Autor: Jana Woerrle

Blüht die Salweide, ist es Zeit, die Bienenvölker zu erweitern

Imkern im März: So kann man Bienenvölker...

Ab März geht die Bienensaison endlich wieder los. Die ersten umfangreichen Arbeiten an den Völker stehen an. Dazu gehört es auch, die Bienenvölker zu erweitern.

Ich erweitere meine Völker schon vor Beginn der Salweidenblüte mit einer zweiten Brutzarge. Jetzt benötigen sie den Platz zwar noch nicht, aber so ist er verfügbar, sobald sie ihn brauchen, und es schadet ihnen auch nicht. Die schwächeren Völker, die nur auf vier bis fünf Waben sitzen, werden nach unten erweitert, alle stärkeren Völker nach oben.

Mit der Erweiterung nach unten vermeide ich das Verhonigen des zweiten Brutraumes im späteren Verlauf des Jahres. Erfahrungsgemäß entwickeln sich die schwachen Völker in den Wochen bis zur Kirschblüte nicht schnell genug und besetzen einen oben aufgesetzten Brutraum nur mäßig. Den freien Platz nutzen sie dann aber für die Einlagerung von Honig, engen sich damit den Brutbereich ein und geraten schnell in Schwarmstimmung.

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Herzaktion des DBIB für heimischen Honig.
14. Februar 2024

Herzaktion für den heimischen Honig

Mit einem herzförmigen Hinweis, den Imker aufs Honigglas kleben, am Autofenster, Marktstand oder einfach als Button an der Kleidung befestigen können, möchte der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) auf seinen Einsatz für eine Volldeklaration der Herkunftsländer samt Prozentangaben auf dem Honigetikett hinweisen. Zur bundesweiten Herzaktion gehört auch eine Unterschriftensammlung.

Nachdem sich die EU-Politik für die Angabe aller Herkunftsländer samt Prozentangaben auf dem Honigetikett ausgesprochen hat, geht die Diskussion dennoch weiter. Denn ein Mitgliedstaat kann auch erlauben, dass die Prozentangaben nur von den vier Hauptanteilen aufgeführt sein müssen, sofern diese zusammen mehr als 50 Prozent ausmachen. Was Deutschland dazu festlegt, steht noch nicht fest. Der Deutsche Imkerbund hatte bereits gefordert, dass Deutschland diese Option nicht ziehen solle.

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Drüsiges Springkraut
14. Februar 2024

Artensterben: Verschleppte Arten haben F...

Weltweit werden jedes Jahr im Schnitt rund 200 Tier- und Pflanzenarten dorthin verschleppt, wo sie nicht heimisch sind. Ein Bericht des UN-Weltrats zeigt, dass dies Ökosysteme verändert.

Die europäische Imkerei kennt Probleme mit eingeschleppten invasiven Arten zur Genüge. Varroa destructor, Nosema ceranae und seit einigen Jahren auch die asiatische Hornisse Vespa velutina haben die Bienenhaltung deutlich erschwert. Varroa hat zudem die natürliche Honigbienen-Population ausgerottet, und auch Vespa velutina weist das Potenzial auf, Ökosysteme zu stören. Inzwischen rückt zudem mit Tropilaelaps eine weitere schädliche Milbe von Osten her näher.

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Wildbienen per App bestimmen

Wildbienen per App bestimmen: So geht`s

Wer hat nicht schon eine Wildbiene im Garten oder bei einem Spaziergang entdeckt, sich gefragt, was das wohl für eine Art sei, und sich gewünscht, sie gleich vor Ort bestimmen zu können? Bei Pflanzen funktioniert die Bestimmung mithilfe von Apps mittlerweile sehr gut. Doch wie sieht es mit entsprechenden Anwendungen für Wildbienen aus? Wir stellen drei Apps vor.

Gleich vorweg: Wildbienenarten sind selbst von Experten nicht leicht zu bestimmen. Der Wildbienen-Fachmann Dr. Christian Schmid-Egger erklärt: „Viele Identifikationsmerkmale bei Bienen sind sehr subtil und nur bei hoher Vergrößerung und optimaler Ausleuchtung unter einem Binokular erkennbar oder – wie bei männlichen Genitalien – bei lebenden Tieren gar nicht sichtbar.“ Apps zur Bestimmung von Pflanzen haben es da leichter, denn Blüten und Blätter sind deutlich größer als – zum Beispiel – Bienenbeine und bewegen sich nicht so schnell.

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Cupcakes mit Honig

Bunte Cupcakes mit Honig

Cupcakes – Muffins mit einem dicken Topping aus Frischkäse und essbarer Deko – werden vor allem auf Partys gerne gegessen. Unsere Cupcakes mit Honig haben einen ganz besonderen Geschmack. In unserem Rezept zeigen wir Ihnen, wie die bunten Faschings-Cupcakes gelingen.

In Sachen Deko sind bei der Zubereitung dieser Cupcakes keine Grenzen gesetzt. So können Sie das Topping zum Beispiel mit Kokosraspeln bestreuen, die Sie vorher mit Lebensmittelfarbe bunt eingefärbt haben. Darauf setzen Sie dann noch ein paar Blüten aus Esspapier und schon haben sie eine kleine Blumenwiese auf den Cupcakes gezaubert. Alternativ können Sie natürlich auch jede andere Art von bunten Streuseln verwenden. Wer es dezent mag, lässt die Cupcakes wie sie sind oder versucht sich mal an essbaren Blüten.

Cupcakes mit Honig: Deko nach Belieben

Besonders schön sieht das Topping auf den Cupcakes mit Honig aus, wenn Sie es mit einer Spritztülle auftragen. Hier gibt es verschiedene Aufsätze, die zum Beispiel das Formen von Blüten ermöglichen.

Wer die Cupcakes mit Honig lieber ohne Alkohol zubereiten möchte, kann stattdessen die gleiche Menge Vanillesauce verwenden.

Cupcakes mit Honig
Cupcakes mit Honig.

Rezept: Cupcakes mit Honig

Zutaten für den Teig

  • 250 ml Eierlikör
  • 250 ml Öl
  • 250 g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150 g Mehl
  • 150 g Kartoffelstärke
  • 5 Eier

Zutaten für das Topping

  • 300 g Frischkäse
  • 3 EL Honig, Puderzucker
  • Kokosraspeln
  • Blüten aus Esspapier zum Dekorieren

Cupcakes mit Honig: Zubereitung

  1. Zutaten für den Teig in einer Schüssel gründlich verrühren
  2. Anschließend in Muffin-Förmchen füllen.

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Flockenblumen-Langhornbiene
07. Februar 2024

Flockenblumen-Langhornbiene: Wildbiene d...

Wer Nahrung für die Flockenblumen-Langhornbiene pflanzt, – bestenfalls sind das heimische Korbblütler – tut auch gleich vielen anderen Wildbienen etwas Gutes. Die Flockenblumen-Langhornbiene ist die Wildbiene des Monats Februar 2024. Sie braucht besondere Unterstützung, denn fast überall in Deutschland gilt sie als stark gefährdet.

An der Rispen-Flockenblume und Skabiosen-Flockenblume sammeln bis zu über 40 unterschiedliche Wildbienenarten – darunter auch viele spezialisierte Arten – Pollen. Die beiden Pflanzen sind die Lieblingsnahrung der Flockenblumen-Langhornbiene (Eucera dentata, GERMAR, 1839), die als Nahrungsspezialistin gilt. Neben ihrer Leibspeise sammelt sie Nahrung auch gern an Weg- und Eselsdisteln.

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Hochwasser am Bienenstand von Horst Schäfer
05. Februar 2024

Bienenstand aus dem Hochwasser gerettet

Es muss nicht immer ein Fluss sein, der über die Ufer tritt. Anfang des Jahres musste Imker Horst Schäfer seine Bienenvölker vor dem Hochwasser retten. Regenwasser staute sich auf seiner Bienenwiese.

Die Fotos erreichten die dbj-Redaktion Mitte Januar und sie zeigen mehrere Bienenvölker, die mitten auf einer überfluteten Wiese stehen. Zwar sinken die Pegelstände in den Hochwassergebieten Norddeutschlands mittlerweile wieder. Dennoch zeigt der Bericht von Imker Horst Schäfer, der uns die Fotos schickte, wie wachsam Imkerinnen und Imker sein müssen, wenn es tagelang stark regnet, Schnee schmilzt und Wassermassen nicht abfließen können – und das auch dort, wo kein Fluss in der Nähe ist.

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Herkunftsangaben beim Honig
31. Januar 2024

Herkunftsländer müssen aufs Honigetikett

In der Nacht zum Mittwoch haben sich EU-Parlament, Rat und Kommission auf eine gemeinsame Version der EU-Honigrichtlinie geeignet. Unter anderem steht nun fest, dass die Herkunftsländer auf dem Honigetikett angegeben sein müssen.

Zwar muss die Einigung auf die EU-Honigrichtlinie noch vom Rat und dem Parlament abgesegnet werden. Doch das ist in der Regel nur noch eine Formsache. Die Neufassung der Richtlinie sieht einige neue Regelungen vor, unter anderem zur Herkunftsangabe von Mischhonigen in Supermärkten. Allerdings wird es eine gewisse Übergangszeit geben, bis die neuen Regeln Pflicht werden. Dann müssen die unterschiedlichen Herkünfte samt Prozentangabe auf den Etiketten stehen.

Herkunftsländer auf dem Honigetikett mit Prozentangaben?

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Honigimporte
30. Januar 2024

Proteste gegen Honigimporte

In Frankreich protestieren Imkerinnen und Imker gegen billige Importhonige.  Die Confédération paysanne führte eine Aktion in einem Supermarkt durch, um über die Probleme durch Honigimporte zu informieren. 

Rund 50 Imkerinnen und Imker haben vergangene Woche in einem Supermarkt der Kette Leclerc in Südfrankreich alle importierten Honigsorten mit unklarer Herkunftsbezeichnung aus den Regalen geräumt und gesondert aufgebaut. Zudem wurden diverse Honiggläser mit Aufklebern mit Slogans gegen Importhonige versehen.

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Honig-Richtlinie.
29. Januar 2024

Honig-Richtlinie: Forderungen aus Deutsc...

Auf EU-Ebene wird derzeit über die Honig-Richtlinie verhandelt. Der Deutsche Imkerbund und der Verband Biene Österreich haben dazu nun eine gemeinsame Position vorgelegt. Das sind ihre Forderungen.

Honig ist ein beliebtes, aber auch ein zu wenig kontrolliertes Lebensmittel – vor allem dann, wenn es sich um Importhonig handelt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es deshalb auch dazu kommen kann, dass verfälschter Honig in die EU gelangt. Um die Diskussion um die Qualität von Honig und deren Erhalt auf politischer Ebene zu fassen, wird derzeit die sogenannte Honig-Richtlinie verhandelt.

Honig-Richtlinie: Honig braucht verbesserte gesetzliche Vorgaben

Im Rahmen des Verfahrens haben nun der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) und der österreichische Dachverband Biene Österreich eine gemeinsame Erklärung mit Forderungen für verbesserte gesetzliche Vorgaben für Honig vorgelegt.

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Pauschale Umsatzsteuer
26. Januar 2024

Pauschale Umsatzsteuer beim Honigverkauf...

Imkerinnen und Imker dürfen ihren Honig mit einer pauschalen Umsatzsteuer verkaufen. Der Steuersatz dafür wird jedes Jahr neu bestimmt. Für 2024 steht der Beschluss allerdings noch aus. Geplant ist eine Absenkung auf 8,4 Prozent.

Lange Jahre galt ein Steuersatz von 10,7 Prozent, den sogenannte pauschalierende Landwirte – und damit auch Imkerinnen und Imker – auf ihre Produkte aufschlagen durften, ohne die Steuer dann an das Finanzamt abführen zu müssen. Die dahinterstehenden Regelungen, §24 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) zu den Durchschnittssätzen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, hat der Gesetzgeber im Jahr 2021 allerdings reformiert. Seitdem wird der Steuersatz jedes Jahr neu bestimmt und seither sinkt er.

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Amerikanische Faulbrut

Amerikanische Faulbrut: Wichtige Fragen ...

Die Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut zählt zu den wichtigsten Maßnahmen in der Vorbeugung von Bienenkrankheiten. Dr. Otto Boecking und Dr. Pia Aumeier haben im Jahr 2020 einen Leitfaden vorgelegt, der den aktuellen Stand der Wissenschaft in die Praxis der Seuchenbekämpfung übersetzt. Wir haben mit Otto Boecking über die frei erhältliche Broschüre gesprochen.

Herr Dr. Boecking, 2013 wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, dem BMEL, eine Leitlinie zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut (AFB) herausgegeben. Warum bedurfte es eines neuen Leitfadens?

Dr. Otto Boecking: Es gibt zwar schon die Leitlinie des BMEL, aber diese ist sehr stark an den gesetzlichen Grundlagen zur Bekämpfung der AFB angelehnt. Tierseuchenbekämpfung ist Sache der Länder. Die BMEL-Leitlinie versucht daher, eine Anpassung an die Unterschiedlichkeit im förderalen System zu schaffen. Unser Praxisleitfaden soll hingegen wesentlich den aktuellen Wissensstand über die AFB und ihre Bekämpfung in die Praxis übersetzen.

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Futterkontrolle

Imkern im Februar: Die Futterkontrolle

Im Februar haben wir meist die ersten wärmeren Tage im Jahr, die viele Völker für Ausflüge nutzen. Die Bienen machen vereinzelte Reinigungsflüge, sammeln frischen Pollen von den ersten Frühblühern wie den Schneeglöckchen und legen die erste Brut an. Das ist der beste Zeitpunkt, um eine Futterkontrolle einzuplanen.

Dabei konzentriere ich mich neben der Menge vor allem darauf, ob sich das Futter direkt an der Bienentraube befindet. Hierzu muss ich die Völker weder auseinandernehmen noch sonst großartig stören: Es reicht mir ein Blick von oben zwischen die Wabengassen. Sehe ich um die Bienentraube herum nur leere Zellen, entnehme ich die Leerwaben direkt neben den Bienen und rücke anschließend die Futterwaben auf oder hänge neue ein.

Es ist immer von Vorteil, wenn man einige Futterwaben für den Notfall hat. Die größeren Völker haben erfahrungsgemäß keine Schwierigkeiten mit weiter entfernten Futterreserven; bei ihnen kommt es eher auf die Menge der Vorräte an. Bei kleineren Völkern kann es im Frühjahr zu einem Futterabriss kommen, wenn auf eine Phase mit mehreren warmen Tagen ein plötzlicher Kälteeinbruch folgt, weil sich die gesamte Bienenmasse dann zu einer wärmenden Traube um den Brutbereich zusammenzieht und unter Umständen das Futter nicht mehr erreicht.

Um einen Hungertod kleinerer Völker zu vermeiden, achte ich im Februar immer genau auf die Temperaturen und fahre rechtzeitig meine Stände ab.…

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Gesunsheitszeugnis für Bienen

Gesundheitszeugnis für Bienen: Was ist d...

Ob beim Kauf und Verkauf von Ablegern und Wirtschaftsvölkern, bei Wanderungen mit Bienenvölkern oder auch wenn es nur um einen Standortwechsel über Landkreisgrenzen geht – die „Bescheinigung nach §5 der Bienenseuchenverordnung“ für Bienen müssen Imkerinnen und Imker in vielen Fällen vorweisen können. Doch wie bekommt man diese sogenannte Seuchenfreiheitsbescheinigung? Wie lange ist sie gültig? Und was sagt sie genau aus?

Was ist ein Gesundheitszeugnis für Bienen?

Zwar nennen die meisten Imker es „Gesundheitszeugnis“, doch eigentlich geht es hier um die sogenannte Seuchenfreiheitsbescheinigung für Bienen. Und der Begriff ist im Grund genommen auch korrekter. Die Untersuchungen, die notwendig sind für diese Bescheinigung nach §5 der Bienenseuchenverordnung, sagen etwas über den Seuchenstatus, aber nicht grundsätzlich über die Gesundheit der Bienen aus. Dies erklärt Prof. Dr. Werner von der Ohe, der ehemalige Leiter des LAVES Instituts für Bienenkunde in Celle. Denn es werde nur auf die Seuchenerreger Paenibacillus larvae, sprich die Sporen der Amerikanischen Faulbrut (AFB), ferner bei Anordnung auf den Kleinen Beutenkäfer und die Tropilaelaps-Milbe untersucht, jedoch nicht auf weitere Krankheitserreger wie verschiedene Viren, Nosema-Sporen oder Amöben.

Außerdem gilt aktuell: So lange es keinen Nachweis des Kleinen Beutekäfers oder der Tropilaepaps-Milbe in Deutschland gibt, ist für das Gesundheitszeugnis bei der Verbringung von Bienenvölkern innerhalb Deutschlands nur die hochansteckende Bienenseuche AFB relevant.…

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Bienengiftallergie

Wenn Imker eine Bienengiftallergie entwi...

Viele Imkerinnen und Imker reagieren nicht mehr auf den Stich einer Biene. Ihr Körper hat sich an das Gift gewöhnt. Dies ist allerdings keine Garantie dafür, von einer Bienengiftallergie verschont zu bleiben. Sie kann sich entwickeln und in der Imkerei zur Herausforderung werden. Zwei Erfahrungsberichte.

Alles begann, als Claudia Brandis im Mai 2020 einen Bienenschwarm in eine Beute einlaufen lassen wollte, und, wie oft zuvor, von einer Biene gestochen wurde. Als Erstes fingen ihre Fußsohlen an zu kribbeln. Der Juckreiz wurde schließlich so stark, dass sie sich Schuhe und Socken auszog, um sich kratzen zu können. Linderung konnte sie sich so aber nicht verschaffen. Dann begannen auch die Hände zu jucken. Als sie merkte, dass zudem ihre Lippen und ihre Zunge anschwollen, griff die Imkerin nach ihrem Handy und rief den Notarzt. Mit Mühe konnte sie dem Personal der Rettungsstelle am Telefon noch mitteilen, wo sie sich gerade befand. Dann musste sie sich hinlegen, und ihr wurde schwarz vor Augen. Zwar konnte sie noch hören, was um sie herum geschah, sehen konnte sie aber nichts mehr.

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