Autor: Jana Woerrle

Honigverkauf Nepal

Erster Besuch bei den Imkern Nepals – Te...

Am Stadtrand von Lalitpur liegt der Beekeeping Workshop, einer der wenigen Läden Nepals, indem es Imkereiequipment zu kaufen gibt. Fotos: Nils Heichen

Dritter Tag der Imkerreise: Heute haben wir die ersten Bienenprojekte in Nepal besucht. Im Hauptsitz der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) trafen wir uns mit Roshan Shrestha, der als Fachberater für das ehemalige Projekt „Inclusive Economic Developement“ zuständig war, bei dem es vor allem darum ging, die Entwicklung der Ökonomie in Nepal zu stärken.

Ein Aspekt des Projektes war es, die Armut in der Landbevölkerung zu senken, indem man ihnen beibrachte wie man Bienen hält und Honig von guter Qualität erzeugt, um mit dem Verkauf ein Einkommen zu generieren. „Zuerst war es schwer, die Leute zu überzeugen, Bienen in Beuten zu halten, statt in den Wald zu gehen und den Honig aus wilden Völkern in Baumhöhlen zu holen. Aber als sie merkten, dass Sie mit der Imkerei gutes Geld verdienen können, wurden sie aufgeschlossener“, berichtet Roshan Shrestha.

Imker und Ladenbesitzer Sanubhai Basel zeigt uns seine Werkstatt, wo er die Beuten komplett selbst baut.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Imkerkooperationen organisierte die GIZ Ausbildungen für Imker, Material und Workshops, in denen die Imker lernten, wie sie ihre Beuten selbst bauen können.…

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Der Tempel der Kumari

Kahtmandu: Auf ins Getümmel – Teil 2...

Zweiter Tag der Nepalreise: Wir sind in Kahtmandu angekommen. Nachdem wir uns bei einem Frühstück im Hotel von den Flugstrapazen erholt haben, erkunden wir die Hauptstadt Nepals zu Fuß.

Als Willkommensgruß bekommen die Reiseteilnehmer ein seidenes Tuch um den Hals gelegt. Fotos: Saskia Schneider

„Bleiben Sie bitte als Gruppe zusammen“, weist uns Reiseleiter Binaya Neupane an. Das ist leichter gesagt als getan. Die Straßen im Zentrum Kahtmandus sind Fußgängerzone, Fahrradweg, Verkaufsfläche und Fahrbahn zugleich. Dazwischen bahnen sich unzählige von Mofas den Weg durch das Getümmel, die sich laut hupend in jede freie Lücke schieben.

So müssen wir uns zwischendurch immer wieder sammeln und werden in kurzer Zeit von Verkäufern umringt. „Ignorieren Sie sie“, empfiehlt Neupane. „Sonst folgen sie Ihnen den gesamten Weg, bis Sie etwas kaufen.“ Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Händerinnen und Händler sind auf ihre Weise oft sehr charmant, wenn Sie versuchen, bunte Armbänder, Ketten oder selbstgebaute Musikinstrumente zu verkaufen. Viele sprechen ein paar Worte Englisch oder Deutsch und so kommt man schnell ins Gespräch – auch wenn man nichts kauft.

Im Straßengetümmel Kahtmandus: Bei so vielen Menschen und Mofas verliert man leicht den Überblick.

Auf dem Königsplatz in Kathmandu

Nach etwa 30 Minuten erreichen wir den Durbar Square, Kathmandus Königsplatz, mit seinen vielen Palästen und Tempelbauten.…

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Rapsfeld
17. Oktober 2019

Ehrung für Peter Maske

Der frühere Präsident des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.), Peter Maske, wurde von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit der Professor-Niklas-Medaille in Gold ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um die höchste Ehrung des Ministeriums. Diese wird für herausragendes Engagement für Landwirtschaft und Ernährung vergeben.

Peter Maske: „Lösungsorientiert und nicht ideologisch“

Peter Maske hat sein langjähriges Amt des D.I.B.-Präsidenten aufgegeben und ist nun Ehrenpräsident. Foto: Sebastian Spiewok

„Es ist Ihnen gelungen, die Bedeutung der Bienen – stellvertretend für die gesamte Artenvielfalt – fest in der Gesellschaft und Politik zu verankern“, lobte die Ministerin den Geehrten. „Sie waren in Ihrer Arbeit lösungsorientiert und nicht ideologisch und haben die Erfordernisse einer produktiven Landwirtschaft mit den Schutzansprüchen der Insekten in der Agrarlandschaft verknüpft.“

Peter Maske wird Ehrenpräsident

Maske hatte am vorangegangenen Wochenende sein Amt als Präsident des D.I.B. auf dem Deutschen Imkertag in Konstanz abgegeben und war nicht erneut zur Wahl angetreten. Er wurde allerdings zum Ehrenpräsidenten des Verbandes ernannt. Das Präsidentenamt hatte Maske elf Jahre lang inne. Auf regionaler Ebene, wo er bereits seit 35 Jahren in unterschiedlichen Positionen aktiv ist, möchte Maske weiter mitwirken.

Neben Maske erhielten der Koch Tim Melzer und die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Cornelia Weltzien die Medaille in Silber. Die Auszeichnung ist nach Wilhelm Niklas benannt, den ersten Bundeslandwirtschaftsminister von 1949 bis 1953.…

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Leserreise Nepal: Sonnenaufgang über den Bergen.

Nepal: Im Land der Honigjäger – Teil 1...

Unser großes Abenteuer nach Nepal beginnt!

Tag 1 Anreise: Nepal wir kommen!

Reisemaskottchen Betty
Nepal wir kommen. Immer mit dabei: Reisemaskottchen Betty. Die kleine Stoffbiene wurde vom berühmten Bienenforscher Seeley getauft und darf beim Abenteuer mit dabei sein. Fotos: Saskia Schneider

Von Berlin aus geht es mit dem Flugzeug über Istanbul nach Kathmandu, Nepals Hauptstadt. Bei unserer großzügigen Umsteigezeit vertreiben wir uns die Langeweile in den vielen Geschäften des riesigen Flughafens in Istanbul. Dort entdecken wir den wohl teuersten Honig der Welt: Anzer Honig für knapp 700 Euro pro Kilogramm. Das toppt sogar den teuren Manukahonig.

Die türkische Spezialität kommt aus Region im Anzer-Plateau, nahe der Stadt Rize und soll sehr wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, wie eine Beschreibung des Honigs, der in einer verschlossenen Vitrine präsentiert wir, informiert. So soll er aus dem Nektar von vier bestimmten Blütenpflanzen entstehen, die nur dort in der Gegend und sonst nirgendwo auf der Welt wachsen – ein Muss für jeden Gourmet. Daneben soll er heilende Eigenschaften haben und zum Beispiel bei Magenschmerzen und Verletzungen der Haut helfen. Wir verzichten auf eine Kostprobe.


Auf dem Flughafenbazar entdecken wir den wohl teuersten Honig der Welt: die Spezialität vom Anzer-Plateau nahe der Stadt Rize kostet knapp 700 Euro pro Kilogramm.

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Deutscher Imkertag 2019 in Konstanz
14. Oktober 2019

Torsten Ellmann ist neuer D.I.B.-Präside...

Torsten Ellmann wurde auf dem Deutschen Imkertag in Konstanz zum neuen Präsidenten des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) gewählt.

Der neue D.I.B.-Präsident Torsten Ellmann. Foto: Sebastian Spiewok

Der 53-Jährige Familienvater ist der jüngste Präsident in der Geschichte des D.I.B. Bislang war Ellmann Vorsitzender des Landesverbandes der Imker Mecklenburg-Vorpommern und zwischenzeitlich bereits einmal Mitglied des Präsidiums.

Gegen seinen Mitbewerber, den Rechtsanwalt Wolfgang Maurer setzte sich Ellmann klar durch: Er erhielt 119 Stimmen, Maurer 10.

spie

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Mittelwände
11. Oktober 2019

Wachspetition in nächster Runde

Der Petitionsausschuss des Bundestages hat beschlossen, die „Wachspetition“ von Imker Markus Gann an das Bundeslandwirtschaftsministerium zu überweisen.

Gann hatte die Petition bereits 2017 eingereicht. Er war von Mittelwänden betroffen, die mit Stearin verfälscht worden waren.

Wachspetition fordert gesetzliche Definition von Bienenwachs

Die Unterstützer der Petition fordern eine gesetzliche Definition von Bienenwachs. Die Bundesregierung hatte auf Anfrage des Ausschusses ausgeführt, dass zunächst die wissenschaftlichen und analytischen Grundlagen des Problems geklärt werden müssten, bevor gesetzliche Regelungen getroffen werden könnten.

Der Ausschuss hielt die Petition für geeignet, in die Anforderungen für die Forschungsmaßnahmen einbezogen zu werden.

spie

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Oxalsäure träufeln

So vermeiden Sie Rückstände im Honig

Die meisten Behandlungsmittel gegen die Varroamilbe basieren auf organischen Säuren. Sie hinterlassen Rückstände im Honig. Zwar gelten diese als gesundheitlich unbedenklich, dennoch darf der Honig nicht verkauft werden.

Immer wieder wenden sich Imker an das Laves Institut für Bienenkunde in Celle und fragen, wie genau die sogenannte Wartezeit zu verstehen ist. Sie ist als Angabe auf Behandlungsmitteln gegen die Varroamilbe abgedruckt. Dabei geht es speziell um die Angabe von „0 Tagen“ auf Behandlungsmitteln. Das Bieneninstitut hat die wiederholten Nachfragen zum Anlass genommen, in einem Rundschreiben vom 30.September 2019 über das Thema aufzuklären.

dbj

Lesen Sie hier, was Sie in der aktuellen Ausgabe des Bienenjournal-Hefts erwartet:

» Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

TOP-THEMEN im Juli-Heft

1. Alleen für die Bienen

Die Zahl der mit Alleen bestandenen Kilometer geht in Deutschland kontinuierlich zurück. Das sind schlechte Nachrichten für Imkerinnen und Imker, denn ein großer Teil der Alleebäume sind Bienenweiden. Durch Engagement lässt sich jedoch häufig etwas ändern. Das dbj zeigt, welches Bundesland dabei als Vorbild dienen kann.

2. Sandarium bauen

Rund 80 Prozent der hierzulande vorkommenden Wildbienen-Arten besiedeln keine Insektenhotels, weil sie im Erdreich oder in Mauern nisten. Mit Sandarien und Lehmwänden kann man die Tiere unterstützen. So kann man sie selber bauen.

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Zusatzkäfig für die Bienenkönigin

Fitte Winterbienen: Oktober im Bienensto...

Im Oktober beginnt der Herbst. Das Einfüttern sollte abgeschlossen sein. Wenn nicht, gibt es dennoch Tricks, wie die Winterbienen noch Futter annehmen. Wichtig außerdem: Die Frage nach dem Alter der Königin.

Während die Erinnerung an den Sommer noch stark ist, schleicht sich der Herbst über unsere Felder. Die Bienen sollten jetzt eingefüttert sein. Bei den immer tiefer werdenden Nachttemperaturen nehmen sie das Futter nicht mehr gut ab.

Das Füttern klappt noch, wenn das Futtergeschirr von den Bienen leicht erreichbar ist: Mit einer nahe an die Bienen herangerückte Futtertasche nehmen sie das Futter auch bei tiefen Temperaturen ab. Aber nach altehrwürdiger „Lehrmeinung“ sollte der Imker die Winterbienen nicht mit dem Umarbeiten des Winterfutters belasten. Ob dieses Argument wirklich stichhaltig ist, kann ich nicht überprüfen, aber mit meinem imkerlichen Gesamtblick auf den Zustand der Völker bezweifle ich das.

Winterbienen bekommen hochenergetische Nahrung

Welche Tätigkeiten im Leben einer Winterbiene sind anstrengend und lebenszeitverkürzend?

Man sollte zunächst meinen, dass die Brutpflege besonders anstrengend sei. Das ist aber nicht der Fall. Das Aufheizen des Brutnestes und die Sammelflüge sind die anstrengendsten Tätigkeiten im Volk. Bienen, die im Stock stark zuckerhaltiges Futter finden, müssen nicht ausfliegen, um die Beute nach Hause zu bringen. Im Gegenteil: Sie kommen mit einer hochenergetischen Nahrung in Kontakt, diese geht durch ihren Körper und gibt diesem einen Energieschub.…

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Propolis

Propolis: Wundermittel oder Allergieausl...

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit hat Biologin Nadine Kunz an Propolis geforscht. Die Mitarbeiterin am Julius Kühn-Institut in Braunschweig beantwortet fünf Fragen zu dem besonderen Stoff aus dem Bienenvolk.

1. Was genau ist Propolis – aus was besteht es und wie stellen die Bienen es her?

Kunz: Propolis besteht aus Pflanzenharzen, die die Bienen sammeln, und aus Wachs, welches die Bienen selbst „produzieren“. Die Harze stammen in Deutschland von Laubbäumen. Welche genau dies sind ist noch nicht vollständig geklärt. Sichere Vertreter sind Esskastanie und Pappeln. Nadelbäume, die ja bekannt für ihre Harze sind, werden von den Bienen unseres Wissens nach nicht beflogen um Harze zu sammeln.

Tinktur gegen Erkältung und Entzündung

2. Wie erntet man Propolis und unter welchen Umständen gelingt das am besten?

Kunz: Am besten nutzt man dafür ein Plastikgitter mit dünnen Schlitzen. Man bekommt solche Gitter im Imkereifachbedarf. Sie eignen sich besser als Absperrgitter aus Metall und auch von speziellen Wachstüchern rate ich ab. Diese geben oft Fasern ab, die die Alkohollöslichkeit verschlechtern. Die Gitter legt man auf den Brutraum auf und erntet das Propolis dann, wenn die Schlitze damit verkittet sind. Dafür gebe ich es in einen Plastiksack und dieser kommt in die Tiefkühltruhe bis alles durchgekühlt ist.…

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Gummistiefelblumentöpfe

Kindergärten punkten beim Pflanzwettbewe...

Der Pflanzwettbewerb der Initiative „Deutschland summt!“ hat eine besondere Kategorie – die der „Kitagärten“. Die Gewinner 2019 stehen nun fest. Mit diesen Ideen überzeugten sie.

Bienenfreundliche Gartenparzelle der Kita Fidibus aus Bremen.
Bienenfreundliche Gartenparzelle der Kita Fidibus aus Bremen. Fotos:
Armelle Mai-Thesing

Am 14. September 2019 fand im Abgeordnetenhaus in Berlin die Prämierungsfeier für alle Sieger des diesjährigen Pflanzwettbewerbes von „Deutschland summt!“ statt. Den ersten Platz in der Kategorie „Kitagärten“ sicherten sich in diesem Jahr die Kinder des Kinderhauses Bummi aus Dohna in Sachsen.

Pflanzwettbewerb: Ideen zum Nachmachen

Das Kinderhaus konnte nicht nur mit der gelungenen Umgestaltung ihres Kitagartens punkten, sondern auch mit einer eigens für alle „Nachmacher“ gedachten Website. Auf dieser Homepage kann man die aktuellen Projekte verfolgen. Erzieher und Pädagoge können sich Tipps und Anregungen zum Selbermachen holen.

Wieder dabei waren auch die Kinder der Kita Fidibus aus Bremen. Sie erreichten das zweite Jahr in Folge einen Platz auf dem Siegertreppchen. 2018 kam die Kita Fidibus für die Gestaltung ihres Außengeländes auf den ersten Platz. Dieses Jahr wurden sie für ihre neu gestaltete, bienenfreundliche Gartenparzelle mit dem zweiten Platz belohnt.

Kindergartenimkerei mit drei Bienenvölkern.
Kindergartenimkerei mit drei Bienenvölkern.

Die Fidibus Kita betreibt zusätzlich, gemeinsam mit einem Imker eine Kindergartenimkerei. Sie pflegt zurzeit drei Bienenvölker. Die kleinen Nachwuchsimker sind hierin so erfolgreich, dass im November 2018 der erste Honigmarkt stattgefunden hat.…

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Apimondia 2023
20. September 2019

Apimondia 2023 in Chile

In vier Jahren findet die Apimondia in Chile stattfinden. Das Land setzte sich bei der Wahl in Montreal gegen Äthiopen, den einzigen Mitbewerber für das Jahr 2023, durch.

Der nächste Kongress in zwei Jahren wird aber erst einmal in der Stadt Ufa stattfinden, der Hauptstadt der russischen Republik Baschkortostan. Die Apimondia findet alle zwei Jahre im Wechsel in einem europäischen und außereuropäischen Land statt.

Die nun erfolgte Wahl richtete sich auf das Jahr 2023. Dann findet die Apimondia in Santiago de Chile statt.

spie

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Honigwabe
18. September 2019

So viel Sommerhonig gab es 2019

Obwohl es in diesem Jahr in einigen Regionen Deutschlands kaum Sommerhonig zu ernten gab, fällt die Erntebilanz 2019 gut aus. Im Schnitt konnten die Imker mehr ernten als ein Jahr zuvor.

Die Ergebnisse der jährlichen Umfrage zu den Erntemengen des Sommerhonigs stehen fest. Das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen hat sie gesammelt, ausgewertet und nun veröffentlicht. So konnte die Imker in Deutschland in diesem Jahr durchschnittlich 16,6 Kilogramm Sommertracht ernten. 2018 lag der Wert bei 16,3 Kilogramm im Schnitt bei allen Imkern, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Das waren 9.560 Imker aus Deutschland und auch einige aus dem nahen Ausland – insgesamt so viele wie noch nie zuvor. Mitgezählt sind bei diesen Werten auch die Imker, die keinen Honig ernten konnten. Das waren 7,3 Prozent. Nimmt man sie heraus, ergibt sich eine Honigmenge von 18 Kilogramm im Schnitt pro Bienenvolk im Sommer 2019.

Erntemengen: Sommerhonig mit regionalen Unterschieden

Betrachtet man die regionalen Unterschiede, so sieht man für den Sommer 2019, dass die Honigernte in der Mitte Deutschland besser ausfiel als im Norden und vor allem im Süden. Wie auch bei der Frühtracht verzeichnetet Baden-Württemberg die schlechtesten Ergebnisse und die meisten Imkereien, die keinen Honig ernten konnten. Den meisten Sommerhonig ernteten Sachsen mit 22,8 Kilogramm im Schnitt, Rheinland-Pflanz mit 22 Kilogramm sowie Nordrhein-Westfalen und Berlin mit jeweils 21,3 Kilogramm Sommerhonig.…

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Bienenpflege August für gesunde Winterbienen
16. September 2019

Jeff Pettis ist neuer Präsident der Apim...

Dr. Jeff Pettis
Dr. Jeff Pettis. Foto: Dr. Sebastian Spiewok

Der US-Wissenschaftler Dr. Jeff Pettis wurde zum neuen Präsidenten der Apimondia gewählt. Er folgt damit dem 2018 verstorbenen Iren Philip McCabe.

Pettis hat mehrere Jahre lang das Bieneninstitut des US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in Beltsville Maryland geleitet. Nach einer Zwischenstation in der Schweiz ist er nun wieder in die USA zurückgekehrt. Während seiner Forschung arbeitete er unter anderem mit deutschen Wissenschaftlern an der Erforschung des Kleinen Beutenkäfers zusammen.

Weitere Themen, die er bearbeitete, waren unter anderem CCD sowie die Auswirkungen von Pestiziden auf die Königinnenqualität.

spie

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Honigernte
14. September 2019

Apimondia 2019: Verfälschter Honig ausge...

Fast die Hälfte der eingesendeten Honige für die World Beekeeping Awards der Apimondia 2019 wurden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Der Grund: Verfälschter Honig und Rückstände.

In diesem Jahr wurden die Honige zum ersten Mal in einem Labor untersucht. Die angelegte Messlatte lag dabei niedriger als der Standard in der Europäischen Union. Dennoch haben die Ausrichter des Wettbewerbs entschieden, 46 Prozent der Honige aufgrund von Verfälschungen oder zu hohen Rückständen zu disqualifizieren.

Verfälschter Honig und schlechte Honigqualität

Foto: Dr. Sebastian Spiewok

Honigverfälschungen und Honigqualität sind in diesem Jahr ein sehr großes Thema auf der Konferenz in Montreal. Es gab hierzu zwei Runde Tische und mehrere Symposien. Mit der Untersuchung und der Disqualifikation der Honige wollte die Apimondia auch ein klares Zeichen setzen, dass mancherorts noch deutlich an der Honigqualität gearbeitet werden muss.

Die Karten vor den Wettbewerbshonigen weisen auf das Ergebnis hin: Dieses Ausstellungsstück ist bei der Laboranalyse durchgefallen und kann daher nicht weiter beurteilt werden.

spie

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Eine stachellose Biene der Art Plebeia droryana
12. September 2019

Stachellose Bienen mögen kein Koffein

Einige Pflanzen fügen ihrem Nektar Koffein hinzu und tricksen damit Insekten wie die Westliche Honigbiene aus. Diese sammelt dann umso aktiver und bestäubt die Pflanze effektiver. Forscher haben nun gezeigt, dass stachellose Bienen sich so nicht locken lassen.

Koffein steckt nicht nur in Kaffee oder Tee, sondern auch im Nektar von Kaffee-, einiger Tee- und Zitruspflanzen. Auf das Nervensystem hat es bekanntermaßen eine anregende Wirkung – auch bei Honigbienen. Das haben Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) untersucht und gezeigt, dass die Sammeltätigkeit der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) steigt, wenn sie Nektar dieser koffeinhaltigen Pflanzen trinkt. Außerdem werden dann auch andere Bienen zu der Futterquelle geschickt und dazu motiviert, mit zu sammeln.

Koffein im Nektar lenkt die Bienen ab

Allerdings ist dies ein Trick der Pflanzen, der sich zum Nachteil der Bienen auswirken kann: Mit der erhöhten Sammeltätigkeit wird die Pflanze zwar besser bestäubt. Die Bienen werden vom Koffein jedoch davon abgelenkt, dass es möglicherweise andere Pflanzen in der Nähe gibt, die mehr Nektar und eine bessere Nektarqualität bieten.

„Manche Pflanzen nutzen nämlich Inhaltsstoffe wie Koffein, um Insekten anzuziehen und dadurch ihre Bestäubung zu fördern, während sie selbst möglichst wenig Energie in Nektar und Pollen investieren“, erklären die Forscher in einer aktuellen Mitteilung.…

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