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Asiatische Hornisse in Deutschland

15.09.2014

© Eva Arnold

Erste Bilder von Vespa velutina in Deutschland

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist zum ersten Mal in Deutschland gesichtet worden. Die Biologin Eva Arnold hat in ihrem Dahliengarten in Waghäusel bei Karlsruhe die ersten Bilder der Hornissenart gemacht. Die ersten Bilder lassen keinen Zweifel daran, dass es der rund 2 cm großen, dunklen Hornissenart geglückt ist, sich weiter auszubreiten. Um 2004 wurde die Hornisse im 1.000 km entfernten Bordeaux eingeschleppt. Von dort aus verbreitete sie sich rasant. Bald darauf fand man sie auch in Spanien. 2011 wurde sie in Belgien gesichtet. 2013 überquerte sie die Grenze zu Italien und nun bekommt auch Deutschlands bisher einzige Hornissenart Konkurrenz.

Die Asiatische Hornisse ähnelt unserer heimischen Hornisse insofern, dass auch sie langlebige Völker aufbaut, die bis in den Spätherbst aktiv sind. Mit 1.000 bis über 2.000 Tieren sind sie jedoch wesentlich stärker. Im Gegensatz zur heimischen Hornisse baut die Neubürgerin ihre bis 80 cm langen Nester vornehmlich freihängend in Baumwipfel in über 10 m Höhe.

Imker fürchten, dass die gewandte Jägerin Bienenstöcke schädigen kann. In Frankreich beklagen Imker solche Verluste, wenngleich Fachleute bezweifeln, dass diese Verluste wirklich allein der Bejagung durch diese Art zuzuschieben sind. So werden nun die deutschen Imker sich bald selbst ein Bild davon machen können, ob die eingeschleppte Art tatsächlich ein Problem für Bienenvölker ist. Hornissenschützer fürchten hingegen eher um die seit 1987 besonders geschützte heimische Hornisse, die dieser invasiven Konkurrenz zum ersten Mal begegnen wird.

Dr. Melanie von Orlow

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