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Bienenschwarm

Bienenschwarm: Zehn Fragen und Antworten

Wenn ein Bienenschwarm auszieht, ist das faszinierend anzusehen. Das Einfangen birgt allerdings auch Gefahren. Aber warum schwärmen Bienen überhaupt aus? Wann genau ist Schwarmzeit? Und wie und warum verhindern Imker das Schwärmen? Zehn Fragen und Antworten zum Bienenschwarm.

Was ist ein Bienenschwarm?

Wenn das Wetter passt, kann es sein, dass es in Gärten und Parks, auf Dächern und Balkonen, auf Streuobstwiesen und an Waldrändern im Mai und Juni vor allem in der Mittagszeit ordentlich brummt und summt. Dann ist die Luft plötzlich voller Bienen – erst weiter verstreut und dann als große Wolke gesammelt nahe eines Bienenstocks. Hier hat ein Bienenschwarm sein Ursprungsvolk verlassen. Das Volk hat sich geteilt, und der Schwarm ist mit seiner alten Königin ausgeschwärmt.

Ein Bienenschwarm ist die natürliche Form der Vermehrung von Honigbienenvölkern. Problematisch ist allerdings die Tatsache, dass viele Bienenschwärme auf eine Welt treffen, in der sie kaum neue Nistmöglichkeiten finden, wie Baumhöhlen oder Hohlräume in Gebäuden, in denen sie leben können. Zudem bedroht die Varroa ihr Überleben in freier Wildbahn.

Warum schwärmen Bienen?

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Wahl des passenden Bienenvolkes - Foto: AdobeStock/Peter

Imkerstart: Die Wahl des passenden Biene...

Woher bekomme ich mein Bienenvolk? Sollte ich einen Schwarm, Ableger oder ein Wirtschaftsvolk kaufen? Spielt die Bienenrasse eine Rolle? – Wer sich Honigbienen zulegen möchte, wird zu Beginn mit vielen Fragen konfrontiert. Zur Wahl des passenden Bienenvolkes geben wir einen Überblick.

Wahl des passenden Bienenvolkes: Woher bekomme ich es?

Örtlicher Imkerverein/Lokale Imker: Die erste und beste Anlaufstelle für das eigene Bienenvolk ist der lokale Imkerverein. Nachfragen hilft: Oft können Ableger, spontan auch Naturschwärme, abgegeben werden.

Online beim Landesverband: Drei der insgesamt 19 Imkerlandesverbände haben auf ihrer Website zusätzlich eine Onlinebörse angelegt, auf der ihre Mitglieder Bienen anbieten oder nachfragen können:

Bienenbörse
>>> vom Landesverband der Imker Mecklenburg und Vorpommern e.V.
>>> des Landesverbandes Brandenburgischer Imker e.V.
>>> vom Landesverband Saarländischer Imker e.V.

Schwarmbörse: Imker mit Schwärmen in der Nähe lassen sich auch online auf der Seite Schwarmbörse ausmachen: Die Plattform bietet eine Möglichkeit, an Natur- und Kunstschwärme zu gelangen. Hierfür muss man sich online registrieren, als Schwarmsuchender eintragen und den maximalen Preis sowie die maximale Entfernung des Schwarms angeben. Sobald ein Schwarm, der die Angaben erfüllt, gemeldet wird, werden die eigenen Kontaktdaten an den Anbieter weitergeleitet. Dieser meldet sich anschließend telefonisch.

Onlinekauf und -versand: Es gibt auch kommerzielle Marktplätze für Bienen, die neben Kunstschwärmen auch Ableger und Wirtschaftsvölker versenden oder zur Abholung anbieten.…

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Schwarm Verlagsbienen

Verlagsbienen: Der fremde Schwarm

Ein aufgeregter Anruf, ein Schwarm und die Feststellung, dass dieser nicht vom Verlagsdach kommt: Bei den Verlagsbienen war viel los. Doch unsere wöchentliche Kontrolle sorgte für Entwarnung.

Am Freitag, den 19. Juni 2020, stellten wir bei unserer wöchentlichen Kontrolle erfreut fest: Wir waren es nicht!

Bienenschwarm per Anruf: Was war geschehen?

Die ganze Geschichte begann schon vier Tage zuvor. Am Montagnachmittag kontaktierte mich unsere Redaktionsassistentin Gesine Beuge im Homeoffice. Sie hatte gerade einen aufgeregten Anruf des Umweltbundesamts bekommen. Die Bewohner eines Hauses in der Wilhelmsaue, gegenüber unseres Verlagsgebäudes, hätten einen Bienenschwarm gefunden, der an einem Straßenpoller vor einem Hauseingang hing.

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Verlagsbienen in Schwarmstimmung

Verlagsbienen: Schwarmstimmung verhinder...

Anfang Mai kam bei den Verlagsbienen Schwarmstimmung auf. Dennoch haben sich die Bienenvölker ganz unterschiedlich entwickelt. Wir bildeten einen Sammelbrutableger.

Nachdem die Woche eher kühl und regnerisch war, kam am Freitag in Berlin die Sommersonne raus. Mit 25 °C und strahlend blauem Himmel versprach dieser Freitag ein schöner Feiertag zu werden. Aber Bienen kennen keine Feiertage. Eine ganze Woche hatten unsere Immen ihre Ruhe vor uns. Jetzt war es höchste Zeit, wieder nach Ihnen zu schauen. Ein Blick auf unsere Stockwaage zuvor zeigte uns: Zumindest aus diesem Volk war uns bisher kein Schwarm entfleucht.

Eigentlich sollten unsere Bienen in den Deutsch-Normalmaß Beuten gut beschäftigt gewesen sein mit dem Ausbau des zweiten Brutraums, den sie bekommen hatten. Aber wir stellten fest: Alle Völker hatten den zweiten Brutraum nur sporadisch ausgebaut und auch ihre Hoheit hatte in keinem Fall den Weg in den oberen Raum gefunden. Also beschlossen wir, aus der Not eine Tugend zu machen.

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alarm alarm ein schwarm bienen schwaermen

Alarm, Alarm ein Schwarm

Kurz vor Ende eines arbeitsreichen und furchtbar warmen Montages – der 3. Juni 2019 – erreichte uns wieder die Nachricht: „Es scheint, eure Bienen schwärmen.“ „Ja klar“, dachten wir uns.

„Schon wieder ein Fehlalarm.“ Dennoch schmissen wir uns in unsere Imkertracht und machten uns auf zu unseren Völkern aufs Dach. Unsere Überraschung war groß, als wir feststellten, dass tatsächlich ein Schwarm dabei war sich zu formen und noch größer war unser Erstaunen, als wir feststellten, dass die Bienen aus unserem Ableger von letzter Woche kamen. War der Ableger so schnell so stark gewachsen? Hatten wir ausversehen doch die alte Königin aus dem umweiselnden Volk entnommen? Aber alle Spekulationen hin oder her, nun war das Volk am Schwärmen und wir mussten schauen, wo es sich niederlassen wollte.

Zunächst sah es so aus, als ob der Schwarm sich über das Dach des Verlages davonmacht und wir ihn nicht mehr erreichen könnten. Doch dann sammelte er sich glücklicherweise auf einem begrünten Sims im Hinterhof vor dem Erdgeschoss des Verlagsgebäudes. Aber wie dorthin gelangen?

Versuch 1 beim Schwarmfang: Durch das Treppenhaus

alarm alarm ein schwarm schwarm in beute
Die Werkzeuge für den Schwarmfang.

Wir stiefelten schwer bepackt vom vierten Stock durch das Nottreppenhaus nach unten, in der Hoffnung von dort Zugang zum Hof zu erlangen.…

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schwaerme verhindern

Juni im angepassten Brutraum: Schwärme v...

Der Mai ist vorüber, und er hat uns in diesem Jahr wieder vor große Herausforderungen gestellt. Wenn ich mich an die ersten Jahre meiner Imkertätigkeit zurückerinnere, war die größte Schwierigkeit für mich als Neuling, richtig abzuschätzen, was in einer unerwarteten, schwierigen Lage zu tun ist.

In diesem Frühjahr waren die unerwartet langen Kälteperioden eine Herausforderung. Die Völker, die im April bereits stark und im Brutraum korrekt auf die Brutwaben angepasst waren, konnten vielerorts bereits mehr als 20 bis 30 kg Honig eintragen. Dieser diente in der ersten Kälteperiode als überlebenswichtiges Futter. Natürlich lassen wir den Bienen diesen Honig. Hätten wir ihn entnommen, wäre ein Füttern unerlässlich gewesen.

Gefüttert werden mussten hingegen all diejenigen Bienenvölker, die in der Wärmephase im April noch nicht ausreichend entwickelt waren oder denen zu viel Platz im Brutraum gegeben wurde. Als dann die erste Wärmephase kam, gingen die Schwärme ab. Wie hätte man bei größeren Beständen auch in der Kälteperiode alles kontrollieren sollen? Die zweite Kältewelle brachte wieder Schwärme, und mich erreichten verzweifelte Anrufe, wie man denn diese Schwärme verhindern könne.

Schwärmen: Eine Gesundheitskur für Bienen

Es spricht nichts dagegen, dass Imker ihre Bienen schwärmen lassen, wenn sie diese anschließend wieder einfangen. Für Erwerbsimkereien bedeuten Schwärme jedoch zweifellos ein Problem.…

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völkerführung schwarmzeit

Schwarmzeit im Mai – Das führt zu Schwar...

Im Mai kann die Sonne zwar schon sommerliche Temperaturen entwickeln, im Laufe des Monats müssen wir aber immer wieder kalte Tage, die „Eisheiligen“ genannt, hinnehmen. Die Bienen zeigen in diesem Monat, zu welchen enormen Leistungen sie bei guter Pflege in der Lage sind.

Da bei uns im Sauerland kaum intensive Landwirtschaft betrieben wird, ist der Tisch für die Bienen das ganze Jahr über reichlich gedeckt. Durch das gute Nektar- und Pollenangebot streben die Völker ihrem Entwicklungshöhepunkt entgegen. Wenn bei meinen Völkern die Tracht aus dem Löwenzahn und der Obstblüte in vollem Gange ist, müssen die Bienen die Möglichkeit haben, den eingetragenen Nektar abzulagern. Da inzwischen alle Völker auf zwei Brut- und einer oder zwei Honigraumzargen sitzen, gibt es hierfür genügend Platz. Nur in Ausnahmejahren kann es vorkommen, dass das Brutnest verhonigt.

So entsteht Schwarmstimmung

Die Legeleistung gesunder Königinnen ist enorm. Bis zu 2.000 Eier legen sie täglich, aus denen drei Wochen später Jungbienen schlüpfen. Nun wird der freie Platz im Volk schnell knapp. Immer mehr junge Pflegebienen stehen vor verdeckelten Brutzellen und werden ihren Futtersaft nicht mehr los. Aber auch die vielen Baubienen finden nach dem Ausbau der Mittelwände und des Baurahmens keine ausreichende Tätigkeit mehr. Das führt zur Schwarmstimmung. Greift der Imker nicht ein, zieht das Volk Jungköniginnen auf und schwärmt.…

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völkerführung schwarmzeit

Völkerführung zur Schwarmzeit – Monat Ma...

„Ein Schwarm im Mai ein Fuder Heu. Kein Schwarm im Mai, der Fuder zwei!“ Die Völkerführung während der Schwarmzeit gehört zur hohen Schule der Bienenhaltung. Mit Maßnahmen zur Vorbeugung und Verhinderung will ich die Völker vom Schwärmen abhalten, und zwar ohne dass ihre Leistungsfähigkeit dadurch gemindert wird.

Um Schwärme zu verhindern, gibt es eine Vielzahl von Rezepten: Zwischenbodenableger, Brutdistanzierung, Doppelvolk-Betriebsweise in verschiedenen Varianten, die sogenannte Purzelbaum-Imkerei und diverse Schröpfungsmethoden (Saugling, Brutling, Treibling, Fegling, Flugling). Ich habe mich nach deren gründlicher Überprüfung dafür entschieden, einmal früh, das heißt gegen Ende April/Anfang Mai, und sanft – durch die Entnahme von ein oder zwei Brutbrettern mit ansitzenden Bienen – zu schröpfen.

Schwarmkontrolle alle sieben Tage

Während der Schwarmzeit von Ende April bis Anfang Juli führe ich konsequent alle sieben Tage Schwarmkontrollen durch. Dabei setze ich zwei Baurahmen zeitlich versetzt ein. Bei zwei von drei Schwarmkontrollen entnehme ich verdeckelte Drohnenbrut. Das wirkt schwarmvorbeugend und verlangsamt den Anstieg des Varroabefalls. Wer die Drohnenbrut nicht als Varroafalle nutzt, hat im Spätsommer mindestens doppelt so viele Milben und erntet weniger Wachs.

Die Wirtschaftsvölker kontrolliere ich im Mai und Juni regelmäßig alle sieben Tage auf Schwarmstimmung. Bei der Kippkontrolle kann ich von Larven besetzte Schwarmzellen sehr leicht erkennen. Mit einer Lesebrille auf der Nase und einer LED-Taschenlampe in der Hand bleiben auch bestiftete Weiselbecher nicht unentdeckt.…

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