJ_10_2021

Top-Themen:

  • Tierwohl in der Imkerei
  • Melezitosehonig
  • Verdampfer statt Smoker?
  • Vertriebene Honigjäger

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Leider mussten wir feststellen, dass Volk B bedenklich wenig Futter hatte. Zwar gab es keine Anzeichen, dass eine erneute Räuberei stattgefunden hatte, aber das Volk verbrauchte seinen Honig fast so schnell, wie sie ihn eintrugen. Um Volk B zu unterstützen haben wir daher zwei Futterwaben aus unserem starken Volk E eingehängt. Diese wurden durch zwei Leerwaben ersetzt – so ist auch gleich wieder Platz für neue Brut und das dämpft die Schwarmstimmung.

Hoffen wir einmal, dass Volk B nicht wieder von den Nachbarn geplündert wird. Sollten wir nächste Woche wieder angefressenen Wabenzellen und leere Waben in Volk B finden, dann müssen wir die Beute umstellen.

Verlagsbienen Durchsicht und Verstärken des Ablegers

Schwühlwarm, Gewitterwarnung und windig: Das denkbar schlechteste Wetter, um nach sieben Tagen wieder nach den Bienen zu schauen. Unsere sonst so entspannten Immen versuchten uns mit energischen Kopfstößen von der Durchsicht abzubringen. Zunächst schauten wir nach unserem Ableger (Volk C), um sicher zu sein, dass er die regnerischen und kühleren Tage gut überstanden hatte. Soweit schien alles in Ordnung, allerdings fanden wir keine neue Brut.

Durchsicht bei den Verlagsbienen.
Durchsicht bei den Verlagsbienen: Eine Brutwabe mit Weiselzellen haben wir entdeckt. Foto: Franziska Weber

Im gut entwickelten Stockwaagenvolk A fanden wir auf zwei Waben erstaunlich viele Weiselzellen. Mit diesen verstärkten wir unseren Ableger und hoffen, dass er es diesmal mit der Königin funktioniert. Sowohl Volk A als auch Volk B haben begonnen, den Honigraum zu füllen. Allerdings wird Volk B die vergangenen Räubereien dieses Jahr vermutlich nur schwer aufholen können.

Auch Volk D und E machen sich prächtig. Den Honigraum unseres Dadant-Volkes (E) mussten wir schon zu zweit wieder auf den Brutraum heben – so schwer ist er schon. Bei allen unseren diesjährigen Wirtschaftsvölkern mussten wie einige Spielnäpfchen entfernen.

Glücklicherweise neigt sich die Schwarmzeit bald dem Ende.

Bzzz zum nächsten Mal.

Franziska Weber

Durchsicht bei den Verlagsbienen.
Bei der Durchsicht im Mai packten wir Waben mit Weiselzellen in einen Ableger. Foto: Franziska Weber

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