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Standortwahl für Bienenvölker

Standortwahl für Bienenvölker: Was ist w...

Die Standortwahl für Bienenvölker sollte nicht völlig willkürlich erfolgen. Wir haben Tipps zusammengestellt, die helfen gute Standorte zu finden und dabei auch Ärger mit Nachbarn und Behörden zu vermeiden.

Bei der Standortwahl für Bienenvölker gehe ich pragmatisch vor: Ganzjährig stehen meine Völker ungeschützt in der prallen Sonne oder im Dauerschatten, in feuchten Senken und auf zugigen Hügelkuppen. Sie stehen unter Stromleitungen, Handy- und Hochspannungsmasten sowie unter Windrädern – und sind quietschfidel. Die Fluglöcher zeigen in alle Himmelsrichtungen. Ein Bienenhaus oder einen Freistand besitze ich ebenso wenig wie Wassertränken. Systematische Analysen in Sachen Standortwahl für die Beuten zeigen: Für das Wohlergehen der Bienen spielen all diese Parameter keine Rolle. Sehr feuchte Standorte – zu erkennen an Kellerasseln in und an der Beute – erfordern nur mehr Sorgfalt bei der Varroabehandlung mit Ameisensäure.

Standortwahl den Bienen überlassen

Auch schenke ich mir inzwischen jede Sorge um die Futterversorgung meiner Völker. Die Standorte sollen – so habe ich’s gelernt – ein ganzjähriges Trachtband aufweisen. Mehrfach habe ich für Versuche vermeintlich trachtarme Standorte für die Bienenvölker angewandert und die Bienen belehrten mich stets eines Besseren. Offenbar sind Menschen nicht in der Lage, die Qualität eines Standortes zu bewerten.

Überlassen Sie das Ihren Bienen: Aufstellen, korrekt führen und Erträge festhalten.…

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Bienenflucht - Foto: Sabine Rübensaat

Wie funktioniert die Bienenflucht?

Voraussetzung für die Honigernte sind bienenfreie Honigräume bzw. -waben. Die Bienenflucht ist ein praktisches Tool, um genau das zu erreichen. Wie funktioniert sie?

Um die Honigräume bienenfrei zu bekommen, haben Imkerinnen und Imker generell zwei Möglichkeiten: Entweder sie fegen die Waben einzeln ab oder sie setzen eine Bienenflucht ein. Die für Laien merkwürdig anmutenden Plastik-Einsätze („Ist das eine Vogeltränke? Ein Frisbee?“) bewirken, dass die Bienen innerhalb von 24 Stunden den Honigraum verlassen und dieser im Ganzen nahezu bienenfrei entnommen werden kann.

Ausgabe 6/2022

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MAQS

MAQS anwenden: Darauf sollten Imker acht...

Die Anwendung der Mite Away Quick Stripes – kurz MAQS – an Bienenvölkern wurde über acht Jahre an der Ruhr-Universität Bochum getestet. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengestellt. 

Zwar wurden MAQS im Jahr 2014 mit einer sogenannten Wartezeit für Honig von null Tagen zugelassen. Dennoch sollten Sie die Streifen erst nach der letzten Honigernte einsetzen, wenn Sie die Verkehrsfähigkeit Ihres Honigs erhalten wollen. Untersuchungen der Bieneninstitute in Celle und Bochum haben ergeben, dass Behandlungen kurz vor einer Tracht erhöhte Ameisensäurewerte noch Wochen nach der Tracht nach sich ziehen. 

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Teilen und behandeln

Teilen und behandeln: Acht weitere Falls...

Mit diesem Verfahren halten Sie Varroen im Schach und betreiben überdies Völkervermehrung. Für die letzten Schritte beim Teilen und behandeln haben Pia Aumeier und Malte Frerick acht weitere mögliche Fehler ausgemacht.

1. Fehler: Nachschaffungszellen zerstört

Direkt nach der Behandlung des Fluglings kann der Imker für drei bis maximal vier Wochen in den Urlaub fahren. Im Brutling ist solange nichts zu tun. Die Bienen ziehen eine Königin nach, diese macht den Hochzeitsflug. Für ausreichend Futter in dieser Zeitspanne hat der Imker vorab gesorgt. Wer trotzdem zwischendurch gucken will, zum Beispiel um das Futter oder die Nachschaffungszellen zu kontrollieren, sollte die Waben sehr vorsichtig ziehen und nicht schütteln. Nachschaffungszellen sind erschütterungsempfindlich.

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Teilen und behandeln Fehler Foto: AdobeStock_rockket_103602882

Teilen und behandeln Teil 1&2: 16 Fehler...

„Teilen und behandeln“ ist eine Methode, um Varroen in den Bienenvölkern zu bekämpfen. Für die ersten Schritte des Verfahrens haben wir 16 typische Fehler zusammengetragen und zeigen, wie man sie vermeidet.

1. Fehler: Keine Gemülldiagnose durchgeführt

Maximal fünf von 100 Wirtschaftsvölkern weisen bereits Ende Juli mehr als 30 Milben pro Tag an natürlichem Milbentotenfall auf. Sie sollten zeitnah mit Ameisensäure behandelt werden. Beim Teilen und behandeln kann es sonst passieren, dass der Brutling bei hoher Varroabelastung innerhalb von drei Wochen ohne Behandlung zusammenbricht.

2. Fehler: Gemüllwindel zu spät eingeschoben

Verbinden Sie das Einlegen der Gemüllwindel mit dem Einschieben der Bienenflucht vor der Honigernte und lesen Sie den Varroabefall aus, wenn der ausgeschleuderte Honigraum nach drei Tagen wieder zurück auf das Volk kommt. Wird die Windel erst zu diesem Zeitpunkt eingeschoben, finden sich auf ihr lauter abgeschrotete Wachsteilchen. Das Auslesen des Befalls wird so unmöglich gemacht.

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trockener Honig Foto: Simon Trocoli Castro

Trockener Honig: 10 Tipps, damit er geli...

Ein geringer Wassergehalt, also trockener Honig, ist ein bedeutendes Qualitätskriterium. Doch selbst in voll verdeckelten Waben kann er zwischen 13 % und 24 % schwanken. Manche Tricks sind geeignet, die Bienen bei der Honigtrocknung zu unterstützen. 

Generell gilt: Unentbehrlich vor dem Abtransport der Honigwaben ist eine Spritzprobe oder ein Refraktometertest. Geprüft wird das eingetragene Sammelgut auf einer der äußersten Waben des zuletzt aufgesetzten Honigraumes. Bei mehreren Völker reicht es aus, wenn man sich den Honig des stärksten Volkes am Stand genauer anschaut. Landet bei der Spritzprobe kein einziger Tropfen auf den Rähmchenoberträgern, ist in der Regel der weiter zargenmittig eingelagerte Honig ebenfalls reif.

Trockener Honig: 10 Tipps, wie er gelingt

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Foto: innazagorulko/stock.adobe.com

Völkervermehrung: Ableger aus nur einer ...

Methoden der Völkervermehrung gibt es viele, zum Beispiel über einen Kunstschwarm, Königinnenableger oder starken Sammelbrutableger. Dr. Pia Aumeier plädiert hingegen für den Ableger aus nur einer Brutwabe. Hier sind sechs Gründen, warum die Bienenwissenschaftlerin damit richtig liegt. 

Grund 1: Wer seine starken Wirtschaftsvölker alle zwei bis drei Wochen mit nur einer Brutwabe sanft schröpft, erhält bei diesen die Honigleistung und mindert gleichzeitig den Schwarmtrieb. Ein Königinnenableger würde zum Beispiel zu deutlichen Honigverlusten führen. 

Grund 2: Ableger aus nur einer Brutwabe sind leichter zu pflegen als Kunstschwärme oder Sammelbrutableger. Vier Wochen nach der Bildung befinden sich kaum Bienen im Volk, sodass die Sprühbehandlung mit Oxalsäure und auch das Finden und Kennzeichnen der Königin ein Kinderspiel sind. 

Ableger aus einer Brutwabe: Leistung der Bienenvölker bleibt erhalten

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Wandergurt Anleitung

Wandergurt: Ludhof-Gurt anlegen Schritt-...

Wer einen Wandergurt für die Bienenwanderung anlegen möchte, findet hier eine Anleitung für das Anbringen eines Ludhof-Gurts von Dr. Pia Aumeier.

Wandergurt Anleitung
1. Hebel umklappen und auf den Beutendeckel legen. Foto: Pia Aumeier 
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2.Gurt sehr locker um die Beute legen, Schlaufe bilden, seitlich einhaken. Foto: Pia Aumeier 
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3.Gurt leicht anziehen. Foto: Pia Aumeier 
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4. Metallbügel umklappen und den Gurt dadurch spannen. Lässt er sich nicht spannen, Gurt noch lockerer um die Beute legen. Foto: Pia Aumeier 
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5. Gurt in Metallbügel einhaken und dadurch arretieren. Foto: Pia Aumeier 
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6.Fertig und bombenfest. Nach Benutzung trocknen, aufwickeln, trocken lagern. Foto: Pia Aumeier 

Wandergurt im Vergleich: Ludhof-Gurte vs. Ratschen im Video

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Lesen Sie hier, was Sie in der aktuellen Ausgabe des Bienenjournal-Hefts erwartet:

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TOP-THEMEN im Juni-Heft

1. Neue Gentechnik

Die neue Gentechnik soll die Landwirtschaft produktiver und nachhaltiger machen. Sie gilt als präziser – und doch wird vor ihren Gefahren gewarnt. Dr. Eva Gelinsky erklärt, wie die Genschere funktioniert und ob die neue Technik die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen kann.

2. Bestäubungsimkerei

Imker Rainer Ohlen hat eine Ausbildung zum Bestäubungsimker gemacht. Er berichtet, wie er zu dieser Idee kam und wie seine Ausbildung ablief.

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Die richtige Beute

Die richtige Beute für Ihre Bienen: Dara...

Welche ist die richtige Beute? Form, Farbe, Material, Isolation oder Größe der Behausung oder das Rähmchenmaß haben keinen Einfluss auf die Entwicklung von Bienenvölkern. Daher gilt: einfach und nicht reparaturanfällig sollte das Material sein. Dazu möchte ich Kraft, Zeit und Geld sparen. Hohenheimer Einfachbeuten – auch bekannte als Liebig-Beuten – erfüllen diese Anforderungen. 

Die richtige Beute verzichtet auf Anflugbrett, Klappen, Häkchen und Schlösschen, auf Kunststoff, metallene Auflageschienen, Bausperre, Schied, Falz und Futterzargen. Sie ist dadurch so simpel, dass man sie einfach selbst herstellen oder aus gekauften Einzelteilen kostengünstig zusammenschrauben kann. Nach schlechten Erfahrungen kaufe ich nur noch Beuten vom deutschen Schreiner. Meine ältesten Beuten sind auch ohne Anstrich nach 21 Jahren noch intakt. Entsorgen musste ich bisher nur ein Prozent der Böden. 

Tipp: Eine Bauanleitung der Hohenheimer Einfachbeute finden Sie hier>>

Pia Aumeier

Die richtige Beute: Wieso nutzt Pia keine Flachzargen?

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Tipps zu Beuten und allem, was Sie sonst noch zum Einstieg in die Imkerei benötigen, finden Sie in Pias Onlinekurs auf dem Imkerling.

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1. Neue Gentechnik

Die neue Gentechnik soll die Landwirtschaft produktiver und nachhaltiger machen.

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Wieso nutzt Pia keine Flachzargen?

Video: Wieso nutzt Pia keine Flachzargen...

Rückenschmerzen bei Imkern sind keine Ausnahme. Was die Bandscheiben besonders stark belastet, sind Drehbewegungen der Wirbelsäule unter Last, falsche Haltetechniken und vor allem die Schwere der Honigräume bei der Ernte. Warum also nicht auf Flachzargen im Honigraum umsteigen? Dr. Pia Aumeier nennt im Video einen wichtigen Grund, weiterhin Ganzzargen im Honigraum zu nutzen. Einen ersten Kniff, wie Sie Ihre Wirbelsäure dennoch entlasten, zeigt die Bienenwissenschaftlerin im Video. Mehr zur Imkerergonomie lesen Sie in der Ausgabe Februar 2020 des Deutschen Bienen-Journals.

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1. Neue Gentechnik

Die neue Gentechnik soll die Landwirtschaft produktiver und nachhaltiger machen. Sie gilt als präziser – und doch wird vor ihren Gefahren gewarnt. Dr. Eva Gelinsky erklärt, wie die Genschere funktioniert und ob die neue Technik die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen kann.

2. Bestäubungsimkerei

Imker Rainer Ohlen hat eine Ausbildung zum Bestäubungsimker gemacht. Er berichtet, wie er zu dieser Idee kam und wie seine Ausbildung ablief.

3. Blühmischungen

Sind Saatgutmischungen aus Bau- und Supermärkten dazu geeignet, um Insekten Nahrung und Lebensraum zu bieten? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Studierendenprojekt der Universität Hohenheim. Hier gibt es die Antworten.

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