Schlagwort: Imkern für Einsteiger

honigraum aufsetzen bienenraum

Honigraum aufsetzen und Brutwaben entneh...

Kurz vor Beginn der ersten Massentracht wird ein Honigraum aufgesetzt. Dann geht es mit dem Erweitern Stück für Stück los. Was dabei wichtig ist, zeigen die Monatshinweise für April.

Imkern ohne Stress für Tier und Tierhalter setzt drei Dinge voraus: die richtige Beute, die richtige Biene und den richtigen Imker. Doch was ist „richtig“? Meine „richtige“ Beute wurde, ist und wird bleiben das einfache Holzmagazin mit falzlosen Zargen – in jeder ist Platz für zehn Zanderrähmchen mit langen Ohren – und mit Gitterboden. Im Honigraum verwende ich dasselbe Maß wie im Brutraum. So kann die Bauleistung im Honigraum während der Tracht zur späteren Wabenerneuerung im Brutraum verwendet werden.

Alte Waben tausche ich im Spätsommer gegen junge. Voraussetzung ist der in zwei Zargen geteilte Brutraum. Er vereinfacht auch die Völkerführung im Frühjahr und während der Schwarmzeit, die Vereinigung von Völkern im Herbst und den Ausgleich im März sowie die Bildung und Pflege von Jungvölkern. Außerdem erleichtert der zweizargige Brutraum die zweckmäßige Behandlung der Völker gegen die Varroa.

Meine „richtige“ Biene sticht nicht, schwärmt nicht und bringt (dennoch) viel Honig. Der „richtige“ Imker orientiert sich bei der Völkerführung an der Biologie der Honigbiene.

Honigraum aufsetzen, Winterfutter raus

Ausgabe 6/2022

Top-Themen:

  • Neue Gentechnik
  • Bestäubungsimkerei
  • Blühmischungen

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flugloch bienen im märz

Bienen im März – Pflanzen, Klima, Fluglo...

In der Regel überwintere ich meine Völker – Alt- wie Jungvölker – in zwei Zargen. Die Altvölker wurden im Vorjahr als Wirtschaftsvölker genutzt und fast alle nach der Spätsommer- und Herbstpflege im Oktober umgeweiselt. Die dazu notwendigen Königinnen sind beim Vereinigen von Jungvölkern angefallen, die aus der im Mai/Juni durchgeführten „Völkervermehrung in vier Schritten“ hervorgegangen sind.

Mit diesem Konzept werden sozusagen drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Alle Alt- und Jungvölker werden mit junger Königin und in zwei Zargen mit so viel Futtervorrat eingewintert, dass dieser (fast) immer bis zum „Großen Blühen“ reicht.

Davon profitieren auch die Altvölker, die nach der Sommerhonigernte nach dem Konzept „Teilen und behandeln“ geführt wurden. (Mehr dazu in den Kapiteln Juli bis Oktober.) Bei der Vereinigung der beiden Teilvölker im Oktober achte ich darauf, dass die gewünschte Königin am Leben bleibt. Diese Wiedervereinigung führt zu besonders starken Zwei-Zargen-Völkern bei der Ein- und damit auch bei der Auswinterung.

Die Pflanzenwelt erwacht

Das große Blühen beginnt im April

Bei Völkern, die in zwei Zargen überwintern, steht der erste Eingriff erst im April mit dem Aufsetzen des Honigraumes an. Deshalb habe ich auch im März an den Völkern selten etwas zu tun. Ich habe lediglich ihren schwindenden Futtervorrat im Blick und beobachte das Erwachen der Pflanzenwelt, deren Entwicklung sich nach Klima, Witterung und Wetter richtet.…

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bienen füttern im frühjahr bienen im februar

Bienen füttern im Frühjahr – Monat Febru...

Auch im Februar ist an den Völkern nichts oder nur wenig zu tun. Ich achte lediglich darauf, dass der Futtervorrat der Völker nicht vorzeitig zur Neige geht. Bienen füttern im Frühjahr – das ist zu beachten.

Bei der Futterkontrolle hebe ich die Völker von hinten an. Das leichteste Volk wird geöffnet, wenn es mir zu leicht erscheint. Der Verdacht bestätigt sich, wenn beim Blick von oben oder unter die aufgelegte Folie über und neben dem Bienensitz kein oder wenig verdeckeltes Futter zu sehen ist. Dann ziehe ich Waben und bestimme ihren Futtervorrat mit der „Achtelmethode“ genau.

Dazu beurteile ich jede Wabe mithilfe eines Schätzrahmens, der mit vier Gummibändern in acht gleich große Bereiche unterteilt ist, und stelle fest, wie viel Futter die Wabe auf jeder Seite noch enthält. Das Restfutter eines leichten Volkes ist meist in kleinen Portionen auf mehrere Waben verteilt.

Nach der Durchsicht zähle ich die ermittelten Achtel zusammen. Bei der Zanderwabe entspricht ein Achtel 125 Gramm Futter. Dann folgt die Überlegung, wie lange die ermittelte Futtermenge reichen wird. Dazu ist die Kenntnis der Theorie notwendig.

Brüten kostet Energie und Futter

Ausgabe 6/2022

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bienen im winter bienen überwintern

Bienen Überwintern – Winterruhe für Bien...

Bienen sind extrem anpassungsfähig. Sie kommen mit extrem kalten und mit milden Wintern zurecht. Doch unter welchen Bedingungen überwintern sie am besten? Fünf Fragen an Dr. Gerhard Liebig.

1. Was stört die Winterruhe der Bienen?

Liebig: Bienen überwintern als Volk und überstehen als Volk jeden Winter, egal wie dieser verläuft. Milde Winter werden in der Regel besser überstanden als kalte. „Störungen der Winterruhe“ werden eher vom Imker empfunden. Bei frostiger Kälte sitzen Bienen fest(er) in der Wintertraube als bei mildem Wetter.

2. Brauchen die Bienen die Zeit ohne Störungen wirklich?

Liebig: Was ist unter Störung zu verstehen? Wechselhafte Witterung? Das Wetter? Wenn der Imker nicht stört, gibt es keine Störungen, egal wie Witterung und Wetter verlaufen. Die Bienen haben gelernt damit umzugehen.

3. Ist eine Winterruhe überhaupt wichtig – immerhin gibt es ja auch Länder ohne richtigen Winter, in denen geimkert wird?

Liebig: In den Tropen und Subtropen zeigen Bienenvölker eine andere Volksentwicklung als in den gemäßigten Klimazonen. Auf Sizilien und Kreta sind die Winter milder und kürzer als auf Rügen. Und fast überall wird Bienenhaltung betrieben. Wenn Bienenvölker stark genug, gesund, mit ausreichend Futter versehen, auf jungem Wabenbau sitzend, mit junger Königin in den Winter gehen, überstehen sie jeden Winter.…

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Werzeuge Imker

Januar – Neues Jahr, neuer Monatsbetrach...

Liebe Imkerinnen und Imker,

Januar Dr. Gerhard Liebig
Dr. Gerhard Liebig

36 Jahre lang habe ich mich im Süden Deutschlands als praktizierender Wissenschaftler intensiv mit den Bienen, ihrer Haltung sowie ihren vermeintlichen und tatsächlichen Problemen beschäftigt. Dasselbe tue ich jetzt seit sechs Jahren im Ruhestand, nun im Westen der Republik. Seitdem haben die – vermeintlichen – Probleme zugenommen. Das wird deutlich, wenn man die Bienenhaltung von heute nicht nur von innen, aus Sicht der Imker, sondern auch von außen betrachtet, also so, wie sie in der nicht-imkerlichen Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Die Situation der heimischen Bienenhaltung und ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit sind nicht deckungsgleich. Die Schnittmenge ist relativ gering, weil sowohl bei der Betrachtung durch die Imker als auch durch die Öffentlichkeit oft nicht zwischen den vermeintlichen und den tatsächlichen Problemen unterschieden wird. Bezüglich der Betrachtung von außen wird das deutlich, wenn sich Nachbarn oder Honigkunden beim Imker nach dem Befinden seiner Völker erkundigen und nachgerade erstaunt sind, wenn sie erfahren, dass es diesen gut geht und sie nicht vom Bienensterben betroffen sind. Dieser Sachverhalt trifft allerdings nur auf Imker zu, die die Varroa im Griff haben. Das ist die Mehrheit, die „von innen“ betrachtet wenig und „von außen“ betrachtet anscheinend überhaupt nicht wahrgenommen wird.

Der anhaltende Medienhype um das massenhafte und weltweite Bienensterben hat viele Menschen veranlasst, mit der Bienenhaltung zu beginnen.…

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Bienenvolk: Die Stärke können Sie schätzen

So schätzt man die Stärke eines Bienenvo...

Stark genug zum Überwintern? Sind genug Bienen und genug Futter im Volk? Dr. Gerhard Liebig zeigt eine Methode, wie man die Stärke eines Bienenvolks richtig einschätzt.

Genug Bienen, genug Futter, wenig Varroa-Milben, frischer Wabenbau und eine junge Königin: Das sind die Voraussetzungen, damit Bienenvölker gut durch den Winter kommen. Doch wie viel ist genug? Einzuschätzen, wann ein Bienenvolk ausreichend stark ist und genug Futtervorräte angelegt hat, ist nicht so einfach. Es gibt jedoch Faustregeln, die dabei helfen.

Wie genau diese sogenannte Populationsschätzung abläuft und wie man damit Rückschlüsse darauf zieht, ob ein vermeintlich schwaches Volk mit einem anderen vereinigt werden sollte, zeigt der folgende Film von Dr. Gerhard Liebig:

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Wichtig ist, sich die Brutzargen immer von oben und von unten anzuschauen, denn der Blick von einer Seite alleine kann täuschen. Das zeigt die zweite Film:

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Wann Jungvölker zu schwach zum selbstständigen überwintern sind, weil sie zu viel Futter bekommen haben und wie man sie vereinigt, lesen Sie in der November-Ausgabe des Deutschen Bienen-Journals.

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Propolis vom Imker

Propolis vom Imker: Was Imker dürfen und...

Mit dem Imkerboom und einem steigenden Interesse an alternativen Heilmethoden nimmt auch die Nachfrage nach Propolis zu. Das Bienenkittharz erlebt eine Renaissance. Viele Imker verkaufen es roh oder als Tinktur. Was dabei rechtlich zu beachten ist und was Propolis so besonders macht, erklärt Arno Bruder vom Deutschen Apitherapie Bund.

1. Propolis ist gefragt und viele Imker bieten es ihren Kunden an. Immer wieder heißt es, dass man das eigentlich nicht darf bzw. dabei einiges beachten muss. Was genau kann dabei zum Problem werden?

Bruder: Viele Imker ernten Propolis und verarbeiten diese dann zu Tinkturen, Cremes und Salben und verkaufen diese Produkte meist mit gesundheitsbezogenen Aussagen an ihre Kundschaft. Wenn die Imker aber beim Verkauf von Propolis gesundheitsbezogene Aussagen zu den Tinkturen, Cremes und Salben machen, wird ein Propolisprodukt automatisch zu einem Arzneimittel. Dann gilt das Arzneimittelrecht. Zur Herstellung von Arzneimitteln bedarf es aber einer Erlaubnis nach § 13 Abs. 1 AMG. Für das Inverkehrbringen bedarf es der Zulassung nach § 21 Abs. 1 AMG. Hier haben Imker keine Chance.

2. Unter welche Voraussetzungen darf man Roh-Propolis verkaufen und was gilt bei der Weiterverarbeitung – zum Beispiel als Tinktur?

Bruder: Imker können jederzeit, die geerntete Roh-Propolis – sie sollte natürlich sauber und ohne Rückstände sein – an Dritte weiterverkaufen.…

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Monatshinweise August 2016: Auffüttern mit Kristallzucker

August – Zeit für die Auffütterung

Für die meisten Bienenvölker steht im August die Auffütterung an. Mit einigen wandere ich noch zur letzten Tracht der Saison in die Heide; die allermeisten Völker bleiben jedoch zurück auf den Bienenständen und werden auf die Saison im folgenden Jahr vorbereitet. Das erste Augenmerk liegt dabei auf der Gesundheit.

Bereits nach der Ernte des letzten Honigs im Juli habe ich die Bienenvölker mit Ameisensäure im Schwammtuch oder im Liebig-Dispenser behandelt. Als Nächstes sollen sie auch wohlgenährt ins kommende Jahr starten.

Wir füttern ausschließlich klassischen Kristallzucker, der allerdings aufgrund unserer Biozertifizierung aus ökologischem Anbau stammen muss. Biolandimker können sich an einem gemeinsamen Zuckereinkauf beteiligen. Ein Großimker hat die Sache in die Hand genommen. Er verhandelt mit den Zuckerhändlern und sorgt dafür, dass jeder Imker seine Bestellung per Lkw geliefert bekommt. Der Zucker wird in 25-kg-Säcken angeliefert.

Warum nur Kristallzucker?

Vielen Imkern ist das Auflösen des Zuckers zu mühsam, und sie sind froh, dass es Fertigsirup gibt. Auch ich dachte so, bis ich vor einigen Jahren schlechte Erfahrungen mit Sirup machte. Da ich mit steigenden Preisen rechnete, hatte ich mir die für zwei Jahre notwendige Menge auf Vorrat gekauft. Im ersten Jahr überwinterten die Bienen tadellos auf dem Fertigfutter.

Vor der Einfütterung im folgenden Jahr stellte ich fest, dass ein Teil des Futters schon in den Foliensäcken etwas kristallisiert war.…

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Varroa Milben Zählen

Varroa Milben zählen – So ermitteln Sie ...

Wie viele Varroa-Milben sind in den Bienenvölkern? Es ist an der Zeit, den Befall zu kontrollieren und zu entscheiden, ob eine späte Tracht genutzt werden soll.

Innerhalb von drei Wochen verdoppelt sich die Anzahl der Varroa-Milben im Bienenvolk. Das kann jetzt ab Juli von entscheidender Bedeutung sein, denn die bald schlüpfenden Winterbienen sollten so wenig wie möglich mit Milben belastet sein.

Vor der Entscheidung, ob noch weiterhin Honig geerntet werden soll oder ob es schon jetzt an der Zeit ist, die Bienenvölker gegen die Varroa-Milben zu behandeln, sollte der Befall kontrolliert werden. Dazu kann man unterschiedliche Methoden nutzen.

Gemülldiagnose: Vorsicht Ameisen

Klassischerweise nutzt man dazu eine Gemülldiagnose, also das Auszählen der Milben auf einem Schied bzw. Bodenschiebers, das unter das Brutnest in den Boden der Beute geschoben wird. Fallen darauf mehr als vier braune Milben pro Tag, sollte zeitnah eine Behandlung erfolgen, rät Jens Radtke vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Braune Milben sind adulte Milben, die sich von den frisch geschlüpften, sehr hellen, fast transparenten Milben in Farbe und Größe unterscheiden.

Bei der Gemülldisgnose hat man allerdings immer das Risiko, keine genauen Werte zu erhalten, da Ameisen die Milben von den Schieds wegtragen und fressen oder der Wind diese herunterwehen kann, wenn man das Schied zur Kontrolle aus der Beute nimmt.…

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Lindenblüte Ableger Bienen Juli

Juli – Ablegerpflege und Honigernte

Im Juli lässt die Aufwärtsentwicklung unserer Bienenvölker nach. Das Schwärmen ist mit der Sommersonnenwende am 21. Juni vorbei. Die Völker brauchen nicht mehr kontrolliert zu werden. Die Vermehrung kann noch bis Mitte August weitergehen. Allerdings nimmt die Paarungslust der Jungköniginnen merklich ab, wenn die Nächte wieder länger werden. Zum Glück habe ich vorgesorgt und genügend Reserveköniginnen nachgezogen, die in Begattungskästchen auf ihre weitere Verwendung warten.

Für die Ableger richte ich einen extra Bienenstand ein. Dort stehen keine Wirtschaftsvölker. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ableger getrennt von den Altvölkern besser überwintern. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich vermute aber, dass es daran liegt, dass sich keine milbenbelasteten Bienen aus den starken Altvölkern in die Ableger verfliegen.

Ableger Bienen erstellen

Bis Ende des Monats erstelle ich noch Ableger aus überzähligen, vollständig verdeckelten Brutwaben und begatteten Königinnen. Wenn alle Bienen aus den Brutwaben geschlüpft sind, behandle ich sie mit einer fertig angemischten und im Imkereifachhandel erhältlichen Milchsäurelösung. Dazu ziehe ich Wabe für Wabe und besprühe jede Seite mit zwei Stößen aus einer Zerstäuberflasche.

Dadurch starten die jungen Ableger frei von Varroen. Allerdings muss der Befall mit Milben weiter im Auge behalten werden. In den letzten Jahren hat die Milbenbelastung derart zugenommen, dass auch die mit Milchsäure behandelten Ableger noch zweimal mit Ameisensäure behandelt werden mussten.…

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Monatshinweise zum Imkern im April, 2016

April – Tränke, Drohnenbrut und Ausmiste...

Die Wanderung beginnt

Der April hält für Imker und Bienen mitunter Überraschungen bereit. Es kann noch einmal einen Wintereinbruch geben, oder der April wird schon so warm, dass Ende des Monats die ersten Schwärme fallen. In den meisten Jahren gibt es weder das eine noch das andere Extrem. Dann steht die Wanderung in den Raps an.

Zuvor werden die Bienen vom Amtsveterinär gründlich auf Amerikanische Faulbrut untersucht. Aufgrund der großen Bienendichte im Stadtgebiet bricht in Berlin immer wieder die Faulbrut aus. Auch in der Nähe meiner Bienenstände gab es schon Erkrankungen. Daher sind meine Amtstierärztin und ich uns darüber einig, dass von allen Völkern, mit denen gewandert werden soll, eine Futterkranzprobe genommen wird.

Das ist in meinem Stadtbezirk so festgelegt. In Berlin gibt es keine einheitliche Regelung. Jeder Amtsveterinär entscheidet in eigener Verantwortung, was er für eine Wandergenehmigung für sinnvoll hält.

Zusätzlich gibt es seit 2014 ein vom Land Berlin gefördertes Faulbrut-Monitoring. Dazu nehmen die Imker selbst Futterkranzproben und schicken diese an das für uns zuständige Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Daran beteilige ich mich mit meinen Standvölkern.

Da meine Stand- nicht getrennt von den Wandervölkern geführt werden, lasse ich alle Bienenvölker regelmäßig auf Faulbrut testen. Sicher ist sicher.

Bisher hatte ich noch keinen Faulbrutfall in meiner Imkerei.…

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Etiketten Gestalten

Eigene Etiketten gestalten

In der Juniausgabe hat unser Autor Michael Oertel Ihnen wertvolle Tipps zur Gestaltung von eigenen (Zusatz-)Etiketten für Ihr Honigglas gegeben. Auf den folgenden Seiten stellt Oertel Ihnen eine Technik vor, mit der Sie Ideen für Ihr eigenes Etikett entwickeln können. Außerdem beschreibt es die Wirkungen von geometrischen Formen, Farben und Schrifttypen. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auf der Internetseite des Autors www.imkerei-oertel.de.

Häufig scheitert die Gestaltung eines eigenen Etiketts bereits daran, dass einem die Ideen fehlen. Schließlich hat nicht jeder Imker die kreative Lässigkeit, mit der ein Designer seinen Schal über die Schulter wirft. Zum Glück gibt es aber Techniken, mit denen neue Ideen gefunden werden können. Dazu gehört das sogenannte Brainstorming, das am besten innerhalb einer Gruppe funktioniert.

Dabei sammelt man in einem ersten Schritt spontane Ideen und Assoziationen und schreibt diese auf einzelne Karten. Achten Sie darauf, keine Nennungen zu übergehen oder von vornherein zu verwerfen. Gestalten Sie diesen Schritt möglichst offen – vermeiden Sie also Einschränkungen oder Vorabbewertungen, um ein möglichst breites Spektrum an Ideen zu bekommen. Auch ungewöhnliche Fragestellungen können hilfreich sein, wie „Was ist an Honig sexy?“.
 
Im zweiten Schritt sortieren Sie die so gewonnenen Ideen und bewerten diese nach Anwendbarkeit und Durchführbarkeit.…

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Einwabenableger

Ein Einwabenableger ergibt ein Volk

Unglaublich, wie wenig Brut ausreicht, um ein neues Bienenvolk zu bilden. Wer jetzt eine Wabe abzweigt, hat im Herbst ein starkes Jungvolk.

Die gängige Methode: Je mehr Brut, desto besser. Mit möglichst vielen Brutwaben bilden die meisten Imker ihre Ableger. Oft wird ein Volk gleichberechtigt geteilt – die Hälfte der Brut wandert in den Ableger, die andere verbleibt im Muttervolk. Wer seine Völker für die Ableger so stark schröpft, hat keine starken Honigproduzenten zur Frühtracht am Start. Und die „Bombenableger“ machen nichts als Ärger: Sie fressen und brüten stark, produzieren viele Varroamilben und wollen im September vielleicht sogar schwärmen.

Die Alternative: Ein Brutbrett reicht. Suchen Sie bis spätestens Mitte Mai eine gut mit Brutzellen bestückte Wabe mit ansitzenden Bienen aus dem Muttervolk, und bilden Sie daraus einen Ableger.

Ab zum Außenstand

Und so funktioniert es: Wählen Sie eine Brutwabe, die auf jeder Seite zu drei Vierteln mit verdeckelter Arbeiterinnenbrut belegt ist. Außerdem sollte eine handtellergroße Fläche mit Eiern oder jüngsten Larven vorhanden sein, aus denen sich die Bienen eine neue Königin ziehen können. Ist zudem jede Wabenseite mindestens zur Hälfte mit ansitzenden Bienen bedeckt, hat der Ableger sofort ausreichend Personal.

Unverzichtbar ist folgende Wabenanordnung: Die Brutwabe direkt an eine Zargenwand hängen, daneben ein Rähmchen mit Mittelwand, dann eine Futterwabe.…

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Schätzrahmen: Volksstaerke erfassen

Die Volksstärke erfassen

Wie stark ist ein Volk wirklich?

Die Antwort erhält man nur durch eine möglichst genaue Schätzung. Hier bietet sich die Liebefelder Schätzmethode an. Sie ist zwar deutlich aufwendiger als das reine Durchzählen besetzter Wabengassen, dafür liefert sie aber verlässliche Daten.
In der Januarausgabe des dbj hat Dr. Pia Aumeier die Schätzmethode genauer vorgestellt.

Übung

Hier finden Sie eine Übung mit zahlreichen Bildern zum Schätzen. Das übt nicht nur das Auge, sondern macht sogar Spaß!

Autor: Sebastian Spiewok

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Bienwaben: Melezitose Alarm
20. März 2014

Melezitose-Alarm

Bei uns trafen vermehrt Anfragen von Imkern aus Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg ein, die darüber berichteten, dass sie ihren Honig kaum ausschleudern konnten. Der Honig bleibt hartnäckig in den Waben. Ursache dafür ist Honigtau mit hohem Melezitoseanteil, den die Bienen vermehrt eingetragen haben. Da es lange Zeit nicht geregnet hatte, blieben Honigtau und Läuse lange auf den Blättern. Das Ergebnis ist sogenannter Zementhonig, der aufgrund des Zuckers Melezitose sehr schnell auskristallisiert. Trachtquellen für diesen Honigtau können nicht auf wenige Pflanzenarten eingeschränkt werden, häufig sind es aber Nadelbäume, wie Fichten, Lerchen und Kiefern. Vermutlich nimmt der Melezitoseanteil im Honigtau bei Wärme zu.

Die Bienen können auf diesem Honig nicht überwintern. Daher muss er aus den Völkern entfernt werden. Man kann ihn manchmal wie Heidehonig stippen. Dann lässt er sich schleudern. Die meisten Imker haben aber keine Geräte zum Stippen. In diesem Fall kann man die Waben für das Frühjahr aufbewahren. Wenn den Bienen dann mehr Wasser zur Verfügung steht, können sie das Futter auflösen. Diese Option haben sie im Winter nicht. Das Umtragen des Futters kann die Bienen allerdings belasten. Am besten sollte man kurzen Prozess machen und die Waben einfach einschmelzen.

Autor: Sebastian Spiewok

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