Schlagwort: Winterbehandlung

Bienen im Winter

Was machen Bienen im Winter?

Honigbienen verbringen den Winter in der Winterruhe. Sie schlafen nicht. Sie haben jede Menge damit zu tun, die Temperatur im Bienenstock und vor allem rund um die Bienenkönigin zu halten. Doch wie gelingt das? Und was machen Bienen im Winter sonst noch so?

Sind die Temperaturen außerhalb des Bienenstocks einmal unter 10 Grad Celsius gefallen, bleiben die Bienen zuhause. Nur noch einzelne fliegen aus, wenn es das Wetter zulässt. Die Bienen sitzen nun in einer Wintertraube um die Bienenkönigin herum. Das Bienenvolk umfasst nun nur noch rund 10.000 Bienen – im Sommer können es sechs bis sieben Mal mehr Individuen je Volk sein.

Bienen im Winter: Was genau ist die Wintertraube?

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Winterbehandlung der Verlagsbienen

Verlagsbienen bekommen Winterbehandlung

Der wohlverdiente Weihnachtsurlaub der Redaktion rückt näher. Aber einen letzten Termin galt es an den Verlagsbienen noch wahrzunehmen: die Winterbehandlung mit Oxalsäure.

Noch zehn Tage bis Heiligabend und zwei Tage bis zum neuen Corona-Lockdown, aber wirklich kalt war es bisher nicht. Doch gab es schon ein paar knackig kalte Frostnächte, sodass wir davon ausgehen konnten, dass unsere Verlagsbienen brutfrei sind. Trotz Plusgraden und Sonnenschein waren vor unserer Webcam keine fliegenden Bienen zu sehen. Und tatsächlich hatten sich die Bienen aller Völker dicht zur Wintertraube zusammengezogen, wie wir später beim Öffnen feststellten.

Herstellung der Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5%

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Winterbehandlung der Bienen

So klappt die Winterbehandlung der Biene...

Um die Vermehrung der Varroamilben im Bienenstock zu stoppen, brauchen die Bienen eine Winterbehandlung – klassischerweise mit Oxalsäure. Doch diese wirkt nur im brutfreien Zustand. Ein Problem in milden Wintern. Was jetzt wichtig ist und wie sich Imker vorbereiten.

Die vergangenen Winter haben schon gezeigt, dass milde Temperaturen Bienenvölker dazu anregen, nicht aus der Brut zu gehen. Die Bienenkönigin legt fleißig weiter Eier. Doch mit den Bienen vermehren sich auch die Varroamilben weiter – mit jedem Brutzyklus findet in etwa eine Verdoppelung statt. Die Folge: Mit dem Wachstum der Milbenzahl wächst auch das Risiko, dass diese Krankheitserreger auf die Bienen übertragen. Die Virenlast steigt an und gefährdet das Überleben der Bienenvölker.

Zu viele Varroamilben: Winterbehandlung der Bienen nötig

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Oxalsäurebehandlung im Winter

Oxalsäurebehandlung im Winter

Bevor sich die Redaktion in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verabschieden konnte, stand noch ein letzter Termin in unserem Imkerkalender für die Verlagsbienen: die Oxalsäurebehandlung im Winter.

Das Wetter war ungünstig oder, um ehrlich zu sein, es hätte kaum schlechter sein können. Mit etwa 10 °C viel zu warm. Windig war es außerdem. Ausgerechnet als wir um kurz nach eins mit der Oxalsäurebehandlung beginnen wollten, kam auch noch die Sonne raus. Ein Blick auf die Webcambilder zeigte allerdings: Die Bienen fliegen nicht. Was blieb uns also übrig, wir mussten es wagen.

Oxalsäurebehandlung im Winter: Herstellung der Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5%

Zunächst mussten wir die circa 300 g Zucker (Saccharose) in der Oxalsäuredihydrat-Lösung auflösen. Wir erwärmten die Mischung im Wasserbad in unserer Verlagsküche. Gelegentliches Schütteln half den Zucker zu verteilen. Da wir mit der Aktion zur Mittagszeit begonnen hatten, gab es natürlich hin und wieder die Zwischenfrage von Kollegen, was wir uns denn da Gutes zum Essen mitgebracht hätten.

Kennen Sie noch den Spruch aus dem Chemieunterricht: „Erst das Wasser dann die Säure …“?

Oxalsäure träufeln gegen die Milbe

Um zu verhindern, dass eine mögliche Unruhe im Bienenvolk bei der Oxalsäurebehandlung von einem Volk auf den direkten Nachbarn übergreift, planten wir die Behandlung wie folgt: Beginnen wollten wir mit Volk A auf dem Waagstock.…

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Oxalsäure Apothekenpflichtig
27. September 2018

Oxalsäure apothekenpflichtig oder nicht?

Bestimmte Tierarzneimittel zur Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe, die Oxalsäure oder Thymol enthalten, sind zukünftig nicht mehr apothekenpflichtig.

Die Zulassungsinhaber von API Life Var und Oxuvar 5,7 % haben jeweils einen Antrag auf Entlassung aus der Apothekenpflicht für ihre Präparate zur Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe gestellt und damit eine Änderung der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel gefordert. Konkret geht es sowohl um die Entlassung von

  • Thymol in Fertigarzneimitteln auch in Kombination mit Eukalyptusöl, Campher und Menthol sowie um
  • Oxalsäure bis 5,7 %, also auch für Oxalsäure 3,5% ad us. vet.

Am 21. September hat nun auch der Bundesrat diesen Anträgen zugestimmt, da kein zusätzlicher Schutz für den Anwender und die korrekte Anwendung durch die Apothekenpflicht gesehen wird. Es war der finale politische Akt im Gesetzgebungsverfahren zur Änderung der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel. Die geänderte Verordnung gilt direkt mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

Mit der Entlassung aus der Apothekenpflicht ist der Handel mit den entsprechenden Tierarzneimittel auch außerhalb von Apotheken erlaubt. Nach Angaben des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wäre damit prinzipiell der Vertrieb über den Bienenfachhandel möglich.

Oxalsäure apothekenpflichtig? Das ändert sich für Imker

Viel mehr als der Bezugsort wird sich für Imker allerdings nicht ändern.…

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Wintertraube: Winterbehandlung für Bienen

Winterbehandlung für alle Bienenvölker

Viele Varroa-Milben: Das Bieneninstitut in Celle rät dazu, in diesem Jahr bei allen Bienenvölkern eine Restentmilbung einzuplanen.

Die Temperaturen schwanken noch sehr und immer wieder gibt es ein paar wärmere Tage. Doch umso näher wir den Weihnachtsfeiertagen rücken, umso kälter wird es wohl. Das zeigen zumindest aktuell die Langzeitprognosen. Bis Sylvester könnten die Temperaturen wieder unter dem Gefrierpunkt liegen werden, meldet das Laves Institut für Bienenkunde in Celle und gibt den Tipp, dass Imker diese Tage für die Winterbehandlung der Bienen nutzen sollten.

So sind die meisten Bienenvölker wohl schon jetzt aus der Brut gegangen. Doch wenn die Bienen in den frühen Morgenstunden in ihrer Wintertraube eng zusammensitzen, sei die Wirksamkeit der Oxalsäure bei der Restentmilbung am besten. „Das erhöht den Varroa-Bekämpfungserfolg“, schreibt das Institut in einer aktuellen Mitteilung zur Winterbehandlung und weist zugleich darauf hin, dass die Milbenbelastung in diesem Jahr nicht unterschätzt werden dürfe.

Oxalsäure nur einmal anwenden

„Wir empfehlen ausnahmsweise in diesem Jahr alle Völker zu behandeln“, heißt es deshalb in der Mitteilung. Die Bienenforscher geben den Tipp aufgrund einer sehr „heterogenen Varroa-Befallssituation“. Sie weichen damit bewusst vom sogenannten Schadschwellenprinzip ab, das eigentlich die Befallskontrolle eines jeden Volkes voraussetzt. Sie warnen jedoch auch davor, aufgrund der starken Varroa-Belastung, auf die Idee zu kommen, die Bienen mehrfach mit Oxalsäure zu behandeln.…

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varroen dezimierung

Letzte Varroen Dezimierung im Dezember

Im Frühwinter steht die Restentmilbung an. Der Behandlungstermin richtet sich nach dem Witterungsverlauf im November und Dezember. Er wird etwa drei Wochen nach der ersten Kälteperiode mit frostig-kalten Nächten unter Beachtung der kurzfristigen Wetterprognose festgelegt. Vor der Behandlung führe ich eine Gemülldiagnose zur Abschätzung des Befallsgrades durch. Dazu werden die Windeln sieben oder auch zweimal sieben Tage eingeschoben.

Milbenbefall: Behandeln oder nicht?

Das Ergebnis bestimmt, ob eine Behandlung durchgeführt wird. Wenn in sieben Tagen keine Milbe abfällt, behandle ich das betreffende Volk nicht. Bei den behandelten Völkern wird der ausgelöste Milbenfall über einen Zeitraum von mindestens einer Woche erfasst, um ihn dann mit dem natürlichen Milbenfall vor der Behandlung zu vergleichen. Es besteht immer ein enger Zusammenhang.

Der Umrechnungsfaktor liegt bei 500. Daraus kann abgeleitet werden, dass im Winter etwa 20 Prozent der Milben eines Volkes eines natürlichen Todes sterben. Ähnlich hoch liegt der natürliche Bienenabgang eines gesunden Volkes während des Winters.

Varroen Dezimierung: Restentmilbung notwendig

Die nach dem Konzept „Teilen und behandeln“ geführten Völker sind nach ihrer Wiedervereinigung im Oktober in der Regel die stärksten Völker und weisen den höchsten Varroabefall auf. Bei ihnen ist die Restentmilbung unbedingt notwendig.

Wenn es nur nachts kalt ist, behandle ich die Völker frühmorgens.…

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Monatshinweise Dezember Schnee

Dezember – Nach dem Rechten schauen

Im Oktober schleuderten wir den letzten Honig, im November wurde er abgefüllt, im Dezember verkauft. Immer wieder stellt sich dabei heraus, dass das eine oder andere Bienenprodukt überraschenderweise zum Renner wird.

Dann muss zwischen den Märkten, die wir nur am Wochenende besuchen, abgefüllt werden. Da wir in der Imkerei wenig Platz haben, steht unser Honig in einem gemieteten Lager. Auf dem Weg dorthin besuche ich meine Bienenstände und schaue im Dezember nach dem Rechten:

  • Sitzen alle Deckel noch gut?
  • Liegen auffällig viele tote Bienen vor den Beuten?
  • Haben Spechte, Mäuse oder andere Bienenschädlinge zugeschlagen?

In der Regel ist an den Bienen alles in Ordnung, doch oft finde ich noch etwas, das ich aufräumen oder in Ordnung bringen könnte. Hier steht noch ein Eimer mit Abfällen, dort liegt eine zerrissene Folie. Die Absperrgitter aus Kunststoff lassen sich jetzt gut von Wachsbrücken reinigen, indem immer zwei gegeneinander geklatscht werden. Da spritzen die Wachsbrocken nur so durch die Luft! Ansonsten herrscht Ruhe an den Bienenständen.

Winterbehandlung mit Oxalsäure

Nach den Frösten im November sind die Bienen im Dezember brutfrei. Immer am dritten Adventswochenende behandle ich meine Völker mit 3,5-prozentiger Oxalsäure. Die dünne Säure spritze ich mit einer Schwanenhalsflasche in die mit Bienen besetzten Wabengassen.…

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Monatshinweise Dezember Winterbehandlung

Dezember – Winterbehandlung und Weihnach...

Die Winterbehandlung mit Oxalsäure findet im Advent ihren optimalen Zeitpunkt. Wahrscheinlich sind die Völker jetzt brutfrei. Wo mir zu viele Milben unten auf dem Schieber liegen, träufele ich vorsichtshalber. Immerhin trifft diese Behandlung den Bien nicht in voller Aktion, sondern zur Zeit seiner geringsten Lebensaktivität. Vielleicht gewinne ich demnächst den Mut, auch auf Oxalsäure zu verzichten.

Das Gesundheitszeugnis wird im Landkreis Lüneburg fast ausschließlich auf der Basis von Futterkranzproben angefordert. Nur das ist aussagekräftig. Für mein Zeugnis beprobe ich im Advent. Auch beim Bienenkauf muss immer ein Gesundheitszeugnis dabei sein!

Die Amerikanische Faulbrut
sind wir im Landkreis Lüneburg seit Jahren los. Engmaschige Beprobungen waren dafür die Voraussetzung, vor allem aber die kompetent durchgeführte Kunstschwarm-Sanierung als Mittel der Wahl bei allen Völkern, die noch zu retten sind. Wo die Faulbrutvölker von Amts wegen abgeschwefelt werden müssen, da bevorzugen viele Imker das Verschweigen und Verbergen.

Winterverluste kann man im Dezember schon erkennen. Meine Erfahrung lautet: Ein Volk, das im Advent noch da ist, lebt auch noch im April. Habe ich mehrere Schwächlinge, die nur auf drei Waben sitzen, dann lege ich sie jetzt zusammen. Dabei ist die Störung, einschließlich eines Transportes von einem Stand zum anderen, in Kauf zu nehmen. Das zusammengelegte Volk aber hat seine Aktennotiz weg.…

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