Schlagwort: Imkerpraxis

Naturnah imkern Sonderheft AdobeStock/Darios

Neues Sonderheft „Naturnah imkern“ – Int...

Unser neues Sonderheft „Naturnah imkern“ ist da! Saskia Schneider kümmert sich in der dbj-Redaktion um die Sonderprodukte. Wir haben sie zum neuen Heft interviewt.

dbj: Saskia, du hast das neue Sonderheft „Naturnah imkern“ erstellt. Wie kam es dazu? Und – was bedeutet ‚naturnah imkern‘ überhaupt?

Saskia Schneider: Ein Sonderheft zu diesem Thema hatten wir schon seit längerem geplant. Viele, die heute in die Imkerei starten, tun dies nicht, um Honig zu gewinnen. Sie wissen um die Bedeutung der Biene als Bestäuber und wählen das Hobby Imkerei aus ethologischen und ökologischen Gründen. Dabei gibt es keine einheitliche Definition vom „naturnahen Imkern“. Jeder Bienenhalter hat da seine eigene Vorstellung und Auslegung. Aber es gibt viele gemeinsame Werte wie die natürlichen Bedürfnisse der Bienen bei der Betriebsweise zu berücksichtigen, indem man zum Beispiel in Naturwabenbau oder dem Schwarmtrieb imkert. Ein wichtiger Punkt ist auch der Umgang mit den Bienen und die Achtung vor dem Bienenvolk als Lebewesen.

Jetzt das Bienen-Journal lesen

DBJ Ausgabe 12/2022

Aktuelle Ausgabe

Weiterlesen >>
Golzbeute

Golzbeute: Alles auf einer Ebene

Bienen halten: ja; schweres Heben: nein? In solchen Fällen eignen sich Lagerbeuten wie die Golzbeute für Freizeitimker mit einer Standimkerei.

Schon wenn man an der Gartenparzelle vorbeiläuft, verrät ein beständiges Summen die Bienenvölker hinter dem Gartenzaun. Doch schaut man zwischen den Sträuchern hindurch, sieht man zunächst keine einzige Bienenbehausung.

Dabei sollten die großen Golzbeuten von Birgit Otto eigentlich nicht zu übersehen sein. Auf dem Grundstück angekommen, klärt sich das Rätsel: Sie sind in drei Unterständen untergebracht. „Die sind im Grunde nicht notwendig“, sagt Otto, „aber so fallen die Beuten nicht so sehr auf. Und warum sollte man sie nicht extra schützen, wenn man sie sowieso nicht bewegt?“


Für die Wanderung sind Golzbeuten in der Tat nicht ausgelegt. Eine leere Beute ist mit einem Gewicht von 20 kg bereits relativ schwer. Durch ihre Größe – ihr Grundmaß beträgt 75 x 70 cm – ist sie zudem recht unhandlich für den Transport. Aber auch darin sieht Otto einen Vorteil: „Meine Beuten zu klauen ist fast unmöglich.“ Ihre Bienen sind in der Kleingartenanlage in Lichterfelde, im Süden Berlins, zudem so gut versorgt, dass Otto keine Gedanken ans Wandern verschwendet – neben den vielen Blumen und Obstbäumen in den Gärten blühen in der näheren Umgebung das Jahr über auch Ahorn, Rosskastanie, Robinie und Linde.…

Weiterlesen >>
Wieso nutzt Pia keine Flachzargen?

Video: Wieso nutzt Pia keine Flachzargen...

Rückenschmerzen bei Imkern sind keine Ausnahme. Was die Bandscheiben besonders stark belastet, sind Drehbewegungen der Wirbelsäule unter Last, falsche Haltetechniken und vor allem die Schwere der Honigräume bei der Ernte. Warum also nicht auf Flachzargen im Honigraum umsteigen? Dr. Pia Aumeier nennt im Video einen wichtigen Grund, weiterhin Ganzzargen im Honigraum zu nutzen. Einen ersten Kniff, wie Sie Ihre Wirbelsäure dennoch entlasten, zeigt die Bienenwissenschaftlerin im Video. Mehr zur Imkerergonomie lesen Sie in der Ausgabe Februar 2020 des Deutschen Bienen-Journals.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Lesen Sie hier, was Sie in der aktuellen Ausgabe des Bienenjournal-Hefts erwartet:

» Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

TOP-THEMEN im Dezember-Heft

1. Met von den Krischers

In Deutschland wird vergleichsweise wenig Met getrunken. Der Honigwein, der im Hause Krischer hergestellt wird, landet auf vielen Mittelalter- und Weihnachtsmärkten. Imkerinnen und Imker können ihren Honig von dem Unternehmen zu Met umarbeiten lassen. Wie das funktioniert, erfahren Sie in der Dezember-Ausgabe des dbj.

2. Jagd auf Vespa velutina

Die Nester der asiatischen Hornisse sind oft nicht leicht zu finden. Wespenberater Reiner Jahn macht sie mithilfe besenderter Hornissen ausfindig.

3. Geschenktipps

Suchen Sie noch nach Geschenken für Weihnachten? Wir haben für Sie neu erschienene Bücher rezensiert und verraten Ihnen unsere persönlichen Geschenketipps.

4.

Weiterlesen >>
Imkerei auf Kreta

Imkerei auf Kreta: Bienenhaltung auf der...

Unser Leser Danil Zocher war in Griechenland und erfuhr Interessantes über die Imkerei auf Kreta. Als neugieriger Reisender knüpfte er Kontakte zu einheimischen Imkern und lernte viel Neues über die Bienenhaltung auf der Insel.

Es ist ein für kretische Verhältnisse kühler und trüber Oktoberabend, als ich mit meiner Familie im Norden der Mittelmeerinsel in eine Taverne im Ort Bali einkehre. Der Ortsname des kleinen Fischerdorfes Bali bedeutet „Honig“ und soll aus dem Türkischen stammen. Man sagt, dass in dem kleinen Hafen zu früheren Zeiten große Mengen Honig verschifft wurden. In der Taverne treffen wir auf einen einheimischen Imker. Er ist der Cousin des Wirtes, heißt Antonis und ist 46 Jahre alt. Antonis ist Bauer, hält Ziegen, bewirtschaftet einige Olivenplantagen und betreibt mit 21 Bienenvölkern Imkerei auf Kreta. Unsere Kommunikation findet ausschließlich auf Englisch statt. Für schwierige Fragen steht uns sein perfekt Deutsch sprechender Cousin zur Seite. Antonis ist sehr aufgeschlossen, und so kommen wir schnell ins Gespräch.

Imkerei auf Kreta: über 140.000 Bienenvölker

Mir war bereits in den vergangenen Jahren die hohe Bienendichte auf der Insel aufgefallen: Bienen stehen wirklich überall zwischen den Pinien- und Olivenhainen. Mein Gesprächspartner gibt mir ein paar Zahlen: 2010 hielten auf Kreta laut Statistik 2.206 Imker unglaubliche 142.856 Bienenvölker.…

Weiterlesen >>
Varroabehandlung mit Biotechnik

Varroabehandlung mit Biotechnik im Späts...

Als Alternative zur Ameisensäurebehandlung werden im Spätsommer zunehmend auch biotechnische Verfahren in der Varroabehandlung angewandt. Bis wann die Methoden eingesetzt werden können und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Varroabehandlung: Käfigen und behandeln mit Oxalsäure

Kurzbeschreibung: Die Königin wird für 25 Tage – also über eine Brutperiode hinweg – in einen kleinen Käfig gesperrt, der in eine Wabe eingelassen ist. Die Wabe wird mittig im Brutnest platziert. Nachdem alle Brut ausgelaufen ist, befreit man die Königin und behandelt das Volk am frühen Morgen oder späten Abend mit Oxalsäure.

Vorteile: Die Methode erfordert einen geringen Materialeinsatz und nur wenige Arbeitsschritte. Sie ist wetterunabhängig, und der Beginn des Verfahrens ist bereits zehn bis 14 Tage vor Trachtschluss möglich.

Zu beachten: Umstände bereitet manchen Bienenhaltern, dass die Königin gesucht und umgesetzt werden muss. Damit sie nicht ihren eigenen Untertanen zum Opfer fällt, muss der Käfig für die Arbeiterinnen durchlässig sein. Herkömmliche Zusetzkäfige sind daher ungeeignet. Der Käfig kann, zum Beispiel aus einem Plastik-Absperrgitter, auch selbst angefertigt werden. Königinnenverluste treten bei dieser Art der Varroabehandlung nur dann auf, wenn es zuvor schon Umweiselungstendenzen im Volk gegeben hat oder extreme Trocken- oder Hungerphasen auftreten, sagt Martin Gabel vom Bieneninstitut Kirchhain. Er gibt den Tipp, den Zeitpunkt des Freilassens der Königin für eine Umweiselung zu nutzen.…

Weiterlesen >>