Schlagwort: Varroamilbe

Sommertrachthonig

Sommertrachthonig: Wie spät ist zu spät ...

Zu den letzten Trachten des Jahres gehören Heide, Wald und Phacelia. Letztere stammt meist aus Blühmischungen von Äckern, die im betreffenden Jahr nicht bewirtschaftet werden. Doch wer auf diese späten Nektarquellen für Sommertrachthonig setzt, schiebt die Behandlung gegen die Varroamilbe auf. Doch wie spät ist zu spät? Und wie gut sind die späten Trachten für die Bienen wirklich?

„Sommertrachthonig“ ist ein Sammelbegriff. Sowohl Blütenhonige aus den Sommermonaten Juli und August als auch Honige, die zum großen Teil Honigtau enthalten, können damit gemeint sein. Für die meisten Imkerinnen und Imker ist mit dem Ende der Lindenblüte Schluss mit der Honigernte und sie beginnen, die Bienen gegen die Varroamilbe zu behandeln und einzufüttern. Doch mancherorts blüht noch eine der ganz späten Trachten wie die Heide oder auch Blühmischungen mit Phacelia und Buchweizen. Außerdem gibt es auch noch den Honigtau, den die Bienen sammeln und zu Honigtauhonig verarbeiten. Leider bergen all diese späten Sommertrachthonige bzw. Spättrachten Gefahren: Für die Bienen einerseits, für die Imkerinnen und Imker andererseits.

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MAQS

MAQS anwenden: Darauf sollten Imker acht...

Die Anwendung der Mite Away Quick Stripes – kurz MAQS – an Bienenvölkern wurde über acht Jahre an der Ruhr-Universität Bochum getestet. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengestellt. 

Zwar wurden MAQS im Jahr 2014 mit einer sogenannten Wartezeit für Honig von null Tagen zugelassen. Dennoch sollten Sie die Streifen erst nach der letzten Honigernte einsetzen, wenn Sie die Verkehrsfähigkeit Ihres Honigs erhalten wollen. Untersuchungen der Bieneninstitute in Celle und Bochum haben ergeben, dass Behandlungen kurz vor einer Tracht erhöhte Ameisensäurewerte noch Wochen nach der Tracht nach sich ziehen. 

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Varroamilben zählen.

Varroamilben zählen: Hoher Befall – oder...

Um den richtigen Zeitpunkt für eine Varroabehandlung abzupassen, ist es wichtig, den Befallsgrad zu kennen. Also sollte man Varroamilben zählen. Doch wie sieht eigentlich eine Varroamilbe aus? 

Anders als auf ihrem asiatischen Ursprungswirt vermehren sich Varroamilben in den Völkern unserer Westlichen Honigbiene hervorragend sowohl in Drohnen-, als auch in Arbeiterinnenbrut. 2,6 Töchter entstehen im Mittel während der 14 verdeckelten Tage in männlichen, 1,4 Töchter während der zwölf Tage in weiblichen Brutzellen. 

Varroamilben zählen: 10, 20, 40, 80 … 

Obwohl Varroa-Weibchen das Kinderkriegen schon nach etwa zwei Brutzyklen mit dem Leben bezahlen, kann sich von März bis Oktober die Gesamtmilbenzahl im Volk alle drei Wochen verdoppeln. 

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Ameisensäurebehandlung gegen die Varroamilbe.

Ameisensäure abholen unter Corona-Auflag...

Trotz Corona – die Varroamilbe schläft nicht. Bienen-Journal Redakteurin Xandia Stampe berichtet, wie sie Ameisensäure bei ihrem Imkervereinsvorsitzenden abholte in Zeiten der geltenden Corona-Auflagen.

Eines der größten Probleme in der Imkerei stellt der Befall unserer Bienen mit der Varroamilbe dar. Jetzt im Frühjahr werden Drohnenrahmen ausgeschnitten um die Befallsschwelle niedrig zu halten.

Später, so ab Juli verwenden wir den Nassenheider Verdunster um die Varroen zu bekämpfen, damit möglichst gesunde Bienen überwintern können. Das hat sich bei uns bisher immer bewährt. So haben wir über den Winter kein Volk verloren, wenn man davon absieht, dass ein Volk weisellos geworden war und wir es abfegen mussten.

Ameisensäure: Sammelbestellung auch zu Corona-Zeiten

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Nassenheider Verdunster

Verlagsbienen bekommen Ameisensäure

Nach der letzten Honigernte und einer ersten Portion Futter, wurde es Zeit für die erste von zwei Ameisensäurebehandlungen gegen die Varroa. Da ich zu der Zeit noch im Urlaub war, musste Saskia die Behandlung alleine durchführen. Ein Blick in die Futtertröge verriet ihr, dass alle fünf Völker das Futter gut abgenommen hatten.

Vorbereitung der Verdunster mit der Ameisensäure

Befüllen der Säureflaschen mit Ameisensäure
Beim Befüllen der Säureflaschen ist ein Trichter sehr nützlich.

Für die Behandlung nahm sie wie immer den Nassenheider Verdunster Professional, die sie vorab im Honigraum befüllte. Das Fenster muss dabei groß geöffnet sein, damit der Säuredampf schnell abziehen kann. Mit einem Marker markierte sie sich auf den Flaschen die Füllhöhe für 180 ml – das macht das Befüllen leichter. Wichtig: Immer mit Trichter arbeiten, damit nichts danebengeht! Jeder Verdunster wurde außerdem so beschriftet, dass immer klar ist, welcher zu welchem Volk gehört. Je nach Volksgröße (1 oder 2 Zargen, Deutsch Normalmaß oder Dadant) erhielten die Völker die passende Verdunstungsmenge sowie die passende Dochtgröße.

Für unsere Völker hatte Saskia folgende Maße gewählt:

– Volk A (Stockwaagenvolk, 1 Zarge): 120 ml, kleinster Docht
– Volk B (eingefangener Schwarm neben Stockwaagenvolk, 1 Zarge): 120 ml, kleinster Docht
– Volk C (größtes Volk in der Mitte vom Stand, 2 Zargen): 180 ml, mittlerer Docht
– Volk D (Ableger, den wir im Mai/Juni gebildet hatten, 1 Zarge): 120 ml, kleinster Docht
– Volk E (Schwarm in Dadantbeute): 120 ml, mittlerer Docht

Mit Ameisen behandeln: Bienen kennen kein Varroawetter

Varroawetter
Das Wetter für eine Ameisensäurebehandlung war an diesem Tag für unsere Region hervorragend.

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Varroabekämpfung Foto: Sabine Rübensaat

Varroabekämpfung ohne Chemie: Das gehört...

Im September ist die klassische Behandlung der Bienenvölker gegen die Varroamilbe abgeschlossen. Wer auf eine Varroabekämpfung komplett ohne Chemie setzt, muss allerdings die ganze Bienensaison gut planen. Diese Verfahren helfen, auf chemische Mittel zu verzichten.

Die Biologie der Varroamilbe ist und bleibt trotz wiederkehrender Erklärungen für viele Imker ein Rätsel. Trotz oder vielleicht wegen der vielen möglichen Behandlungsmethoden bewegt dieses Thema jeden Imkerverein jedes Jahr aufs Neue. Wie viele Bienenvölker gehen zugrunde, weil sie falsch, zu spät oder überhaupt nicht behandelt wurden? Ende August lese ich einen Facebook-Eintrag: „Soll ich jetzt schon mit der Varroabehandlung beginnen oder kann ich noch zwei Wochen warten“. Solche Fragen zeigen, dass fundamentale Grundsätze in der Organisation der Bienenhaltung nicht geregelt sind.

Varroabekämpfung ohne Chemie: Anspruchsvoller als viele Neuimker denken

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Varroabehandlung mit Biotechnik

Varroabehandlung mit Biotechnik im Späts...

Als Alternative zur Ameisensäurebehandlung werden im Spätsommer zunehmend auch biotechnische Verfahren in der Varroabehandlung angewandt. Bis wann die Methoden eingesetzt werden können und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Varroabehandlung: Käfigen und behandeln mit Oxalsäure

Kurzbeschreibung: Die Königin wird für 25 Tage – also über eine Brutperiode hinweg – in einen kleinen Käfig gesperrt, der in eine Wabe eingelassen ist. Die Wabe wird mittig im Brutnest platziert. Nachdem alle Brut ausgelaufen ist, befreit man die Königin und behandelt das Volk am frühen Morgen oder späten Abend mit Oxalsäure.

Vorteile: Die Methode erfordert einen geringen Materialeinsatz und nur wenige Arbeitsschritte. Sie ist wetterunabhängig, und der Beginn des Verfahrens ist bereits zehn bis 14 Tage vor Trachtschluss möglich.

Zu beachten: Umstände bereitet manchen Bienenhaltern, dass die Königin gesucht und umgesetzt werden muss. Damit sie nicht ihren eigenen Untertanen zum Opfer fällt, muss der Käfig für die Arbeiterinnen durchlässig sein. Herkömmliche Zusetzkäfige sind daher ungeeignet. Der Käfig kann, zum Beispiel aus einem Plastik-Absperrgitter, auch selbst angefertigt werden. Königinnenverluste treten bei dieser Art der Varroabehandlung nur dann auf, wenn es zuvor schon Umweiselungstendenzen im Volk gegeben hat oder extreme Trocken- oder Hungerphasen auftreten, sagt Martin Gabel vom Bieneninstitut Kirchhain. Er gibt den Tipp, den Zeitpunkt des Freilassens der Königin für eine Umweiselung zu nutzen.…

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Oxalsäure Apothekenpflichtig
27. September 2018

Oxalsäure apothekenpflichtig oder nicht?

Bestimmte Tierarzneimittel zur Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe, die Oxalsäure oder Thymol enthalten, sind zukünftig nicht mehr apothekenpflichtig.

Die Zulassungsinhaber von API Life Var und Oxuvar 5,7 % haben jeweils einen Antrag auf Entlassung aus der Apothekenpflicht für ihre Präparate zur Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe gestellt und damit eine Änderung der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel gefordert. Konkret geht es sowohl um die Entlassung von

  • Thymol in Fertigarzneimitteln auch in Kombination mit Eukalyptusöl, Campher und Menthol sowie um
  • Oxalsäure bis 5,7 %, also auch für Oxalsäure 3,5% ad us. vet.

Am 21. September hat nun auch der Bundesrat diesen Anträgen zugestimmt, da kein zusätzlicher Schutz für den Anwender und die korrekte Anwendung durch die Apothekenpflicht gesehen wird. Es war der finale politische Akt im Gesetzgebungsverfahren zur Änderung der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel. Die geänderte Verordnung gilt direkt mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

Mit der Entlassung aus der Apothekenpflicht ist der Handel mit den entsprechenden Tierarzneimittel auch außerhalb von Apotheken erlaubt. Nach Angaben des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wäre damit prinzipiell der Vertrieb über den Bienenfachhandel möglich.

Oxalsäure apothekenpflichtig? Das ändert sich für Imker

Viel mehr als der Bezugsort wird sich für Imker allerdings nicht ändern.…

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