Autor: Jana Woerrle

teuerste Honig der Welt

Unbezahlbar: Der teuerste Honig der Welt

Ihre Kunden sagen, sechs Euro für ein Glas Honig seien viel? Der teuerste Honig der Welt kommt aus der Türkei und wird für dreistellige Beträge pro Kilogramm verkauft.

Der teuerste Honig der Welt: Anzerhonig aus der Türkei mit 700 Euro/kg

Zwischen der türkischen Schwarzmeerküste und der georgischen Grenze, nahe dem Dorf Balliköy – was so viel wie „Honigdorf“ bedeutet –, liegt auf 3.000 m Höhe Anzer Yaylası, eine baumlose Hochebene. Sie ist der Ursprung eines dickflüssigen Schatzes. Anzerhonig war angeblich einst ein beliebtes Geschenk für die osmanischen Sultane. Bis heute zählt die Sorte zu den teuersten der Welt und wird mit bis zu 700 Euro pro Kilogramm gehandelt.

Jedes Jahr werden nur kleine Mengen dieses Bergwiesenhonigs produziert, da die Region klein ist und die Bienen nur ein kurzes Zeitfenster zum Sammeln haben. In den Wintermonaten, bis in den April oder Mai des Folgejahres, ist die Auffahrt zur Anzer-Hochebene kaum möglich. Die Imker kehren also oft erst im Mai zu ihren Bienen in den Bergen zurück. Das Angebot wird zusätzlich verknappt, da die Bienen ausschließlich auf ihrem eigenen Honig überwintern. Sie werden nicht mit Zucker gefüttert, damit der Honig im Folgejahr nicht verfälscht wird.

In schlechten Jahren kann es vorkommen, dass die Imker gar keinen Honig ernten.…

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Asiatische Hornisse
06. Februar 2020

Asiatische Hornisse in Hamburg entdeckt

Asiatische Hornisse in Hamburg gesichtet: Bislang wurde sie nur in südlichen Bundesländern entdeckt. Wissenschaftler der Uni Hamburg melden nun allerdings den Fund eines lebenden Exemplars in Norddeutschland. Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) gilt als Bedrohung für die Honigbiene.

„Es ist noch nicht klar, ob sich in Norddeutschland schon eine Population der Asiatischen Hornisse angesiedelt hat oder ob es sich bei dem in Hamburg gesammelten Tier um einen Einzelfund handelt“, melden die Wissenschaftler des Centrums für Naturkunde der Universität Hamburg. Dennoch teilen sie offiziell mit, dass sie erstmals ein Exemplar der Vespa velutina im Norden der Bundesrepublik identifizieren konnten. Konkret wurde das Insekt, das etwas kleiner ist als die hier heimischen Hornissen, lebend in Billbrook auf einem Firmengelände gefunden.

Asiatische Hornisse in Hamburg: Aggressiv gegenüber Honigbienen

Asiatische Hornissen werden bis zu drei Zentimeter groß. Sie sind für ihr aggressives Verhalten gegenüber anderen Insekten und speziell gegenüber der Honigbienen bekannt, die sie gerne fressen. Im Jahr 2004 wurde die Asiatische Hornisse von China nach Südwestfrankreich eingeschleppt und verbreitet sich seitdem weiter. In Deutschland wurde sie vor dem Fund in Hamburg nur im Südwesten entdeckt – in Rheinland-Pfalz und im Süden Baden-Württembergs.

Die Stiche der Vespa velutina sind nicht gefährlicher als die der normalen, hier einheimischen Hornissen, der Europäischen Hornisse Vespa crabro.

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Landwirtschaft und Bienen

Landwirtschaft und Bienen: So entstehen ...

Doreen Riske führt in Mecklenburg-Vorpommern einen konventionell arbeitenden Landwirtschaftsbetrieb, in dem sich auch Bienen wohlfühlen. Landwirtschaft und Bienen – wie geht das zusammen? Holen Sie sich hier Anregungen, worüber Sie mit Ihrem benachbarten Landwirt reden könnten!

Beim Raps haben wir in diesem Frühjahr ganz auf Spritzung verzichtet“, sagt Doreen Riske. „Das traust du dich? Ich könnte nicht mehr schlafen!“, habe ein Kollege gesagt. Nun blickt die 48-jährige Landwirtin aus Mecklenburg-Vorpommern auf die Ölfrucht, die mit dicken Halmen auf dem Feld steht. „Hier sind ein paar Schoten abgefressen“, sagt sie und zupft an einer Pflanze, „Aber ich glaube, das wäre genauso, wenn wir gespritzt hätten.“

2.400 Hektar bewirtschaftet Riske gemeinsam mit zwei Kollegen. Die Flächen gehören zur Agrar GbR Groß Kiesow in der Nähe von Greifswald. Der Betrieb arbeitet konventionell, und dennoch ist er in vielerlei Hinsicht besonders. Landwirtschaft und Bienen schließen sich hier nicht aus. Geschäftsführerin Riske ist nicht nur Agraringenieurin, sondern auch Biologin, und sie blickt mit für eine Landwirtin ungewöhnlicher Empathie auf die Insektenwelt, die sich auf ihren Ackerflächen tummelt. Auf ihren Flächen forschen Studenten der Universitäten Greifswald und Ulm, gerade hat ein Wildbienenexperte dort eine Art entdeckt, die zuvor noch nie in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet wurde. Konventionelle Landwirtschaft und solcher Artenreichtum – wie geht das zusammen?…

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Golzbeute

Golzbeute: Alles auf einer Ebene

Bienen halten: ja; schweres Heben: nein? In solchen Fällen eignen sich Lagerbeuten wie die Golzbeute für Freizeitimker mit einer Standimkerei.

Schon wenn man an der Gartenparzelle vorbeiläuft, verrät ein beständiges Summen die Bienenvölker hinter dem Gartenzaun. Doch schaut man zwischen den Sträuchern hindurch, sieht man zunächst keine einzige Bienenbehausung.

Dabei sollten die großen Golzbeuten von Birgit Otto eigentlich nicht zu übersehen sein. Auf dem Grundstück angekommen, klärt sich das Rätsel: Sie sind in drei Unterständen untergebracht. „Die sind im Grunde nicht notwendig“, sagt Otto, „aber so fallen die Beuten nicht so sehr auf. Und warum sollte man sie nicht extra schützen, wenn man sie sowieso nicht bewegt?“


Für die Wanderung sind Golzbeuten in der Tat nicht ausgelegt. Eine leere Beute ist mit einem Gewicht von 20 kg bereits relativ schwer. Durch ihre Größe – ihr Grundmaß beträgt 75 x 70 cm – ist sie zudem recht unhandlich für den Transport. Aber auch darin sieht Otto einen Vorteil: „Meine Beuten zu klauen ist fast unmöglich.“ Ihre Bienen sind in der Kleingartenanlage in Lichterfelde, im Süden Berlins, zudem so gut versorgt, dass Otto keine Gedanken ans Wandern verschwendet – neben den vielen Blumen und Obstbäumen in den Gärten blühen in der näheren Umgebung das Jahr über auch Ahorn, Rosskastanie, Robinie und Linde.…

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Warré Beute

Warré Beute: Imkern mit geringem Aufwand

In der Warré Beute werden normalerweise nur Oberträger und Naturwabenbau eingesetzt. Ein Besuch bei Mandy und Michael Fritzsche eröffnet einen anderen Blick auf die Rähmchenimkerei.

Als bei Mandy Fritzsche das Interesse für Bienen erwachte, besorgte sie sich zunächst das Buch Einfach imkern von Dr. Gerhard Liebig. „Was dort beschrieben wurde, war mir aber viel zu aufwendig und kompliziert“, erzählt die damalige Imkereiaspirantin. „Da ging es zudem immer nur um Honig, ich interessierte mich aber mehr für die Bienen.“ Der Aufwand für die Bienenhaltung erschien ihr so hoch, dass sie ihr Vorhaben schon wieder an den Nagel hängen wollte. Doch dann stieß sie im Internet auf die Warré Beute. „Ich muss zugeben, dass mich zunächst deren Aussehen ansprach“, erzählt die Designerin, „vor allem aber entsprach der geringe Arbeitsaufwand, verbunden mit der Sorge um die Bienengesundheit in der Betriebsweise von Abbé Warré, viel eher meinen Wünschen.“ Um sich stärker damit auseinanderzusetzen, übersetzte Fritzsche Abbé Warrés Buch ins Deutsche und schaffte sich mit ihrem Mann Michael 2008 schließlich die ersten Bienen an.

Ihre Warré Beuten stehen heute wie kleine Türme im Garten ihres Hauses am Rande von Radebeul. Mit der schlanken, hohen Form sollen die Beuten hohlen Bäumen nahekommen, die Warré als optimal für den Wärmeerhalt ansah.…

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Ester Ausflug der Bienen

Erster Ausflug der Bienen: Hurra, unsere...

Strahlende Sonne, blauer Himmel und milde Temperaturen luden Mitte Januar in Berlin zu einem Spaziergang nach dem Mittagessen ein. Ähnliche Gedanken schienen unsere Verlagsbienen auch gehabt zu haben. Ein erster Ausflug der Bienen stand an. Schon in den vergangenen Tagen hatten wir immer wieder einmal auf die Webcambilder geschaut, ob wir eines unserer Bienchen beim Ausfliegen beobachten können. Und wir hatten Glück. Der Blick auf die Bilder unserer Webcam verriet uns: Hurra, sie fliegen wieder!

Um uns zu überzeugen, dass nicht nur unser Filmstarvolk einen ersten Ausflug gewagt hat, sind wir aber doch noch auf das Dach des Verlagshauses gestiegen. Zu unserer großen Freude scheinen alle unsere fünf Völker den kaum wahrnehmbaren Winter gut überstanden zu haben.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches neues Bienenjahr.

Bzzz zum nächsten Mal!

Franziska Weber

Erster Ausflug der Bienen auf dem Dach des Bauernverlags

Lesen Sie hier, was Sie in der aktuellen Ausgabe des Bienenjournal-Hefts erwartet:

» Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

TOP-THEMEN im März-Heft

1. Schwerpunkt Smoker

Wie setzt man den Smoker effektiv und sicher ein? Dieser Schwerpunkt soll Ihnen helfen, falls Sie mit Ihrer aktuellen SmokerMethode unzufrieden sind, und Ihnen zeigen, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit dem Rauchspender ist.

2. Auswinterung

Die Tage werden länger, die Ausflüge der Honigbienen mehren sich.

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Oxalsäurebehandlung im Winter

Oxalsäurebehandlung im Winter

Bevor sich die Redaktion in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verabschieden konnte, stand noch ein letzter Termin in unserem Imkerkalender für die Verlagsbienen: die Oxalsäurebehandlung im Winter.

Das Wetter war ungünstig oder, um ehrlich zu sein, es hätte kaum schlechter sein können. Mit etwa 10 °C viel zu warm. Windig war es außerdem. Ausgerechnet als wir um kurz nach eins mit der Oxalsäurebehandlung beginnen wollten, kam auch noch die Sonne raus. Ein Blick auf die Webcambilder zeigte allerdings: Die Bienen fliegen nicht. Was blieb uns also übrig, wir mussten es wagen.

Oxalsäurebehandlung im Winter: Herstellung der Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5%

Zunächst mussten wir die circa 300 g Zucker (Saccharose) in der Oxalsäuredihydrat-Lösung auflösen. Wir erwärmten die Mischung im Wasserbad in unserer Verlagsküche. Gelegentliches Schütteln half den Zucker zu verteilen. Da wir mit der Aktion zur Mittagszeit begonnen hatten, gab es natürlich hin und wieder die Zwischenfrage von Kollegen, was wir uns denn da Gutes zum Essen mitgebracht hätten.

Kennen Sie noch den Spruch aus dem Chemieunterricht: „Erst das Wasser dann die Säure …“?

Oxalsäure träufeln gegen die Milbe

Um zu verhindern, dass eine mögliche Unruhe im Bienenvolk bei der Oxalsäurebehandlung von einem Volk auf den direkten Nachbarn übergreift, planten wir die Behandlung wie folgt: Beginnen wollten wir mit Volk A auf dem Waagstock.…

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Wie viel sollte Honig kosten?

Wie viel sollte Honig kosten?

Für Berufsimker muss der Honigpreis mindestens die Betriebskosten abdecken. Aber wie viel sollte Honig genau kosten? Wie auch Freizeitimker eine kostenorientierte Preisbildung für Honig vornehmen können, beschreibt die Ökotrophologin Prof. Dr. Margot Dasbach.

Die allermeisten Imker in Deutschland sind Freizeitimker. Sie imkern aus Freude am Umgang mit den Bienen und haben kein Gewinnerzielungsinteresse. In den ersten Jahren und bei einer geringen Völkerzahl sind die Ausgaben für das Hobby höher als die Einnahmen aus dem Honigverkauf – so wie bei vielen anderen Hobbys auch. Dennoch will der Freizeitimker mit dem Verkauf des Honigs eine Anerkennung für seinen zeitlichen und finanziellen Aufwand erhalten. Wer bei der Preisbildung auch die Kosten miteinbeziehen möchte, geht wie im Folgenden beschrieben vor.

Wie viel sollte Honig kosten? Schritt 1

In der Betriebswirtschaft ist es üblich, zwischen fixen und variablen Kosten zu unterscheiden. Fixkosten fallen für Gebrauchsgüter an, die über mehrere Jahre genutzt werden können, sowie für Gebühren, Literatur und Sonstiges. Variable Kosten fallen für Verbrauchsgüter wie Rähmchen und Honiggläser an. Für den Freizeitimker ist es zudem sinnvoll, zwischen den Kosten für die Bienenhaltung und den Kosten für die Honigerzeugung zu unterscheiden. Auch bei der aufgewendeten Arbeit sollte zwischen der Arbeit für die Bienenhaltung und der Arbeit für die Honigerzeugung unterschieden werden.…

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Imkern im Februar

Imkern im Februar: Erster Reinigungsflug...

Beim Imkern im Februar sollte uns der Winter noch vollkommen im Griff haben. Das ist aber nicht immer so. Es kann auch schon zum Reinigungsflug kommen: Dann haben die Bienen endlich die Möglichkeit, ihre Kotblase zu leeren. Was jetzt außerdem ansteht: Eventuell das Erkennen der ersten Völkerverluste.

Schön ist es, wenn der Imker an diesem Tag seinen Bienenstand besuchen und den ersten Flug genießen kann. Das lässt jedes Imkerherz höher schlagen. Aber auch beim Imkern im Februar muss noch mit starkem Frost gerechnet werden. Genauso ist es möglich, dass viel Schnee fällt.

Meine Bienen überwintern auf zehn Waben Dadant ohne Isolierung, mit offenem Boden. Sie kommen mit der Kälte sehr gut zurecht. Außerdem will ich ja, dass sie eine Brutpause einlegen, weil diese für eine effektive Restentmilbung wichtig ist.

Erster Reinigungsflug: Der Standort der Bienen entscheidet

In meinen Beuten ist der gesamte Brutraum freigegeben und mit Waben gefüllt, das Trennschied habe ich entnommen. Durch die Verwendung von Holzbeuten bildet sich nur selten Schimmel an den Waben. Falls doch, entnehme ich diese Waben später und schmelze sie ein. Mein Hauptstandort an einem Nordhang unterstützt die kalte Überwinterung noch, da die Sonne nur sehr wenig auf die Beuten scheint und sie nicht zu zeitig aufwärmt.…

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Imker Ausrüstung

Imker-Ausrüstung: Vier Dinge, die das Im...

Wir haben uns bei den Imkereifachhändlern nach innovativen Produkten für die Imker-Ausrüstung erkundigt. Hier finden Sie unsere Auswahl.

Imker-Ausrüstung: Imkeranzug ruckzuck an- und ausziehen

Imker-Ausrüstung Anzug
Foto: www.deroriginalhonigmann.de

Den „Original Honigmann“ kennt der eine oder andere Imker von Messen, auf denen die ungewöhnlich bunten Imkeranzüge des Unternehmens als Imker-Ausrüstung hervorstechen. Eine Produktneuheit des Spezialisten für luftige und stichsichere Anzüge ist der „Easy in and out“-Overall. Innovativ hierbei ist der Reißverschluss, der vom Fuß bis zum Hals reicht und es ermöglicht, den Overall beim An- und Ausziehen aufzuklappen. So kann man sich in den Overall hineinsetzen, den Reißverschluss zuziehen – und schon ist man bestens geschützt. Vorbei sind also die Zeiten, in denen man sich mühselig in den Anzug zwängte. Gerade Imker, die nicht auf einen Stichschutz verzichten können oder wollen, werden sich über den neuen Overall freuen.

Bezug: Der Original Honigmann, deroriginalhonigmann.deinfo@deroriginalhonigmann.de

Wabenlöter für Profis

Imker Ausrüstung Wabenlöter
Foto: Weiss Elektrotechnik

Der neue Wabenlöter der Firma Weiss Elektrotechnik hat es in sich: Er ermöglicht dem Imker das Einstellen der Heizleistung und Zeitdauer; zudem verfügt er über eine elektronische Stromüberwachung und informiert seinen Nutzer mittels optischer und akustischer Signale über den Betriebszustand. Der Lötvorgang wird hierdurch einfacher und schneller, denn durch die vorgegebene Leistung und eine automatische Abschaltung wird ein versehentliches Durchschneiden der Mittelwand beim Einlöten verhindert.…

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Mit der Demo

Imker-News: Demo, Protest und die Frage ...

Während es rund um die Bienenstöcke jetzt möglichst leise ist, starten die Imker-News vom Bienen-Journal laut. Zeitgleich zum Start der Grünen Woche findet auch die wieder die Demo „Wir haben es satt“ statt und viele Imker sind am 18. Januar quer durch das Berliner Regierungsviertel mit dabei, um ihren Protest gegen die aktuelle Agrarpolitik zu zeigen. So lautet auch das Motto der Demo 2020 „Agrarwende anpacken“.

Im Vorfeld der Großveranstaltung am Samstag hat das Bienen-Journal ein Interview mit Saskia Richartz geführt, der Kampagnenleiterin „Wir haben es satt“, die die Demo organisiert.

Saskia Richartz im Interview

DBJ: Der Umbau der Landwirtschaft scheint nötiger denn je, im vergangenen Jahr haben sich die Fronten zwischen Landwirten und Umweltschützern aber scheinbar verhärtet – Stichwort grüne Kreuze. Die Landwirte befürchten erhebliche finanzielle Einbußen, wenn sie unter anderem mehr auf den Insektenschutz setzen, weniger Pestizide versprühen und mehr Blühflächen stehen lassen. Wie lassen sich diese Konflikte lösen?

Richartz: 2020 wird ein wichtiges Jahr für die Agrarwende, nicht zuletzt weil die Bundesregierung in der zweiten Jahreshälfte die EU Ratspräsidentschaft innehält und somit eine Riesen-Verantwortung bei den EU-Agrarreform-Verhandlungen und der Ratifizierung des EU-Mercosur Abkommen übernimmt. Je länger die Politik ihre Hausaufgaben auf morgen verschiebt, desto größer werden die Kosten der verheerenden Politik.…

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Als Imker selbstständig machen: YoutTube-Imker Sebastian Faiß

Als Imker selbstständig machen: Tipps vo...

Wenn Sie sich als Imker selbstständig machen möchten, ist Berufsimker Sebastian Faiß eine echte Inspiration. Er gibt auf YouTube Tausenden Menschen Einblicke in seine Imkerei. Im Artikel beschreibt er, welche Möglichkeiten einer Betriebsgründung es gibt – und welche Fallstricke.

Der auf den ersten Blick einfachste Weg sich als Imker selbstständig zu machen, ist die Übernahme einer bereits bestehenden Erwerbsimkerei. Die Vorteile sind hier vor allem im Absatz zu sehen, da in der Regel ein bestehender Vertriebskanal vorhanden ist. Eventuell gibt es zudem erprobte Wanderplätze und eine Imkereitechnik, die ebenfalls übernommen werden können. Auf der anderen Seite bestehen wesentliche Risiken, die sich in erster Linie auf die Bewertung der Bienenvölker, der Imkereitechnik und des Absatzkanals beziehen.

Übernahme bestehender Erwerbsimkerei kann viele Nerven und Geld kosten

Dazu ist es meist nicht die Heimatregion, in der eine Imkerei übernommen werden kann. Das erfordert dann den Aufbau eines neuen Netzwerkes. Hinzu kommt, dass man den Betrieb erst an die eigenen Vorstellungen anpassen muss – oder auch seine Vorstellungen an den Betrieb. Dies alles kann ein langer, nervenaufreibender und recht kostspieliger Weg sein. Dies gilt vor allem, da man in der Regel vom ersten Tag an einen – je nach Investitionssumme – zum Teil erheblicher Kapitalaufwand leisten muss.…

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Imkerei auf Kreta

Imkerei auf Kreta: Bienenhaltung auf der...

Unser Leser Danil Zocher war in Griechenland und erfuhr Interessantes über die Imkerei auf Kreta. Als neugieriger Reisender knüpfte er Kontakte zu einheimischen Imkern und lernte viel Neues über die Bienenhaltung auf der Insel.

Es ist ein für kretische Verhältnisse kühler und trüber Oktoberabend, als ich mit meiner Familie im Norden der Mittelmeerinsel in eine Taverne im Ort Bali einkehre. Der Ortsname des kleinen Fischerdorfes Bali bedeutet „Honig“ und soll aus dem Türkischen stammen. Man sagt, dass in dem kleinen Hafen zu früheren Zeiten große Mengen Honig verschifft wurden. In der Taverne treffen wir auf einen einheimischen Imker. Er ist der Cousin des Wirtes, heißt Antonis und ist 46 Jahre alt. Antonis ist Bauer, hält Ziegen, bewirtschaftet einige Olivenplantagen und betreibt mit 21 Bienenvölkern Imkerei auf Kreta. Unsere Kommunikation findet ausschließlich auf Englisch statt. Für schwierige Fragen steht uns sein perfekt Deutsch sprechender Cousin zur Seite. Antonis ist sehr aufgeschlossen, und so kommen wir schnell ins Gespräch.

Imkerei auf Kreta: über 140.000 Bienenvölker

Mir war bereits in den vergangenen Jahren die hohe Bienendichte auf der Insel aufgefallen: Bienen stehen wirklich überall zwischen den Pinien- und Olivenhainen. Mein Gesprächspartner gibt mir ein paar Zahlen: 2010 hielten auf Kreta laut Statistik 2.206 Imker unglaubliche 142.856 Bienenvölker.…

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Stefan Bormann Monatsbetrachtung 2020

Monatsbetrachtung 2020: Stefan Bormann

Die Monatsbetrachtung 2020 schreibt Stefan Bormann für Sie. In diesem Beitrag stellt er sich den Lesern des Deutschen Bienen-Journals vor.

Liebe Imkerinnen, liebe Imker,

ich bin in einer Zeit zur Imkerei gekommen, als die Imkerzahlen immer weiter nach unten gingen und die Imkervereine noch vergeblich neuen Mitgliedern hinterherliefen. Das war im Jahre 2005. Zum Glück konnte inzwischen eine Kehrtwende eingeleitet werden, und viele neue Imker konnten für dieses schöne Hobby geworben werden. Beruflich arbeite ich als Techniker in der Schienenfahrzeugbranche, bin dadurch auch deutschlandweit viel unterwegs. Für das Deutsche Bienen-Journal schreibe ich 2020 die Monatsbetrachtungen.

Stefan Bormann: Aktiv in der Neuimker-Ausbildung

Beheimatet bin ich im landschaftlich sehr schönen Harz. Dem Wernigeröder Imkerverein e. V. diene ich als zweiter Vorsitzender und Zuchtobmann. Darüber hinaus organisiere ich die Neuimker-Lehrgänge, die unser Verein seit 2016 jährlich anbietet und die sehr stark nachgefragt werden. So konnten wir in den letzten Jahren fast 100 neue Imker ausbilden, und etwa die Hälfte kümmert sich nunmehr um eigene Bienenvölker.

Neben der Betreuung meiner 20 Völker beschäftige ich mich mit der Königinnen-Reinzucht. Dabei unterstützen wir uns in der Zuchtgruppe Harz gegenseitig. Ich habe mich der Carnica-Sklenar-Biene verschrieben und dadurch schon unzählige besonders leistungsstarke und sanftmütige Völker aufbauen können.…

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Imkern im Januar

Imkern im Januar – was ist zu tun?

Grundsätzlich sollte im Januar Ruhe am Bienenstand herrschen. So beschränkt sich das Imkern im Januar auf allgemeine Kontrollen: Sind Sturmschäden aufgetreten, schlagen Äste gegen die Beuten und stören damit die Winterruhe? Sitzen die Mäusekeile alle noch richtig? Gegebenenfalls befreie ich nach starken Schneefällen die Fluglöcher von Schnee.

Imkern im Januar: Diese Aufgaben stehen an

Natürlich kommt im Januar trotzdem keine Langeweile bei Imkern auf – es gibt immer etwas zu tun. So können wir Rähmchen vorbereiten, Einwabenkästen reinigen und mit Mittelwänden bestücken. Wir können alte Etiketten von Honiggläsern entfernen, Reparaturen und Reinigungen an den Ausrüstungsgegenständen vonehmen oder die Mittelwandgießform auf Betriebstemperatur halten. Auch das Imkern im Januar hält einige Aufgaben bereit.

Nicht zu vergessen sind die von den Landesverbänden organisierten Schulungsveranstaltungen, Vorträge und Imkertage im Januar. Hier können wir uns weiterbilden, neue Betriebsweisen und Behandlungsmethoden kennenlernen und – das finde ich persönlich auch ganz wichtig – am Rande dieser Veranstaltungen unsere Erfahrungen mit anderen Imkern austauschen.

Jetzt findet man zudem Zeit, die Aufzeichnungen aus dem Vorjahr gewissenhaft durchzugehen. So können Imker Rückschlüsse für die künftige Betriebsweise ziehen und diese verbessern. Ich probiere immer wieder an ein bis zwei Völkern Neuerungen aus. Wenn sie sich bewährt haben, übertrage ich sie auf alle Bienenvölker.…

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